Bibliothekarische Ausbildung

Schulung für Bibliotheken

Sie sind für die professionelle Erschließung der Wissensgebiete und Bestände der Bibliothek sowie für die Verwaltung der Bibliothek zuständig. Die Grundausbildung der BAV ist eine Zusatzausbildung für Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder Matura. Hochschulbildung im Bereich der Bibliothek und Information in Russland befindet sich derzeit in einer Transformation. und kombiniert Schulbibliotheken grundlegende Bibliothekskenntnisse.

Bibliotheksausbildung

Zur Zeit werden in Hessen unter jährlich einige Referendariatstellen für die Ausbildung im höheren Bibliotheksdienst zur Verfügung gestellt. Johann Christian Senckenberg unter Universitätsbibliothek in Frankfurt am Main wird 2018 kein Rechtsreferendariat einrichten. Es wird erwartet, dass am 1.10.2019 wieder ein Praktikum zur Verfügung steht. In der Rubrik Bibliothek findet ihr alles, was ihr über die Ausbildung zum akademischen Bibliotheksleiter wissen müsst:

Das sich wandelnde Informations-Bibliothekswesen in Russland

Das Hochschulwesen im Bibliotheks- und Informationsbereich in Russland befindet sich in einer Transformation. Die Transformation Rußlands in eine wissensbasierte Gesellschaft, die zunehmende Internationalisierung und Internationalisierung sowie das Entstehen der wissensbasierten Gesellschaft führten zu einer widersprüchlichen Situation: Rußland liegt nach dem allgemeinen Wohlstand an 8. Stelle unter den Weltnationen und nach den Milliardären an zweiter Stelle.

Daraus ergab sich eine einzigartige Situation: Die Sterblichkeitsrate ist so hoch wie in Afrika, die Geburtenrate ist so gering wie in Westeuropa. Verschärft wird die Lage durch eine fortschreitende Verschärfung des allgemeinen Bildungsstandes der Menschen. Laut dem Programm für Internationale Schülerbewertung (PISA) belegte Russland den 27. Rang unter den 32 im Jahr 2000 befragten Kandidaten.

Im Jahr 2003 lag Russland bereits auf Platz 23 (von 41 Ländern). Der Grund dafür liegt vor allem in der Verachtung Russlands für bestimmte soziale Belange, einschließlich der Zivilisation. In Russland belaufen sich die Aufwendungen der Volkswirtschaft für Bildung und Erziehung auf etwa 0,7 %[->4], obwohl dieser Teil voraussichtlich nachlassen wird.

In diesem Zusammenhang zählen die russischen Büchereien nach wie vor zu den demokratischen und begehrten Kulturinstitutionen. In Russland gibt es etwa 130.000 davon, mit etwa 1 Milliarde Besucher pro Jahr - das ist dreimal so viel wie bei anderen Kulturinstitutionen insgesamt. Der Zugang zu Bibliotheksdienstleistungen ist jedoch von Land zu Land unterschiedlich.

Vergleicht man die Pro-Kopf-Ausgaben für Bibliotheksdienste, so zeigt sich, dass die Werte in den einzelnen russischen Gebieten zum Teil sehr unterschiedlich sind. So wurden beispielsweise inakutien 2003 180,5 Rbl. pro Kopf für Bibliotheksdienste in Volksbibliotheken aufgewendet, während es in Moskau 63 Rbl. und in der Region Kursk 10 Rbl. waren.

Gleichzeitig können grössere Büchereien nicht alle Gäste in ihren Leseräumen unterbringen, so dass Aussagen über den tatsächlichen Wissens- und Informationsbedarf getroffen werden können. In den öffentlichen und wissenschaftlichen Universitätsbibliotheken hat sich die Benutzerstruktur verändert: Die Anzahl der Lerner, insbesondere der Studenten, ist gestiegen. Laut den Statistiken der National Russian Library (RNB) in St. Petersburg lernten 2004 von den rund 40000 neuen registrierten Leserinnen und Leser rund 31.000 Jugendliche - vom Schüler über die Studentin bis zur Aspirantin.

Zwischen 2001 und 2004 machten die Studenten 70% der gesamten Nutzerzahl aus. Andererseits gab es während der Perestroika mehrere neue Universitätseinrichtungen, in denen es keine den Erfordernissen der Pädagogik entsprechende Bibliothek gab. Der Wandel im Hochschulwesen im Bereich Bibliothek und Information fiel mit der grundlegenden Transformation der Hochschulbildung zusammen.

