Duale Ausbildung österreich

Doppelte Ausbildung Österreich

Lehrlingsausbildung - weltweites Leitbild mit negativem Ruf in Österreich Die PK-Nr. 1232/2014. Die Wiener (PK) - Seit mehreren Jahren kommen Fachleute aus der ganzen Schweiz nach Österreich, um die hier gelebte Berufsbildung zu erlernen. Und das nicht ohne Grund: Während die Jugendarbeitslosigkeit in vielen Staaten dramatisch steigt, hat Österreich eine der niedrigsten Jugendarbeitslosenquoten. Denn der Erfolgsfaktor ist das duale Ausbildungssystem, die kombinierte Ausbildung in einem Unternehmen und in der Berufsfachschule.

In einer Umfrage mit dem Thema "Duale Ausbildung in Österreich: Erfolgreiche Ausbildung, ein Leitbild für Europa und eine Perspektive für Frauen" hat sich der heutige Bundesministerium für Bildung und Forschung mit den gegenwärtigen Challenges und Zukunftsaussichten sowie vielen berufsbildungsbezogenen Fragestellungen - wie zum Beispiel dem Ansehensproblem der Lehrlingsausbildung in Österreich - befasst. Bundesratsvorsitzende Ana Blatnik verwies zu Beginn auf die aktuelle Ausbildungsoffensive "Lehrlingsausbildung mit Matura" und die Ausbildungsmöglichkeiten für hilfs- und förderbedürftige Jugendliche.

"Duale Ausbildung ist eine ganz spezielle Leistung der heimischen Hochschullandschaft, die durch eine multilaterale Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und den Bundesländern unterstützt wird", sagte Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesbildungsministerin für Kultus und Frauenfragen. In Österreich ist die Beschäftigungsquote bei jungen Menschen sehr gut, während in der EU eine Arbeitslosenquote von über 20% Anlass zur Besorgnis gibt.

In der Bildungspolitik zeigt Österreich Erfolg, macht Fortschritte bei den Zielen der EU 2020, zum Beispiel beim Anteil der Hochschulabsolventen, und erreicht bereits die Zielsetzungen für die Jugendarbeit und Massnahmen zur Verhinderung des Abbruchs von Trainings. Das gilt vor allem für Damen, die sich lieber für Verkäuferinnen, Bürokaufleute und Friseure interessieren, obwohl Auszubildende in ihrem Abschlussjahr in Männerberufen beinahe das Doppelte des Friseurs einnehmen.

Der Minister ist bestrebt, junge Menschen besser über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Heinisch-Hosek würdigte die Fachhochschulen für ihre exzellente Leistung an der Schnittstelle zwischen schulischer und berufsbegleitender Ausbildung. Vor allem aus weiblicher Perspektive plädierte die Bundesministerin dafür, die Anzahl der Stunden der doppelten Ausbildung auf 1.260 für alle zu erhöhen, denn sowohl fachspezifische Grundkenntnisse als auch soziale Kompetenzen sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere.

Sie bedankte sich an dieser Stellen bei der Ökonomie, die Jugendlichen mit Behinderung berufliche Perspektiven gibt. Die Kultusministerin bezeichnete auch die Ausbildungsoffensive "Lehre mit Matura" als Erfolg und beglückwünschte die 2.481 Auszubildenden, die auf diese Weise bisher sowohl einen Ausbildungsabschluss als auch eine Maturität erreicht haben.

Staatsekretär Harald Möhrer sah das duale Ausbildungssystem Österreichs als Modell mit einer Leuchtturmfunktion für andere Län der. Er wies zunächst auf die überraschende Erkenntnis hin, dass der großen Bedeutung des doppelten Bildungssystems in Österreich ein auffallend niedriges Bild der Lehrtätigkeit in Österreich entgegensteht. Die Bedürfnisse an den Unterricht, die Bedürfnisse an die Früherziehung und die Unterstützung in der Grundschule nehmen zu.

Darüber hinaus hob er hervor, wie wichtig die persönliche Entwicklung und ein verbessertes Bild der Lehrlingsausbildung in der Öffentlichkeit sei, und schlug vor, anstelle von "Lehre" von "Ausbildung von Fachkräften" zu reden. Eine Vision von Michael Müller ist ein höherer Bildungsstand, denn das würde auch zu einer höheren Vergütung der Hochschulabsolventen anregen. Für wichtig erachtete es auch Staatsekretär Dr. med. Mahrer, die jungen Mädchen für eine Berufsausbildung zu interessieren.

