Duales Studium Auswahl

Auswahl des dualen Studiums

Drei bis fünf Jahre dauert ein duales Studium, in dem der Baumarkt zu einem gemeinsamen Auswahltag einlädt. Wichtigste Auswahlkriterien sind das Interview und unternehmensspezifische Assessment Center. Die Fachhochschule Ingolstadt bietet ein breites Spektrum an Studiengängen, die Sie im dualen System absolvieren können.

Vorteile und Schwächen von dualen Studiengängen

In der Summe sind zwei Dritteln der Lehrveranstaltungen auf eine sechsjährige Ausbildung ausgerichtet, während die Berufsakademien nur sechsjährige Ausbildungen anbietet. Die Studienzeit an den FHs beträgt zwischen sechs und acht Studiensemestern, während die FHs nur sieben oder acht Semester Doppelstudiengänge ausweisen. Aus der engen Kooperation zwischen Praktikum und wissenschaftlicher Lehrtätigkeit resultierten die Doppelstudienmodelle von Dozierenden und/oder Laborpersonal aus den Betrieben (18 Einträge), die Gewährung von Fremdmitteln (9 Einträge) und Laborkapazität (3 Einträge).

In einem knappen Viertel der Betriebe wurden so viele Doppelstudenten an eine Bildungsinstitution geschickt, dass sie ihre eigenen unternehmensspezifischen Studiengänge einrichteten. In einem weiteren Drittel der befragten Betriebe wurden die Doppelstudenten in die Vollzeitstudentenklassen der Universitäten eingliedert. Der Rest der drei Viertel wurde in reinen Doppelklassen zusammen mit Schülern aus vielen anderen Firmen unterrichten.

Rund die Haelfte der Betriebe (45 Prozent) hat die Moeglichkeit, zusaetzlich zum Bachelor-Abschluss einen Facharbeiternachweis zu erlernen. WÃ?hrend ein Betrieb dies als Praxisbeweis ansah, sprach sich ein Betriebsbeauftragter gegen eine Parallelausbildung aus, dass sich die Studierenden nach dem Studium immer mit ihrem Hochschulabschluss bewerb.

So hat ein Betrieb gar seine innerbetriebliche Berufsausbildung für Schulabgänger aufgegeben und durch ein duales Studium ersetzt. An den meisten Universitäten wird die Auswahl der Schüler an Firmen delegiert. Bei 90 Prozentpunkten übernimmt das Untenehmen die Auswahl der Schüler, da sie auch ihre künftigen potenziellen Arbeitnehmer auswählen.

Für die verbleibenden 10 Prozentpunkte selektieren die Firmen die Studenten zusammen mit den Universitäten. Auf jeden Falle durchläuft der Antragsteller ein umfangreiches Auswahlverfahren. Jeder fünfte Betrieb hat komplett auf ein Online-Bewerbungsverfahren gewechselt und nimmt keine schriftliche Bewerbung mehr an. Ungeachtet dessen ist der Zensurdurchschnitt nach wie vor ein wesentliches Selektionskriterium für alle Betriebe.

Jedes dritte der Betriebe verfügt über separate Prüfungen in den Bereichen Mathe, Germanistik und English. Lediglich in einem einzigen Punkt melden sich die Studenten zunächst an der Universität an und beantragen dann das "Praxispaket" in einem Betrieb. Das umfassende Auswahlverfahren spiegelt sich in einem hohen Leistungsniveau wider. Vertreter der Universitäten wurden interviewt, um die Leistung in Dual- und Non-Dual-Studiengängen zu vergleichen.

An sieben der neun Universitäten wurde das Leistungsvermögen der Doppelstudenten konsequent als besser bewertet. Die Differenz lag für fünf Universitäten leicht unter einer Marke und für die beiden anderen bei 1,0 bis 1,9 Marken. An zwei Universitäten werden ausschliesslich Doppelstudenten ausgebildet, so dass ein vergleichender Studiengang für sie nicht möglich war. Über die Hälfe (55 Prozent) der Betriebe bieten ihren Hochschulabsolventen eine Weiterbildung in Masterstudiengängen an oder haben ein eigenes Etat für entsprechend individuelle Lösungen.

