Fachangestellter für Medien und Informationsdienste Beruf

Medien- und Informationsdienste Fachberufe

Für den Beruf des Fachmanns für Medien- und Informationsdienste gibt es keine gesetzlichen Anforderungen. Der Spezialist für Medien- und Informationsdienste ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einer dreijährigen Ausbildungszeit. mw-headline" id="Allgemeines">Allgemeines[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Die Fachkraft für Medien- und Informationsdienste (kurz FaMI) ist seit dem 31. Dezember 1998 ein bundesweit anerkannte Ausbildungsberufe. Arbeitsfelder sind Medien- und Pressedatenbanken, Radio und Fernsehanstalten, Stadt- und Staatsarchiv, öffentliche und naturwissenschaftliche Fachbibliotheken, Firmenbibliotheken, Informationsvermittler, Informations- und Dokumentationszentren, spezialisierte Informationszentren und andere Datenbankprovider, Bildverwertungsagenturen, Medienzentren auf dem Gebiet der Medien (ehemals Bildzentren), auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung, und der Pharmazie, sowie Universitäten und Forschungsstellen.

Es handelt sich um eine duale Berufsausbildung mit einer Dauer von drei Jahren. Aufgrund der kleinen Anzahl von Lehrlingen finden die Berufsschulausbildungen an mehreren Zentralstellen in den Bundesländern statt, z.B. in Bayern an der Kommunalen Medienberufsschule in München,[2] in Baden-Württemberg an der Hermann-Gundert-Schule in Calw,[3] in NRW an vier unterschiedlichen Orten, darunter dem Joseph- DuMontBerufskolleg in Köln[4] oder dem Karl-Schiller-Berufskolleg in Dortmund.

Die für Mittelschüler mit Mittlere Reich e, Spezialoberschulreife, Mittelschulabschluss (MSA) bestimmte Ausbildung wird zunehmend von Schulabgängern, Studienabgängern und auch Universitätsabsolventen genutzt. In der Berufsschule kommt es dadurch oft zu deutlichen Unterschieden in der Leistung der Einzelschüler. Im Falle der höher Qualifizierten erzeugen die konzeptionell mittelgroßen Qualifizierungsinhalte manchmal das Gefuehl der Unterversorgung, gepaart mit der Enttäuschung über ein vergleichsweise niedriges Gehalt[5] (im Öffentlichen Sektor ist die Einstiegsvergütung nach der Ausbildung in der Regel in der Lohngruppe 5, was für einen Alleinstehenden in die Vollbeschäftigung rund 1.300 Euro netto pro Monat ausmacht; bei Altersteilzeitverträgen ist das Geho lid in manchen Fällen dementsprechend viel geringer).

Die Tatsache, dass rund 75% der Lehrlinge aus den Fachbibliotheken kommen, führt nach wie vor zu einer gewissen "Bibliothekslast" in der Berufsschulausbildung. Auf Platz zwei liegt der Themenbereich Archive mit ca. 10 Prozent, ca. 8 Prozent der Themenbereich Informationen & Dokumentationen, nur ca. 5 Prozent kommen aus dem Themenbereich Medizinische Dokumentationen und nur eine vernachlässigbare Anzahl von Praktikanten kommt aus dem Themenbereich Bildagenturen.

Im Falle von Menschen, die bereits eine andere Berufsausbildung abgeschlossen haben, gibt es die Option einer betriebsinternen oder interbetrieblichen Weiterbildung, die in der Praxis zwei Jahre anhält. Daneben werden von Institutionen wie dem Hessischen Verband der Verwaltungsschulen Vorbereitungskurse für die Prüfungsaufnahme als externer Antragsteller, vor allem für Quereinsteiger mit langjähriger relevanter Berufserfahrung in der Bibliotheksbranche, für die Abschlußprüfung im Lehrberuf "Fachkraft für Medien und Informationsdienste" durchgeführt.

Nach Abschluss der Schulung gibt es seit 2012 die Chance zur Weiterqualifizierung zum Spezialisten für Informationsdienste. Die nebenberufliche Weiterqualifizierung zum Fachwirt[6] wird in NRW vom ZBIW - Zentralinstitut für Bibliotheks- und Informationswissenschaften der FH Köln veranstaltet und durchlaufen. Im hessischen Verband der Verwaltungsschulen werden Vorbereitungskurse für die Weiterbildungsprüfung in Betriebswirtschaft für Informationsdienste durchlaufen.

Fachhochschulstudium, auch Teilzeitstudiengänge, Bibliotheks- oder Informationswissenschaften sind ebenfalls eine Option zur Weiterbildung. Im Freistaat Bayern ist eine bibliothekarische B. A.[7] mit Reifeprüfung und erfolgreicher Ablegung der Prüfungen durch den LPA (Landespersonalausschuss) möglich. Im Gegensatz zu den (weit verbreiteten) Befürchtungen (z.B. bei den Arbeitsagenturen), dass für Hochschulabsolventen kaum Stellen verfügbar sind, sind die Chancen auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag nach der Ausbildungszeit gut bis sehr gut.