Bisher lag der Schwerpunkt ausschliesslich auf der akademischen Bildung, denn es wurde gesagt, dass Menschen mit einer längeren Ausbildung ein niedrigeres Risiko für Arbeitslosigkeit hätten. Dabei wurde übersehen, dass die berufliche Bildung auch zu einem Hochschulabschluss beiträgt, während Wolfgang die verbesserte Permeabilität zwischen den Bildungskarrieren anerkennt. Die Expertin widersprach dem Vorurteil, dass die Ausbildung in einem einzelnen Berufsstand eine unzureichende Vorraussetzung für ein längeres Berufsleben sei, dessen einzig ständige Folge ein unvorhersehbarer Wechsel sei, unter anderem mit der Begründung, dass die effizienteste Form des Umgangs mit dem Wechsel das lebenslange Lernen sei. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, sich auf die Bedürfnisse des Einzelnen einzustellen.

Noch vor wenigen Jahren wurde die berufliche Bildung mit der "Old Economy" verglichen und als die "New Economy" der vermeintlich zukunftsträchtigen Dienstleistungs- und Informationstechnologie angesehen. Die USA setzen heute auf die Reinindustrialisierung und beginnen zu begreifen, dass es ohne hochrangige Berufsausbildung keine hochrangige Fertigung und ohne hochrangige Fertigung keine hochrangige Berufsausbildung gibt.

Bei der beruflichen Bildung geht es nach Wolters Worten bei weitem nicht nur um das Kunsthandwerk, sondern um viele aktuelle Berufe, vor allem in der Informationstechnologie. In Anbetracht der hohen Jugenderwerbslosigkeit werden schnelle Lösungsansätze gesucht, und das ist eine Gefährdung der beruflichen Bildung, wenn die kurzfristigen Erwartungen nicht erfüllt werden. Die berufliche Bildung ist eine echte Handlungsalternative für Staaten, die sich aufgrund fehlender staatlicher Mittel keine allgemeine Bildung mehr für alle ermoeglichen.

Allerdings ist es nicht leicht, Betriebe davon zu überreden, sich an Schulungen zu beteiligen. Der Bedarf an vielen Fachkräften - der "DNA der beruflichen Bildung" -, die auch in Neugründungen an der beruflichen Bildung beteiligt waren, war groß. Der Mangel an sozialer Stellung der beruflichen Bildung, insbesondere bei Akademikern und Lehrern, ist für Wolfgang W. Vol. 3 ein Problem.

Die schweizerische Expertin bescheinigte der doppelten beruflichen Bildung im angelsächsischen Raum gute Zukunftsperspektiven, sah aber Handlungsbedarf bei der Ausbildung von Doppelqualifizierten zum lebenslangen Lernens. Wolfgang riet vor überzogenen "Heilserwartungen" an eine duale Ausbildung in anderen Staaten, wenn diese nicht erfüllt werden können. Berufliche Bildung kann außerhalb des Schulsystems nicht berücksichtigt werden; die duale berufliche Bildung kann nur dann Erfolg haben, wenn sie arbeitsmarktnah ist, aber gleichzeitig im Bildungssystem verbleibt - außerhalb davon bleibt sie eine zweitrangige Bildung.

Mit mehr wissenschaftlichen Erkenntnissen will die schweizerische Forscherin den sozialen Kompromiss über die Vorteile der beruflichen Bildung nachweisen. Auch die Berufs- und Ausbildungsorientierung sollte als Pflichtfächer, vor allem an der AHS, angeboten werden, und die betriebswirtschaftliche Ausbildung der Lehrer sollte intensiviert werden. Die Sensibilisierung für den Unterricht als hoch qualifizierte und der schulischen Ausbildung gleichwertige Ausbildung sollte gestärkt werden.

Aufgrund der stark gestiegenen Ausbildungsanforderungen müssen junge Menschen einen Zwischenabschluss erwerben. "â??Ein Absolvent der Mechatronik-Lehrrichtung ist fÃ?r ein technisches Studium ebenso gut gerÃ?stet wie ein AHS-Absolventâ??, sagt Zwazl, der nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Ausbildung nach der MaturitÃ? Auszubildende, die nicht bei der ÖBB verbleiben, werden schnell auf andere Betriebe übertragen.