Kurz- bis mittelfristig ist in einem weiteren guten Quartal (27 Prozent) die Etablierung eines Masterstudiums geplant. Lediglich 18 Prozentpunkte der Betriebe halten eine Weiterqualifizierung zum Meister nicht für notwendig. Es liegt auf der Hand, dass vier von fünf Betrieben den Anspruch der Betriebe auf eine höhere Qualifizierung der Mitarbeiter auf der einen Seite und den Anspruch der Studenten auf einen höherwertigen Studienabschluss auf der anderen Seite erfüllen.

Die Vertreter des Unternehmens bemerkten auch, dass eine Reihe von Master-Studiengängen dazu beitragen, die besonders gut ausgebildeten Hochschulabsolventen im Betrieb zu behalten. Aus den ersten Praxiserfahrungen erwachsen den Studierenden klare Nutzen, denn zum einen können sie das Gelernte in der Praktik anwenden und erproben, zum anderen können sie neue Lehrmaterialien besser begreifen und zum anderen können sie während des Studiums gezieltere Fragestellungen zum besseren VerstÃ?

Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist die reguläre Bezahlung während der Schulung, da sich die Schülerinnen und Schüler ganz auf die Schulung fokussieren können. Darüber hinaus haben sich rund 90 Prozentpunkte der untersuchten Firmen oft bereits im Vorfeld auf eine Unternehmensübernahme geeinigt, was für die Schüler eine hohe Gewissheit ist. Manche Firmenvertreter betonen, dass Doppelstudenten aufgrund der doppelten Belastung ein sehr gutes Bild innerhalb und außerhalb ihres eigenen Betriebes haben.

Die Kombination von Arbeiten und Lernen erfordert ein hohes Maß an Widerstandsfähigkeit und Organisation. Die Firmen erwähnten eine potenzielle "geschäftliche Blindheit", die sich aus der frühen Beteiligung eines Schülers an einem einzelnen Betrieb ergeben könnte. Es besteht kein Zweifel, dass Doppelstudenten nicht die Erkenntnisse gewinnen, die andere Studierende idealerweise durch Nebenjobs, Werkstudentenjobs, Praxis- und These-Semester in verschiedenen Betrieben gewinnen können.

Die Praxiserfahrung in verschiedenen Firmen verspricht wertvolles, weitreichendes Wissen. Allerdings ist zu beachten, dass viele Studierende außerhalb des Dualen Systems aus wirtschaftlichen oder Zeitgründen zur Übernahme von Nebenjobs wie Kassierern oder Zeitungsverteilern verpflichtet sind. Sie betreffen in der Regel wiederkehrende Aktivitäten und geben nur in seltenen Fällen Aufschluss über die für den Studiengang relevanten Praxisgebiete.

Der Aufbau des Doppelstudiums ist aufgrund der Vereinbarungen über Studien- und Praxissitzungen und einer Kooperationsvereinbarung für Universitäten komplexer als die Umsetzung eines regulären Studiengangs. Andererseits müssen sich die Universitäten kaum um die Auswahl der Studenten sorgen und gewinnen dennoch hochmotivierte und leistungsfähige Studienbewerber, die ebenfalls ständig von den Firmen geführt und überwacht werden.

Dies ist ein nicht zu vernachlässigender Vorzug bei der Beurteilung von Universitäten, der sich oft auf Erfolgsraten, die Geschwindigkeit des Studiums und die Beschäftigungsfähigkeit der Hochschulabsolventen stützt. Den Studierenden stehen eine wirtschaftliche Sicherheit, die Perspektive auf einen Festanstellung und ein gutes Bild zur Verfügung, nicht zuletzt weil sie der Doppelbelastung standgehalten haben.

Der Diplom-Logistiker Andreas Melchert hat an der TU Wildw. studiert.

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