Betriebliche Weiterbildung

Berufliche Weiterbildung

Der größte Anteil der beruflichen Weiterbildung im postgradualen Bildungssystem entfällt auf die betriebliche Weiterbildung im Rahmen der beruflichen Weiterbildung. Berufliche Weiterbildung in Unternehmen ist ein wesentlicher Bestandteil des lebenslangen Lernens. In der modernen Wirtschaft spielt die Weiterbildung eine zentrale Rolle. Vor allem Qualifizierungsmaßnahmen werden überwiegend im Rahmen der beruflichen Weiterbildung durchgeführt.

Forschungsbereich Berufliche Weiterbildung

Der größte Teil der Segmente der Weiterbildung im postgradualen Bildungswesen entfällt auf die betriebliche Weiterbildung im Rahmen der Weiterbildung. Gemäss der vorliegenden Erhebung zur Erwachsenenbildung (2014) sind 70% aller Fortbildungsaktivitäten der 18-64-Jährigen am Arbeitsplatz. Damit ist auch der Prozentsatz der Erwerbstätigen mit 49% am höchsten bei den Teilnehmern an betrieblicher Weiterbildung in Unternehmen repräsentiert (vgl. Bild und Strauß 2015, S. 4).

Berufliche Weiterbildung in Deutschland

Betriebliche Weiterbildung ist ein wichtiger Bestandteil des Lebensbegleitenden Lernen. Seit einiger Zeit wird die Diskussion über Weiterbildung nicht nur auf der nationalen Etage, sondern immer häufiger auch im nationalen und globalen Kontext geführ. Schlagworte sind hier der Kopenhagen-Prozess (seit 2002) und die Arbeitspläne "Allgemeine und berufliche Bildung" 2010 und 2020 des Rats der EU bzw. der EUKommission (vgl. Behringer 2010; Grollmann und Handf 2010).

Es ist jedoch zu beachten, dass für die europäische Vergleichsperspektive in der Weiterbildung nur wenige gesicherte Quellen zur Auswahl standen, die auch nicht intensiv genutzt werden und in einigen Fällen auch nicht verwendet werden können - vor allem aufgrund von Zugangsproblemen (vgl. Behringer et al. 2009). Die Weiterbildungserhebung (CVTS) umfasst ein zentrales Element der Erwachsenenberufsbildung und ist damit ein wichtiges Werkzeug in der EU-Berufsbildungsstatistik (Cedefop 2008).

Das CVTS ist die zentrale Datenbasis, die detailliert und weltweit vergleichbar ist. Der CVTS-Umfrage wird seit 2005 in regelmäßigen Abständen (alle 5 Jahre) in den EU-Mitgliedstaaten und anderen betroffenen Staaten durchlaufen. Bislang gab es drei Umfragen: CVTS 1 (1993) mit 12 Teilnehmerländern, CVTS 2 (1999) mit 25 und CVTS 3 (2005) mit 28 Teilnehmern (vgl. zur Weiterentwicklung von CVTS Coraal und SCHÖNFELD 2009).

Mehrere Projekte analysierten die Resultate aus einer europäischen Vergleichsperspektive, beteiligten sich an der Erstellung der neuen Umfragen und untersuchten die Datenqualität. Beispielsweise wurde die jüngste CVTS3-Umfrage im Rahmen des Projekts "Evaluation und Interpretation der dritten Europäischen Weiterbildungserhebung (CVTS3)" 2008/2009 evaluiert und aufbereitet.

