Duales Studium Frühjahr 2017

Doppelstudium Frühjahr 2017

Aktuelle Entwicklungen im Dualen Studium. Diese Absicht wurde in der Frühjahrserhebung 2016 zum Ausdruck gebracht. Doppelstudium: Wettbewerb mit der Berufsausbildung? so ein Standpunkt in der Frühjahrserhebung 2016.

Regionales Forum "Duales Studium" | MWFK

Die Forschungsministerin Martina Münch hält eine Ansprache vor dem zweiten Regionalen Forum "Duales Studium". Mit den Mitteln werden die dualen Lehrveranstaltungen der Universität in den Bereichen Maschinenwesen, Elektrik, Wirtschaftsingenieurwesen und Bauwesen ausgebaut. Dazu gehören die Informierung von Studieninteressenten und Firmen über die Einsatzmöglichkeiten von dualen Bildungsgängen sowie die Beratungs- und Unterstützungsleistungen an Universitäten, zum Beispiel bei der Erforschung von Studienformen und der Curricula.

Bis 2018 wird das Bundesland das Büro mit rund 250.000 EUR pro Jahr unterstützen. Das neue Amt und die regionalen Foren sind Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets, mit dem das Bundesland den Aufbau von Doppelstudiengängen in den nÃ? In den letzten Jahren ist die Anzahl der Dualstudiengänge von 4 im Jahr 2012 auf aktuell 27 stark angestiegen. 6 Landesuniversitäten offerieren zurzeit Dualstudiengänge von der traditionellen Betriebswirtschaft und dem Maschinenwesen bis hin zu Pflege- und Heilmittelwissenschaften, in denen wissenschaftliche und berufsqualifizierende Qualifikationen verbunden sind.

Es sind weitere Doppelkurse geplant. In den Bachelorstudiengängen E-Technik, Maschinenwesen und Betriebstechnik auf dem Gelände des Standortes Senftenberg sowie im Bachelorstudiengang Bauwesen in Cottbus bieten die B. Braun GmbH Cottbus-Senftenberg zusammen mit 37 Verbundpartnern aus der Volkswirtschaftslehre zwei Studiengänge an. In Summe gibt es zurzeit mehr als 50 Doppelstudienplätze an der BDU.

Wettbewerb für die berufliche Bildung? Das Unternehmen der Bundeswirtschaft

Ein duales Studium wird sehr geschätzt, da es die Verbindung von Wissenschaft und Technik ermöglicht. Kann sich ein duales Studium dauerhaft durchsetzen, oder treten Betriebe zugunsten einer innerbetrieblichen Berufsausbildung zurück? Als ideale Form der wissenschaftlichen Weiterbildung wird der Doppelstudiengang oft beschrieben, da er wissenschaftliche Studien mit regulären Bewerbungsphasen in Betrieben kombiniert.

Kann sich das Doppelstudium dauerhaft an der Nahtstelle zwischen Berufs- und Studienausbildung positionieren oder treten Betriebe zugunsten der innerbetrieblichen Berufsausbildung zurück? In den vorliegenden Statistikwerten wird zunächst davon ausgegangen, dass das Wirtschaftswachstum des Doppelstudienmodells zu Ende gegangen sein könnte. Seit vielen Jahren ist die Förderung von Doppelstudenten durch einen kräftigen Anstieg geprägt.

Nach Umfragen des Bundesamts für Statistik ist die Zahl der Doppelstudenten von 49.000 (2009) auf 85.000 (2014) gestiegen. Für das Jahr 2014 (BiBB 2015) gibt die Datenbasis AusbildungPlus, die grösste Datenbasis für Duale Bildungsgänge in Deutschland, gar die Zahl der Dualen Studenten auf 95'000 an.

Aber 2015 wird das Wirtschaftswachstum aufhören: Das Statistikamt verzeichnet einen Jahresrückgang von rund 5000 Doppelstudenten; die Datenbasis AusbildungPlus geht von einer stagnierenden Entwicklung aus. Verlagern die Betriebe ihre Ressourcen in die Berufsausbildung? Le Diagramm d'été 2 Y-Achsen d'été d' été duale du recherche et de investition. In einer aktuellen Untersuchung des Stifterverbandes und des Internationalen Hochschulinstituts Köln (Konegen-Grenier, Vinde 2017 ) wird deutlich, dass die Betriebe auch vor dem Hintergrund wachsender Versorgungsengpässe bei der Einstellung von Berufseinsteigern ihre Investition in die Hochschulbildung in den nächsten zwei Jahren nicht reduzieren wollen.

Nur ein sehr kleiner Prozentsatz von fast drei Prozentpunkten der Firmen hat in der Frühjahrsumfrage 2016 eine solche Intention geäußert. Mit durchschnittlich 71% will die überwiegende Mehrzahl der Betriebe in den kommenden zwei Jahren ihre Investition in die wissenschaftliche Ausbildung auf dem gleichbleibenden Stand belassen. Ein gutes Quartal der Umfrageteilnehmer geht davon aus, dass die Investitionstätigkeit zunehmen wird.

