Bildungsmanagement

Ausbildungsmanagement

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mw-headline" id="Lernprozessebenen">Lernprozessebenen[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Bildungsmanagement bezeichnet (Management-)Aktivitäten in Bildungsstätten (Kindergärten, Schulen, Jugend- und Erwachsenenerziehung, innerbetriebliche Fortbildung, etc.), mit deren Hilfe Lehr- und Lernprozesse eingeleitet, projektiert, umgesetzt und bewertet werden. Sie zielt im Wesentlichen auf ein Gleichgewicht zwischen dem geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Bildungskonzept und den betriebswirtschaftlichen Abläufen bei der Konzeption, Kontrolle und Auswertung.

Das Bildungsmanagement umfasst die folgenden drei Lernprozessebenen: produktspezifisch im Zusammenhang mit der individuellen und sozialen Legitimität. Durch die Etablierung von Bildungsmanagementprozessen und -instrumenten in einer Unternehmensgruppe wird diese zu einem "Lernsystem" oder einer "Lernorganisation". Durch die Adaption der inneren Struktur, Prozesse, Zeit- und Raumverhältnisse soll der Informationstransfer und die Kontrolle des Wissenstransfers verbessert werden.

Ziel dieser Optimierungen ist es, durch Bildungsmanagement eine neue Lebensqualität zu erringen. Beruflich müssen sich Bildungsmanager darüber im Klaren sein, dass die Anforderungen an Ausbildung und Management manchmal im Wettbewerb zueinander liegen. Das Bildungsmanagement gestaltet das Lernprodukt nach ausgewählten Merkmalen. Bildungsprozessmanagement [2] gliedert den Hauptprozess jeder Bildungsinstitution, die Einleitung, Ausgestaltung und Kontrolle von Lehr- und Lernprozessen in einem organisatorischen Rahmen.

Zentrale Komponenten des Bildungsprozessmanagements sind die Trainingsbedarfsanalyse, die Produkt- und Ablaufplanung, die Veranstaltungs-, Prüfungs-, Transfersicherheit und die Abschlussbewertung sowie die Produkt-/Programmrevision: Die Trainingsbedarfsanalyse kann sich sowohl auf einen externen Absatzmarkt (z.B. arbeitslos, junge Menschen ohne Schulabschluss) als auch auf betriebseigene Rahmenbedingungen (z.B. Adaption an neue Lerninhalte, etc.) beziehen.

Die Transfersicherheit bezeichnet alle Tätigkeiten, die dazu beizutragen vermögen, die nachhaltige Speicherung, Implementierung und Nutzung des Erlernten zu untermauern. Die Effektivität von Bildungsmassnahmen steht im Vordergrund. Die Leitung des Ausbildungsbetriebs beinhaltet die Kontrolle und Gestalltung der betrieblichen, personellen und wirtschaftlichen Randbedingungen einer Ausbildungseinrichtung. Unternehmensentwicklung, Personalführung, Bildungsfinanzierung, Marketing und Bildungscontrolling: Strukturveränderungen an der Bildungsinstitution sind im Zentrum der Unternehmensentwicklung.

Bei der Konzeption und Umsetzung eines Bildungsprojektes ist die Finanzierbarkeit immer ein zentrales Thema - egal in welchem Umfeld sich die Bildungseinrichtung befindet (z.B. im öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Bereich). Bildungsverantwortliche erwerben ein fundiertes Wissen über die Finanzlandschaft, die Finanzquellen und deren Anwendung. Die Schwerpunkte im Bildungsmarketing liegen zum einen in der PR-Arbeit für bestehende und potenzielle Kunden und zum anderen in der strategischen und operativen Orientierung an den Bedürfnissen der Unternehmen.

Das Bildungscontrolling hat zum Zweck, die Rendite von Bildungsinvestitionen nach gewissen Merkmalen zu belegen und zu bewerten, um die Konzeption, Umsetzung und Kontrolle von Bildungsmassnahmen zu optimieren. Vor dem Hintergrund dieser kritischen Haltung hat das Bildungsmanagement die Pflicht, sich gleichberechtigt auf die individuellen Belange, sozialen Belange und wirtschaftlichen Gesichtspunkte zu fokussieren. Bildungsmanager müssen sich der manchmal gegensätzlichen Anforderungen bewußt sein und sie rationell in ihre Entscheidungsfindung einbeziehen.

Das Optimieren von Ausbildungsprozessen und -organisationen kann nicht nur dazu dienen, überflüssige Ausgaben zu verhindern, sondern auch die allgemeine Bildungsqualität zu verbessern. Der äußere Rahmen, aber auch die interne Differenzierung und die disziplinäre Positionierung des Bildungsmanagements sind nach wie vor im Wandel begriffen. Mit der weiter wachsenden Relevanz von Ausbildung, Wissen und Wissensvermittlung im Privat- und Sozialbereich wird das Bildungsmanagement jedoch in den kommenden Jahren immer bedeutender werden.

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