Duale Berufsbildung

Berufsausbildung (Duale Ausbildung)

Berufsausbildung in der Online-Enzyklopädie: zweispurige Ausbildung, d.h. im Betrieb und in der Berufsschule.

Berufsbildung (Duale Ausbildung)

Auf dieser Seite findest du Vorträge zum Thema Deutsche Berufsbildung. Sie erhalten die Vorträge von uns im PDF- und PowerPoint-Format. Der Inhalt der Darstellungen ist urheberrechtlich geschützt. Eine Nutzung oder einzelne Bestandteile der Darstellungen können nur unter der Voraussetzung der Benennung des Urhebers REGELN vorgenommen werden. Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten einer 3-jährigen Auszubildenden? Der Vortrag "Duale Erstausbildung.

Mit " Aufwand und Ertrag " wird klar, dass es sich für die Betriebe rechnet, in die duale Berufsbildung zu blicken. Es vergleicht Aufwand und Ertrag, untersucht, was ein Trainee pro Jahr ausmacht und diskutiert, ob eine duale Grundausbildung billiger ist als die Einstellung neuer Trainees.

Duale Berufsausbildung erfordert mehr Handlungsspielraum

Was ist mit der Zukunftsperspektive des in der Schweiz existierenden Systems der doppelten Berufsausbildung? In der Informationstechnologie werden in der Folgezeit Berufsgruppen verschwinden, und das duale Gefüge muss darauf einwirken. Alle recht fundierten Untersuchungen zur Beschäftigungsentwicklung im IT-Zeitalter prognostizieren einen Rückgang vieler herkömmlicher Berufsgruppen und Jobs.

Obwohl einige dieser Ausbildungen recht grundverschieden sind, sind Rücksichtnahmen auf die zukünftige Entwicklung des in der Schweiz existierenden doppelten Ausbildungssystems notwendig. Das duale Konzept wird nur dann Erfolg haben, wenn es flexibilisiert wird, und es ergeben sich die folgenden vier Frage. Zum einen: Kann das bestehende Berufsbildungskonzept des Dualen Systems beibehalten werden, d.h. sollte sich die Berufsausbildung weiterhin auf den Ausbildungsbedarf des einzelnen, exakt definierten Berufs konzentrieren?

Wie kann man die Qualifizierung in den Unternehmen und insbesondere in den Berufsschulen auf Themenblöcke (Module) ausrichten, die zum Teil auswählbar und auf langfristige Kompetenzen ausgelegt sind? Häufig war die Wahl der Bausteine unangemessen und führte zu einem geringeren Lernerfolg; der Abschluß von Tarifverträgen wurde schwieriger.

Es wäre jedoch verfehlt, auf Bausteine im Allgemeinen zu verzichten, denn wenn die Bausteine nach den Erfordernissen des Berufs und den zukünftigen Erfordernissen konzipiert würden, könnten zum einen die Lehrveranstaltungen flexibilisiert werden, zum anderen würden an den Berufsschulen neue Lehr- und Lernformen wie Projektarbeit, Rollenspiele, Fälle usw. eingeführt. Andererseits erhebt sich die Fragestellung, ob - bei Einhaltung des Berufsbildes - die Zahl der Ausbildungsplätze reduziert werden soll.

Immer wieder wurde mit wenig Erfolgen angestrebt, die Anzahl der Ausbildungsberufe zu verringern, um sich von der Fachrichtung zu lösen und die Berufsausbildung zu generalisieren. Insbesondere die Ausbildungsbetriebe verlangen eine entsprechende Fachrichtung, damit die Praktikanten keine lange Einarbeitung am ersten Arbeitplatz vorfinden. Diese Problematik könnte durch Differenzierung versus Verallgemeinerung mit einem Kompromiß gelöst werden: In einer ersten Stufe der Berufsausbildung werden vorhandene Berufsgruppen zu grundlegenden Ausbildungszielen - wie etwa den Grundvoraussetzungen der gewerblichen Tätig keit - zusammengeführt.

An der Berufsschule wird in einer zweiten Stufe (vor allem) eine Fachausbildung angeboten - zum Beispiel für Bankmitarbeiter, Angestellte der Verwaltung, Reisebüros. Ein dritter Schritt könnte darin bestehen, generalistischere Fragen erneut zu behandeln, wodurch die Vertiefung mit einigen Bausteinen fortgesetzt werden könnte. Sollte die bisher weitestgehend uniforme Bildungsorganisation (3 bis 4 Tage im Unternehmen, 1 bis 2 Tage in der Berufsschule mit vielen Einzelstunden) erhalten bleiben, oder sollte das duale Ausbildungssystem durch Zusatzblockaden in ein dreiseitiges Ausbildungssystem umgewandelt werden?

Die Schulkomponenten sollten entsprechend den Anforderungen der jeweiligen Berufsgruppen andersgewichtig sein? Dabei sind neben der Erweiterung des Blockanteils auch die verschiedenen geistigen Anforderungen der jeweiligen Ausbildungsberufe zu beachten. Bei geistig anspruchsvolleren Tätigkeiten muss der Anteil der Schulbildung gesteigert werden. Zu diesem Zweck muss es möglich sein, größere Einstiegsblöcke in Berufsgruppen, die bereits zu Ausbildungsbeginn viel theoretisches Wissen erfordern (z.B. IT-Berufe), ohne eine betriebliche Berufsausbildung durchzuziehen.

Drittens, sollte die berufliche Bildung besser auf das Lebenslange Lernen vorbereitet werden? Gemeinsam mit ihrem Lehrer wählten die Teilnehmer ihre Bausteine aus, um zu erlernen, ihre eigene Weiterbildungsplanung zu erstellen - die oft zu beobachtende Ohnmacht bei der Weiterbildungsplanung konnte so durchbrochen werden. Darüber hinaus würden diese Bausteine auch teilweise dem Zweck der Vertiefung diene.

Zur Schaffung von Innovationsmöglichkeiten in der Bildung sollten die Bausteine von den Berufsschulen, von Unternehmens- und Verbandseinrichtungen sowie von Privateinrichtungen zur Wahl gestellt werden. Dies könnte zum einen zu einem qualitäts- und innovationsfördernden Wettbewerb führen, zum anderen würde der veränderte Ausbildungsbedarf schnell und ohne aufwändige Überarbeitung der Lehrpläne durch neue Bausteine erfüllt werden.

Mehr zum Thema