Bestatter Beruf

Trauerfeiertage

Für die deutsch-schweizerische Fernsehserie siehe Der Bestatter. Der Beruf des Bestattungsdirektors hat viel mehr zu bieten als nur die Bestattung. Der Beruf des Bestattungsdirektors existiert erst seit etwa zwei Jahrhunderten.

mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit dem Beruf. Für die deutsch-schweizerische TV-Serie vgl. The Undertaker. Die Bestattungsleiterin (österreichisch auch Pomfüneberer nach pompe funèbre) nimmt den Dienstberuf wahr, um einen Toten auf den Begräbnisplatz zu holen. 1 Der Beruf des Bestattungsunternehmers erstreckt sich von der Verlegung des Körpers vom Todesort, ggf. auch der Genesung, z.B. nach einem Unfall, über die gesundheitliche Versorgung der Toten, Kosmetikbehandlung und Kleidung, das Einbetten in einen Sarge bis hin zur kompletten Gestaltung einer Beerdigung mit einer Kirche oder einem profanen Trauerdienst und der Begräbnis von Schatzkammer oder Urnen.

Heute erfüllen Bestattungsunternehmen in einigen Regionen Deutschlands (insbesondere in Süddeutschland) wieder die Aufgaben des klassischen Gräberführers. Der Thanatologe befasst sich naturwissenschaftlich mit der Bestattung. Die Bestattungsarbeiten werden in kleinen Dörfern und auf dem Land ebenfalls von lokalen Schreinern durchgeführt. Die Bestattungsunternehmen sind in großen Städten oft die erste Anlaufstelle[2] für die vom Tod Erkrankten.

Der Beruf des Bestattungsdirektors ist seit 2003 ein anerkanntes Lehrfach in Deutschland. In seinem Berufsfeld steht die geschichtliche Untersuchung noch aus. Im Altertum wurde die Bestattung durch eine große Anzahl von Berufen gewährleistet, die auf Arbeitsteilung beruhen. Die Gemeinde prägte immer mehr die Begräbniskultur und die liturgische Ordnung der Trauerfeiern. Mit der Entheiligung des Gräberfeldes erfolgte eine Säkularisation des Bestattungssystems, die in der französischen Zeit zu den ersten Gemeindefriedhöfen ohne Glaubensgemeinschaft wurde.

Die heutigen Bestattungsunternehmer sind erst seit der Hälfte des neunzehnten Jahrhundert aus dem Handwerks des Schreiners, Gärtners, Wagens und dem Büro des Leichenrechners erwachsen. 7 ] Diese Berufsgruppen sind auch heute noch bei jeder Beerdigung mit dem Sarkophag, den Kränze und Blüten, dem Transferfahrzeug und der für die Zeremonie zuständigen Person vorhanden.

Zusammen sind sie die Basis für den Trauergottesdienst. Die Bestattungsunternehmen sind für zwei Arten von Bestattungen verantwortlich: Bestattung (Bestattung, Bestattung) und Einäscherung (Einäscherung des Leichnams und des Sarges, gefolgt von der Bestattung der Urnen im Grab oder Columbarium, Meeresurnenbestattung, Naturbestattung). Der Beruf des Bestattungsunternehmers ist in Deutschland kostenlos und unreguliert. Voraussetzung ist nur eine Gewerbeberechtigung und die Einhaltung des Beerdigungsgesetzes, des Grabbelegungsrechts und der geltenden Friedhofsordnung der Gemeinden und kirchlichen Gemeinden als Eigentümer von Gräberfeldern.

In Münnerstadt in Niederfranken gibt es seit 2003 den bundesweiten Lehrberuf Bestattungsfachmann, seit 2005 das Bundesbildungszentrum für Bestattungsfachkräfte mit einem eigenen Schulfriedhof. Derzeit (Stand 31. Dezember 2012) sind in Deutschland 5.244 eingetragene Bestattungsunternehmer mit einem Umsatzvolumen von rund 16 Mrd. EUR einschließlich Friedhöfen und Krematorien aktiv.

16 Bei diesen gehört die Firma zum Bundesschweizer Bestatter e. V., einem Verband der regionalen Verbände und Zünfte des Bestattungswesens. 17 Die Fachverlage des dt. Bestattungshandwerks bieten jeden Monat eine Beerdigungskultur. Die Zeitschrift des Bundesverbands der Bestatter e. V. heraus. Olivier Wirthmann, Klaus Dirschauer (Hrsg.): Begräbnis zwischen Überlieferung und Erwachen.

Beitrag zu den Themen Kunst, Recht und Gesellschaft des XXI. Jahrtausends, Düsseldorf 2016, ISBN 978-3-936057-54-6 Dagmar Hänel: Bestatter im 20th Jahrtausend. Über die kulturelle Relevanz eines Tabuberufs. Waxmann, Münster/ New York/ München/ Berlin 2003, ISBN 3-8309-1281-1 Dagmar Hänel: Last Journey. Grüner Buchverlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7743-0434-5 Michael Nüchtern, Stefan Schütze: Begräbniskultur im Umbruch (= EZW Texte 200).

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