Coaching Report

Trainingsbericht

Dritte Coachingumfrage Deutschland: Gebühren auf Rekordniveau Die Ende 2014 gestartete dreizehnte Deutsche Coaching-Studie ermittelte die höchste Stufe der Coaching-Gebühren. Darüber hinaus enthält die Langfriststudie Erkenntnisse über thematische Tendenzen im Coaching und die Beurteilung des Vertraulichkeitsfaktors durch Coach. Das Kölner Office for Coaching and Organizational Consulting (BCO) unter der Leitung von Jörg Middendorf hat bereits zum dreizehnten Mal seine Coaching-Studie durchgeführt (Coaching Report berichtet).

Die ersten Resultate der im vergangenen Jahr durchgeführten Umfrage wurden nun bekannt gemacht. Danach liegen die Coachinggebühren auf dem Höchststand seit dem Start der Langfriststudie im Jahr 2002. 2014 wurde ein Durchschnittsstundensatz (private und firmeneigene Coaching-Sitzungen zusammengenommen) von 165 EUR (Vorjahr: 161 EUR) festgelegt - ein Betrag, der in den vorangegangenen Umfragen im Jahr 2012 nur annähernd erzielt wurde.

Ein Anstieg der Vergütungssätze war vor allem im Rahmen von privaten und bezahlten Coachingmaßnahmen zu beobachten. Hier wurde ein Durchschnittsstundensatz von 130 EUR festgelegt. Gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet dies eine Zunahme um 4,4 vH. Obwohl für firmeneigene Coaching-Sitzungen noch wesentlich höher angesetzt werden, korrespondiert der Durchschnittsstundensatz von 187 EUR mit einem verhältnismäßig kleinen Anstieg von ca. 1,8 vH.

Ein Resultat der vorliegenden Studie entspricht hier dem Bild: Burnout-Prävention und Stressbewältigung haben laut der Studie als Coachingfokus 2014 an Gewicht zugenommen. Folgende Fälle wurden im Coaching als "Top-Themen" identifiziert: Neben der Langzeitbefragung stand die dreizehnte Coachingbefragung in Zusammenarbeit mit der HAM in Erding ganz im Zeichen des Schwerpunktthemas "Coaching heute: Zwischen Verschwiegenheit und Unternehmensinteressen", das auch das Schlussmotto des zweiten Coaching-Kongresses der HAM (Coaching Report berichtet) ist, der vom 26. bis 27. März 2015 stattfindet.

In der Umfrage wurde festgestellt, dass die Diskretion in einem Coachingprozess konsequent als wesentlich eingestuft wird. Nach einem Bericht der Autoren der Studie wird die Regelung "keine Diskussionen mit Dritten" von den Trainern uneingeschränkt akzeptiert.

eCoaching: Möglichkeiten und Potenziale für Maßnahmen der Personalentwicklung - Christian Steinmüller

In diesem Beitrag geht es um ein zukunftsweisendes und erweitertes Praxisgebiet: Mobile Coaching oder E-Coaching ist eine Mischung aus "traditionellen" Coaching-Einstellungen und modernsten Kommunikationsmitteln. Coachingursachen, Randbedingungen und Wirkungsgrade werden sowohl in der Analytik als auch in der Empirie unterschieden und in theoretischer Form aufbereitet. Die Nutzung der neuen Kommunikations- und Informations-Technologien eröffnet viele neue Gestaltungsmöglichkeiten für Coachings.

Mit den neuen medialen Mitteln und den damit einhergehenden Möglichkeiten wird eine neue Form der Bildung und Kommunikation geschaffen. Durch die Neuentwicklung von Multimediasystemen entstehen neue Sichtweisen für die Ausgestaltung von Coachingprozessen. Die Verwendung von neuen, zeitbasierten Softwareprodukten und Ein- und Auslesegeräten erfordert die Betrachtung der Wahrnehmungspsychologie, insbesondere der sensorischen Leistungsfähigkeit des Benutzers im Vergleich zu konventionellen Materialien.

Das Entwickeln von komplexen zeitbasierten, visuellen und auditiven Lernmedien eröffnet neue Wege und Sichtweisen für das Coaching in Gestalt von internetbasierten Kommunikationsmitteln und medialen Lehrwelten. Dabei wird zunächst die Theorien des Coaching vorgestellt und die neuen Einsatzmöglichkeiten für Firmen in Gestalt von Mobile Coaching als kostengünstige Maßnahmen zur Personalentwicklung gezeigt.

Es werden die Erkenntnisse über den Einsatz von Mobile Coaching in der Personalarbeit und Zukunftstrends der noch jungen Coachingform dargestellt. Es geht darum, das Prinzip des Mobile Coaching zu hinterfragen und die Grundelemente zu vergegenwärtigen, um eine künftige Anerkennung des Konzepts in der Personalarbeit zu erreichen.

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