Die Tatsache, dass die Betriebe auch ihre Investition in die innerbetriebliche Weiterbildung steigern wollen, ist nicht mit einer Reduzierung ihres Einsatzes für die wissenschaftliche Weiterbildung impliziert. Die Mehrheit der Betriebe (77 Prozent) gab an, dass es keine Verlagerung des Investitionsschwerpunkts zugunsten der Unternehmensausbildung oder im umgekehrten Fall zugunsten der Hochschulbildung gibt.

Das betrifft vor allem das doppelte Studiensystem. Der kurzfristige Einbruch der Zahl der Doppelstudenten im Jahr 2015 verdeckt einen robusten, langfristigen Entwicklungstrend im Doppelbereich. Am schnellsten wachsen die Studiengänge im Dualsystem, wie eine Umfrage zu den Ergebnissen der Unternehmensbefragung seit 2010 belegt (Konegen-Grenier/Winde 2011, 2013, 2017).

Die Investition in ein duales Studium hat sich seit 2009 mehr als Verdopplung. Während 2009 noch 675 Mio. EUR für das doppelte Studiensystem ausgegeben wurden, waren es 2015 bereits rund 1,4 Mrd. EUR. Grund dafür sind eine zunehmende Zahl von Doppelstudenten sowie gestiegene Ausgaben pro Jahr. Mehr und mehr Firmen führen ein duales Studium an, ihr Studienanteil ist von 22 auf 25 auf 28 auf 28 zulegen.

Ausschlaggebend dafür ist vor allem das Wachstum der Dienstleistungsgesellschaften. Auch die Investitionssumme pro dualem Student ist im selben Zeitpunkt signifikant gestiegen, von 13.734 auf 16.267 E. Die Investitionssumme hat sich damit um rund ein Drittel errechnet. Es gibt verschiedene Ursachen für den erfolgreichen Verlauf des Doppelstudiums. Durch ein duales Studium haben die Betriebe die Chance, früh mit den Studenten in Berührung zu kommen und sie während des Studienaufenthaltes mit dem Betrieb bekannt zu machen und an ihn zu knüpfen (Meyer-Guckel et al. 2015).

Gerade für Dienstleister hat sich in den letzten Jahren das doppelte Studiensystem zunehmend durchgesetzt. So ist der Prozentsatz der mittelständischen Dienstleister, die ein duales Studium anbietet, von 18 auf 23% gestiegen, und auch der Prozentsatz der großen Dienstleister, die ein duales Studium anbietet, ist um 5 %-Punkte auf 50 % gestiegen.

In der Industrie blieb der Prozentsatz der mittleren Betriebe mit einem Doppelstudium gleich, und selbst in den großen Industriebetrieben ist ein leichtes Absinken zu beobachten. Die andere Tendenz ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Wirtschaftsunternehmen die Pioniere des doppelten Studiensystems waren und dass es an bedeutenden Wirtschaftsstandorten wie dem südwestdeutschen Raum bereits weit verbreitet ist.

Seit den 80er Jahren des zwanzigsten Weltkrieges hat sich das doppelte Studiensystem in Baden-Württemberg zunächst als Zusammenarbeit zwischen der Metall- und Elektroindustrie sowie den Berufsakademien durchgesetzt. Schon heute sind die Industriezweige, die Automobil- und Elektronikindustrie sowie der Maschinen- und Anlagebau für ein duales Studium von besonderer Bedeutung, wie eine Umfrage für Bayern belegt.

In der Dienstleistungsbranche verbreitete sich das doppelte Studiensystem etwas später. Bei weitem die meisten dualen Studenten sind in den Studiengängen Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre tätig. Rund 8 Prozentpunkte der Ökonomen lernen inzwischen im dualen System, was rund 36.000 Studenten ausmacht. Zweitwichtigstes Studienfach sind die Naturwissenschaften, in denen fast die Hälfte der Studenten doppelt sind.

Die Zahl der dualen Studenten in der Fachrichtung Computerwissenschaften ist überdurchschnittlich gestiegen. Dort hat sich die Zahl der Studenten seit 2009 fast verdreifacht. An die Plätze 4 und 5 des Studiengangs mit den meisten dualen Studiengängen schließen sich die beiden Klassikstudiengänge Maschinenwesen, Elektrik und Industrieingenieurwesen mit ingenieurmäßigem Fokus an. Personalbeschaffungsstrategien zur Abdeckung des Mitarbeiterbedarfs durch erhöhte Investition in ein duales Studium werden hier ersichtlich.

Zusammenfassend zeigt das Ergebnis, dass das Doppelstudium nach wie vor das erfolgreiche Modell im dt. Bildungswesen ist. Sie bietet den Betrieben die Chance, früh mit den Studenten in Berührung zu kommen und gute Studenten zu halten. Die dualen Ausbildungen sind ein wesentliches Mittel im Fachkräftewettbewerb. Es ermöglicht eine Kombination aus Lehre und Praktikum, die sowohl von den Studenten als auch von den Betrieben angestrebt wird.

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