Edelsteinfasser Beruf

Juwelenrahmen Beruf

So fügen beispielsweise Edelsteinfasser Rubine und Smaragde, Bernstein oder Topas in die entsprechende Fassung ein. Edelsteinschleifer setzen und fixieren Edelsteine und Halbedelsteine in Schmuckstücken oder Ziergegenständen. Wenn Sie Schmuck verarbeiten wollen, ist der Beruf des Edelsteinfassers eine Überlegung wert!

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Ein Edelsteinschleifer ist eine Berufstitel. Das Edelsteinschleifen (französisch: sertisseur) entwickelte sich aus dem Goldschmiedehandwerk im Sinn der Arbeitsausgleich. Seine Spezialität ist die "Fassung", d.h. das Einbringen der vom Steinschneider gearbeiteten Juwelen in die vom Goldschmied gefertigten Metallstrukturen, wie z.B. Chatons = Chaton-Fassung, Klappen = Klappfassung, Rahmen = Rahmenfassung, Pavé-Fassung oder andere Formate und Oberflächen, die Teil des entsprechenden Schmuckstückes sind.

Weil alle Schmucksteine hinsichtlich ihrer Festigkeit, Mohs' Härten, Zerlegbarkeit und Brüchigkeit verschiedene Merkmale haben, liegt es an seinem Können, die Schmucksteine so in die präparierten Metalle einzubringen, dass sie keinen Schaden erleiden und im Edelsteinfassungen ewig fixiert sind. Der jeweilige Stein ist nicht verleimt, er muss entsprechend den hohen Anforderungen des Schaftes oder des Kunden im Rahmen verankert sein und rasselt oder wackelt nicht.

Zu diesem Zweck verwendet der Edelsteinfasser eine so genannte Einstellmarke, ein viereckiges Stück Stahl, das an seinem Vorderende so bearbeitet wurde, dass es eine fein geschliffene und abgerundete Schneide ausbildet. Bei einem Spezialhammer (Ziselier- oder Setzhammer; hinter einer Kugelart, vorne eine große Rundfläche am Hammerkopf) wird die Punze von der Hand über den leicht über den Schmuckstein herausragenden Metallkante oder Rahmenkante geleitet.

Bei einem heute moderneren Mechanikhammer wird die schnell schlagende Bewegung des Hammers durch einen E-Motor kontrolliert und in ein handgefertigtes Stück umgesetzt, in dem die Stahlpunze verschraubt wird und mit dem das Edelstahl auch auf den Schmuckstein gebracht werden kann. Dieser Lauftyp wird als Rahmenmontage bekannt.

Zusätzlich zum oben beschrieben Einfahren von Schmucksteinen gibt es auch die Option einer Off-Cut-Fassung. Beim Schliff können einzelne oder mehrere Steinchen in die Oberfläche eingesetzt werden. Hier können die Juwelen in Folge oder sogar flächig über eine grössere Grundfläche arrangiert werden, auch bekannt als Pavé-Kopfsteinpflaster (Pavé-Sektoren) Schnittpunktlage. Bei dieser speziellen Anordung kann das Modell der plazierten Juwelen über die Oberfläche in einer sich wiederholenden und unendlichen Sechseckanordnung fortgesetzt werden.

Dabei wird später eine metallische Oberfläche gefräst, in die dann die Schmucksteine eingelassen werden. Das Edelstein-Set verfeinert fast jeden Edelsteinbesatz mit einer Hochglanz- und Endschliffkante. Es gibt auch die Option der Krallen- und Chatonsetzung: Hier wird der Gestein durch mehrere Krallen über einer Ringöse oder nur durch die Krallen befestigt.

Heute gibt es viele andere spezielle zeitgemäße Hilfsmittel wie Mikroskope, automatisierte Stichel und viele verschiedene Möglichkeiten, Schmucksteine in Juwelen und Armbanduhren zu setzen.

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