Das Ergebnis wurde vom CoDeFop publiziert (siehe CoDeFop 2010). In der Folge werden exemplarisch ausgesuchte Erkenntnisse zur beruflichen Weiterbildung in Unternehmen in Deutschland im europ. Benchmarking vorgestellt. Die Datenbasis bilden die europaweiten Umfragen zur betrieblichen Weiterbildung für die Referenzjahre 1999 (CVTS2) und 2005 (CVTS3). eu/portal/page/portal/education/data/database); sie korrespondieren mit dem Überarbeitungsstatus anfangs Feber 2010. alternativen Kalkulationen - zum Beispiel Durchschnittsrechnungen nur für Länder, für die vergleichbare Daten verfügbar sind - sind zurzeit nicht möglich, da Eurostat noch nicht in der Lage war, die dafür erforderlichen Microdaten bereitzustellen.

CVTS3 wurde von über 100 000 Firmen in 28 Ländern besucht. Obwohl wiederholt über den Umfang dieser EU-Statistiken diskutiert wurde, ist die Beschränkung auf Betriebe mit 10 oder mehr Mitarbeitern noch nicht abgeschafft worden; jedoch nehmen auch Kleinstunternehmen in die Erhebung auf (in CVTS3 z.B. Irland, Norwegen und Spanien)01 Auch in den untersuchten Wirtschaftszweigen ist bisher keine Expansion auf europ: Auf der anderen Seite ist es noch nicht gelungen:

Dabei werden die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleistungsbranche einbezogen. Erhebungsgebiet ( "CVTS2 und CVTS3"): Untenehmen mit 10 oder mehr Personen, die in den Bereichen Industrie, Handel, Dienstleistung, Kredit- und Versicherungswesen, Energie- und Wasserversorgung, Minen- und Steinbruch, Transport und Nachrichtenwesen, Bauwesen, Hotels und Restaurants beschäftigt sind. Kleinunternehmen mit 10-49 Mitarbeitern, mittelständische Betriebe mit 50-249 Mitarbeitern und große Betriebe mit 250 oder mehr Mitarbeitern.

Berufliche Weiterbildung in Unternehmen: Vorgeplantes, strukturiertes und ganz oder zum Teil von den Betrieben finanziertes Wissen. Dazu zählen neben Ausbildungen (Kurse und Seminare) auch andere Weiterbildungsformen wie arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen (z.B. Einweisung und Anleitung durch Oberinnen und Oberinnen oder Kollegen), berufliche Weiterbildung durch Beteiligung an Lern- und Qualifizierungszirkeln, eigenverantwortliches Handeln (z.B. mit Audiovisionshilfen, computergestütztes Lernen, Intranet) und das Teilnehmen an Infoveranstaltungen (z.B. Vorträge, Fachtagungen).

Festlegung von Schlüsselindikatoren: Erstmalig erfolgte die Erstellung von QVTS3 auf der Grundlage einer EU-Gesetzgebung Dekret 02. Darin werden unter anderem die zu erfassenden Angaben, der Umfang der Umfrage, der Bezugszeitraum, das Konzept der Umfrage und die Einzelheiten der Umsetzung der Umfrage festgelegt (siehe Leitfaden CVTS 3 (Eurostat 2006)). Nicht in die vergleichenden Analysen einbezogene Länder: Malta, die Slowakei und Zypern nahmen 1999 nicht an CVTS2 teil.

Aufgrund der eingeschränkten Kompatibilität sind die Angaben für das Vereinigten Königreich in den Jahren 1999 und 2005, Norwegen (2005), Dänemark (1999), Polen (1999) und Österreich (1999 nur für Weiterbildungsinzidenz) nicht in die Untersuchung miteinbezogen (" Cedefop 2010, S. 133-137). EU 25/EU 27 Durchschnitt: Malta, die Slowakei und Zypern nahmen 1999 nicht an CVTS2 teil, so dass sich der EU 25 Durchschnitt von Eurostat für 1999 nur auf die 22 Staaten bezog, die der EU bis spätestens 2004 beigetreten sind, aber der Durchschnitt von 2005 auf alle 25 Staaten.

Nachfolgend wird der EU-25-Durchschnitt für Vergleiche zwischen 1999 und 2005 und der EU-27-Durchschnitt für Bewertungen für 2005 herangezogen.

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