Trotz aller Probleme finden heute Veränderungen in der Gestaltung und den Formaten der Bibliothekstätigkeit statt. In Russland gibt es derzeit 26 Colleges, die Bibliothekspersonal ausbilden, darunter Staatsuniversitäten und Kulturhochschulen. Es gibt in einigen Gebieten der Rußländischen Förderation Niederlassungen und Repräsentanzen von Kulturhochschulen. 2002 wurden die "Bibliotheksfakultäten" in "Fakultäten für Bibliotheks- und Informationswissenschaften" umfirmiert und neu strukturiert.

Gleichzeitig wurde der neue Landesstandard für die Fachhochschulbildung im Bereich "Bibliothek und Information" eingeführt, der den bisherigen Kurs "Bibliothek und Bibliographie" ersetzt. Es ist geplant, dass das künftige Personal der Bibliotheken in der Nutzung traditioneller und digitaler Informationsmittel gleichermassen geschult wird. Je nach spezifischem Bildungsziel stellen sich die Qualifikation der Absolventinnen und Absolventen je nach Fokus der Universitäten wie folgt dar:

Der Schwerpunkt der Ausbildung der Studenten im Studiengang "Bibliotheks- und Informationswissenschaften" wird durch:....: Daraus ergeben sich unter Einbeziehung des regional vorhandenen Bedarfs an Bibliotheksmitarbeitern und der Recherchemöglichkeiten des Lehrpersonals maßgeschneiderte Curricula für die bibliothekarischen und informat. Sprachen, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Politologie, Recht, Psyche, Philologie, Philosophie, Wirtschaft, Sprach- und Sozialkultur, Physische Kultur; - Professionelle Hilfsdisziplinen: Mathe und Angewandte Computerwissenschaft, Kommunikationswissenschaften, Literaturtheorie und Geschichtswissenschaft, Generalbibliothekssystem, Allgemeine Bibliografie, Analytik-Synthetische Verarbeitung von Dokumentationsbausteinen; - Spezialdisziplinen:

Bestandsentwicklung, Bibliotheksverwaltung, Bibliotheksdienste, Benutzerkataloge, materialtechnische Grundlagen einer Fachbibliothek, bibliografische Aktivität einer Fachbibliothek, Auslandsbibliographien und Regionalbibliographie. Unter den drei Universitäten, die Bibliothekare und Informatiker ausbilden, ist die Saint Petersburg State University of Art and Culture die traditionsreichste. Es wurde 1918 gegrÃ?ndet und ist die gröÃ?te Institution, was die Studierendenzahlen am Department of Library and Information betrÃ?gt.

1967 wurde in St. Petersburg der Stiftungslehrstuhl für Wissenschaftsinformation als erster Stiftungslehrstuhl für Informationslehre an einer russische Kulturuniversität eingerichtet. Derzeit bildet die Bibliothek und Informationswissenschaftliche Abteilung der Uni Spezialisten in drei Studiengängen aus - Direkt-, Abend- und Fernunterricht. Im Jahr 2005 sind etwa 100 Studenten im direkten Studium, 40 im Abend- und 85 im Fernlernen angemeldet.

Auch wenn die meisten Studienbewerber direkt studieren wollen, nimmt gleichzeitig die Anzahl der Studienbewerber im Abend- und Fernlernen zu, da mit diesen Kursen die Verbindung zwischen Studium und Beruf hergestellt werden kann. Der Abendstudiengang ermöglicht in der Regelfall viermal wöchentlich nach Arbeitsende eine Lehre an der Hochschule.

In diesem Programm studieren 250 Personen, darunter Mitarbeiter der Nationalen Bücherei Russlands, der Fachbibliothek der Russischen Akademie der Wissenschaften und der öffentlichen Stadtbüchereien. Im Regelfall arbeiten die Studenten der abendfüllenden Fakultät an Diplomarbeitsthemen, die sich auf ihre berufliche Praxis bezogen, was sich wiederum günstig auf das Endresultat und zu einer Praxisrelevanz der Ergebnisse durchsetzt.

Nach Abschluss des Studiengangs wählten die Studenten eine der vom Studiendekanat vorgeschlagenen Vertiefungen nach ihren Wünschen aus. In der Fernlehre nehmen die Schülerinnen und Schüler an den Unterrichtsstunden vor Ort teil, machen Voruntersuchungen und Examen und nehmen an Vorlesungen 2-3 mal im Jahr an ca. 40-50 Kalendartagen teil. Zwischenzeitlich werden die Schülerinnen und Schüler Kontrollaufgaben im Eigenstudium durchführen.