Rund die Haelfte der Absolventen wird von der Bildungseinrichtung eingestellt (teilweise befristet), etwa ein Dritteln des Wechsels zu einem anderen Unternehmen in der gleichen Sparte, das verbleibende Fuenfte sucht Arbeit ausserhalb ihres Fachgebiets, der beruflichen Weiterbildung oder des Studiums. Positiv auf den Markt wirken sich unter anderem folgende Einflussfaktoren aus der Perspektive von Berufsanfängern oder Quereinsteigern aus: Nach der Professionalisierungswelle in den 1960er und 1970er Jahren ist die Alterstruktur in Büchereien und Archivalien so strukturiert, dass eine verhältnismäßig große Anzahl von Fachkräften altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheidet und damit Arbeit zur Verfügung stellt.

FaMI verursacht für den Auftraggeber wesentlich geringere Personalkosten als z.B. Archive oder Bibliothekar. Bei knappen öffentlichen Mitteln werden FaMI trotz geringerer beruflicher Qualifikationen aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten manchmal dem wissenschaftlich ausgebildeten Fachwissen vorgezogen. Dies bedeutet auch, dass der Prozentsatz der Arbeitnehmer, die vor Erreichung der Altershöchstgrenze (z.B. im Rahmen der Kindererziehung) das Arbeitsverhältnis vorübergehend oder endgültig verlassen, größer ist als in Beschäftigungsverhältnissen mit vorwiegend mÃ?

Der Ausbildungsgang zum Bibliothekssachbearbeiter umfasst zwei Jahre und findet im mittlerem Dienst im öffentlichen Dienst bei Entzug als Sekretariatskandidat statt. Die Auszubildenden besuchen im Zuge der Theorieausbildung ein bis zwei Monaten Zentralkurse an einer Fachhochschule. Das Praktikum findet in einer Bücherei statt. Abgerundet wird die Schulung durch praktischen Teil des Unterrichts und Praktikumsplätze in anderen Fachbibliotheken.

Seit der Gründung des Spezialisten für Medien- und Informationsdienste hat die Beamtenausbildung an Gewicht eingebüßt und ist in allen Ländern ab 2018 inaktiv. An die Stelle des 2-jährigen Ausbildungsberufs eines Assistenten in der Bibliothek trat am 5. Mai 1998 (Änderungsverordnung vom 5. Mai 2000) der Lehrberuf eines Fachmanns für Medien- und Informationsdienste.

Die Bibliotheksfachkräfte wurden in der DDR zwei Jahre lang in einem dem Dualsystem ähnlichen Ausbildungssystem zwischen 1976 und 1990 unterwiesen. Die Qualifikation entspricht der eines Bibliotheksassistenten oder einer Assistentin für Medien- und Informationsdienste. Das Wissenschaftsministerium oder das Kulturministerium des Landes, in dem sich die Bildungsinstitution, an der die Qualifikation erlangt wurde oder wurde, befindet, ist für die anerkannter Bildungsabschluss der DDR verantwortlich.

Bundesministerium für Arbeit sfildung (Federal Institute for Vocational Education and Training) (Ed.): Explanations on the Ordinance on Vocational Training for Media and Informationsdienste Specialists / on Media and Informationservices Specialists in Archives, Libraries, the Fachrichtungen Archive, the Fachrichtungen Archive, the Fachrichtungen Informationen und Dokumentationen, the Fachrichtungen Bildagenturen, the Fachrichtungen Medical Documentation. Ausbildung und Wissen, Nürnberg 2001, ISBN 3-8214-7123-9 (Erl. . und Red. : Sabine Kahn et al. ; Berufsbildungsserie).

Carin Holste-Flinspach: Eineinhalb Jahre Berufsausbildung zur Fachkraft für Medien- und Informationsdienste. Facharbeiterausbildung in den Ländern. Jahrgang 52/2000, Nr. 2, S. 137-140 Karin Holste-Flinspach, Hartmut Müller: "Fachrichtung Informationen und Dokumentation". Der Lehrberuf des Facharbeiters für Medien- und Informationsdienste. DGI, Bielefeld 1999, ISBN 3-7639-2822-7 (Blätter zum Fachstudium). Spezialist für Medien- und Informationsdienste.

Inhalt: Informationen in den Bereichen Naturwissenschaften, Bildungswesen und Betriebswirtschaft. DGI, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-925474-60-6, S. 301-310 Sandra Schütte (Hrsg.) in Zusammenarbeit mit Willtraut Zick: "10 Jahre Faszination - Ein Beruf befreit sich! Der Bock + Honnefer Buchverlag, Bad Honnef 2009, ISBN 978-3-88347-263-8 (Zahlreiche Autorinnen und Autoren dokumentieren aus verschiedenen Blickwinkeln über die Entstehung, Entwicklung und das Potenzial des Berufsstandes).

Eine Richtlinie für Spezialisten für Medien- und Informationsdienste mit Schwerpunkt Archive. Der Ardey Verlagshaus, Münster 2004, ISBN 3-87023-255-2 (Lehrbuch und Begleitbuch für die Fortbildung im Bereich der Archive.). High-Springen ? Hans-Jürgen Höötmann und Norbert Reimann: Spezialisten für Medien- und Informationsdienste im Archivbereich: Trainingsfibel - Archiv: Spezialisten für Medien- und Informationsdienste.

Unter fh-koeln.de, (PDF; 259 kB), verfügbar ab 15. Juni 2012, finden Sie weitere Infos zur Weiterbildung.

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