Mit der ÖBB "Charta der Vielfalt" soll der Frauenanteil in der Ausbildung bis 2020 von heute 16% auf 20% erhöht werden. Edith Kugi-Mazza, Referatsleiterin für Lehrlings- und Jugendschutz der Wiener Arbeitskammer, bemängelt, dass die duale Ausbildung in Österreich oft nur als eine dritte Option angesehen wird und dass ihre Ergebnisse von den Menschen nicht anerkannt werden.

Der Experte stellte einen Nachbesserungsbedarf fest, da 5% der Auszubildenden die Schlussprüfung nicht ablegen und ein/5 erst im zweiten Versuch die Schlussprüfung besteht. Dr. Alfred Freundlinger (Wirtschaftskammer Österreich) hob die Bedeutung des lebenslangen Lernens und den Bildungswert der Verknüpfung von Bildung am Arbeitsplatz auf. Die Auszubildenden befinden sich am unteren Ende der Hierarchie.

Angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten der Ausbildungsbetriebe sollte die duale Berufsausbildung im Bildungswesen und in der Öffentlichkeit verstärkt werden. In der Konsensfindung zur dualen Ausbildung in Österreich als internationalem Best-Practice-Modell hat Thomas Mayr (Institut der Bildungsförderung der Wirtschaft) zwar zugestimmt, gleichzeitig aber Handlungsmöglichkeiten identifiziert, da die Anzahl der Ausbildungsbetriebe rückläufig ist und die Betrieben immer häufiger Schwierigkeiten haben, einen geeigneten Lehrling zu implantieren.

Es sei schwierig, dass das duale Ausbildungssystem im eigenen Land weit weniger gut bewertet werde als im anderen. Darüber hinaus soll der tertiäre Bereich der Berufsbildung - Meisterprüfung und Meisterschule - nach schweizerischem Muster unter ein gemeinsames Schutzdach gebracht und die Hochschulen als Grundpfeiler des Bildungswesens gleichgestellt werden. Peter Schlögl, Chef des Österr. Institutes für Bildungsforschung, lobte das Berufsbildungssystem als sehr anpassungsfähig in Bezug auf Region und Organisation.

Sie bietet eine ganzheitliche Ausbildung und ist durch "Ausbildung bei der Matura" und Berufreifeprüfung sehr nachvollziehbar. Das duale Ausbildungssystem ist sowohl räumlich als auch zeitlich sehr unterschiedlich und garantiert somit eine hohe Anpassungsfähigkeit, allerdings leidet die Offenheit an manchen Orten darunter. Er wies auch darauf hin, dass die enormen Belastungen für die Auszubildenden berücksichtigt werden sollten und betrachtete es als notwendig, bei der Auswahl der Berufsbezeichnung Geschlechteraspekte zu berücksichtigen.

Die Persönlichkeitsentwicklung in der Doppelausbildung, auf die er großen Wert legte, lag im Fokus des Leiters der Berufsfachschule Villach, Walter Werner, der unterstrich, dass die doppelte Ausbildung Lehrerpersönlichkeiten erfordert, die in der Lage sind, Jugendliche zu befördern und zu betreuen. Dabei ist es von Bedeutung, dass die Unternehmen in die Lehrlingsausbildung investieren und die Ausbildungsinhalte so ausgewählt werden, dass sie auch nach Beendigung der Lehrzeit genutzt werden können.

Die Expertin forderte die Anerkennung der Tätigkeit der Lehrlingsausbilder, dass auch die Permeabilität im Bildungswesen verbessert werden sollte, und vor allem die Aufklärung der Jugendlichen in den schulischen Einrichtungen, von denen ein großer Teil der Auszubildenden kommt, sollte verbessert werden. "Die " Ausbildung mit Maturität " ist ein bedeutendes Vorhaben, aber man sollte nicht vernachlässigen, über Fortbildungsmöglichkeiten nach einer Ausbildung ohne Maturität zu berichten, vor allem über die neuen Berufsschulen.

Der stellvertretende Sprecher der Bundesfachschule, David Gollinger, stellte zwei wesentliche Anforderungen an die Lehrlingsausbildung. Auszubildende übernehmen selbst einen überproportionalen Anteil an den Ausbildungskosten.

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