Die geltenden Rechtsvorschriften sehen eine Beurlaubung der Studenten mit teilweiser Rückerstattung ihres Gehalts oder zusätzlichen unbezahlten Urlaubs vor, damit sie an Besprechungen teilhaben, ein Praktikum machen, ihre Abschlussarbeiten verfassen und vertreten können. Mit der Zeit haben die dargestellten Trainingsformen sowohl Aufschwung- als auch Rückschlagsphasen erlebt - aber im Allgemeinen haben sie sich weiterentwickelt.

Der Fernunterricht war und ist eine der besten Ausbildungsformen für Schüler mit speziellen Anforderungen - sie sind professionell ausgerichtet, praxisorientiert und wissen ganz genau, wo sie das erworbene Wissen einbringen. Derzeit lernen 1.217 Studierende, darunter auch aus den Niederlassungen der Hochschule im Nordwesten Russlands, am Institut für Bibliothek und Information sfakultät der St. Petersburg State University.

60% der Fernstudierenden haben einen Abschluss von einer Fachhochschule und bereits Erfahrung in der Arbeit in einer Bücherei erworben. In der Bibliotheks- und Informationswissenschaft wurden drei unterschiedliche Curricula entwickelt und für den Fernunterricht genutzt, die diesem Basiswissen Rechnung tragen. In Anbetracht dieser Tatsache werden die Schüler in unterschiedliche Kategorien eingeteilt: Dies bietet aktuell neue Entwicklungschancen für Abend- und Fernlernkurse:

Bibliotheksmitarbeiter können an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, ohne ihre Berufstätigkeit abbrechen zu müssen und erhalten nach wie vor ihr persönliches Entgelt entsprechend ihrer Arbeit. Aktuelle sozioökonomische Ent-wicklungen verstärken die Stellung des Fern- und Abendunterrichts und erfordern die Erschließung von neuen, flexibleren und vielfältigeren Formen des Unterrichts. Allerdings wirkte sich die widrige demografische Lage nachhaltig nachteilig auf die Studierenden- und Absolventenentwicklung an den Bibliotheks- und Informationswissenschaften aus, und zwar nicht nur an diesen wieder.

Das direkte Studium ist am meisten davon beeinflusst, da die Zahl der Realschulabsolventen, die die meisten Schüler des ersten Jahrgangs ausmachen, abnimmt. Andererseits ist die Lage im Abend- und Fernunterricht nahezu unverändert, denn in den vergangenen Jahren ist der Trend zu einem Anstieg der Zahl der Schulabgänger in der Altersgruppe der 25- bis 40-Jährigen zu verzeichnen.

Genau diese sind es, die in erster Linie offene Positionen in der Bibliothek ausfüllen. Es herrscht jedoch ein anhaltender Personalengpass. Das liegt vor allem an dem niedrigen Lohnniveau für Bibliothekare. Somit beläuft sich das Entgelt in den Staatsbibliotheken auf 2.000-4.000 Rbl. pro Jahr. Eine der wichtigsten Prioritäten der heutigen Staatsbibliothekspolitik ist die Forcierung der beruflichen Weiterbildung des Bibliothekspersonals, um mit den neuen, sich rasch verändernden und ständig wachsenden Bedürfnissen zurechtzukommen.

Im Einklang mit dem allgemeinen Trend der Modernisierung im Bibliotheksbereich mit der Förderung durch die Academy for the retraining of professionals in den Bereichen Bildende Künste, Kulturelle Bildung und Touristik, den Lernmethodenzentren in den Föderationskreisen (Novosibirsk, Chabarowsk) und den Regionalbibliotheksschulen (Belgorod, Pskow, Krasnodar, Karelische Republika, Novosibirsk; Ekaterinburg u. s.) wird die Ausgestaltung eines allgemeinen russischen Berufsausbildungssystems für Bibliothekarinnen und Mitarbeiter vorangetrieben.

Der Bibliotheks- und Informationshochschulunterricht in Russland findet unter erschwerten sozialökonomischen Rahmenbedingungen statt. Ob die sozialen und wirtschaftlichen Veraenderungen in Russland und die Auswirkungen des Veraenderungsprozesses als Fortschritte zu werten sind, wird im Kern von einem erfolgreichen Reorganisationsprozess abhaengen. Fachliteratur: Die Dekanin der Abteilung für Fernunterricht an der Abteilung für Bibliotheks- und Informationswissenschaften der St. Petersburger Hochschule für Wissenschaft und Technik ist sie.

Sie ist Dekanin der Abteilung Abendwissenschaften an der Faculty of Library and Information Science der St. Petersburger Hochschule für Wissenschaft und Technik.

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