Berufsausbildung Verkürzen

Verkürzung der Berufsausbildung

Die Aufnahme des Ausbildungsverhältnisses ist im Ausbildungsvertrag festgelegt. Die Berufsausbildung verkürzen (oder erweitern) - Dies muss berücksichtigt werden. Die Trainingskurse in Deutschland haben eine in der Ausbildungsverordnung angegebene Zeitdauer. Im Allgemeinen ist es möglich, die Zeit sowohl zu Anfang als auch während des Trainings zu verkürzen. Auf Wunsch ist aber auch eine Erweiterung möglich.

Allerdings ist für viele zukünftige Auszubildende das Themenfeld "Verkürzung der Ausbildung" bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sicher von größerer Bedeutung.

Bereits vor Trainingsbeginn können Sie unter gewissen Bedingungen verkürzen. Die berufliche Erstausbildung oder das Reifezeugnis sind Anlässe, die Ausbildungsdauer um bis zu ein Jahr zu verkürzen. Ebenfalls werden Praktikumsplätze oder ein Berufsorientierungjahr mit einigen Ausbildungsgängen gutgeschrieben. In §8 des Berufsbildungsgesetzes spiegelt sich die rechtliche Regulierung wider.

Im Falle der Kürzung mit einem allgemeinen Hochschulabschluss gelten folgende Bestimmungen: Im Falle einer Kürzung durch Berufspraxis oder gar eine vorherige Berufsausbildung trifft dies zu:: Dabei ist es von Bedeutung, dass der Kürzungsantrag vom Praktikanten und dem Ausbilder gleich zu Ausbildungsbeginn bei der Fachkammer eingereicht wird. Wer die Ausbildungsdauer verkürzen will, muss die Benotung in der Berufsfachschule und der Vorprüfung sowie die Leistung des Unternehmens gut sein.

Für den Bewerbungsantrag auf frühzeitige Aufnahme zur Abschlußprüfung muss der Notenschnitt besser als 2,49 sein. 45 des Berufsbildungsgesetzes regeln die rechtliche Situation. Andererseits ist auch eine Erweiterung des Trainings möglich. Längere Krankheitsphasen, unzureichende Schulung und andere Ursachen können in Erwägung gezogen werden. Im Schwangerschaftsfall kann die Berufsausbildung auch in Teilzeit erweitert oder beendet werden.

Auskünfte und Bewerbungen zur Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildung und zur berufsbegleitenden Ausbildung sind bei Ihrer Fachkammer, dem Beruflichen Informationszentrum, erhältlich.

Kürzung und Fortsetzung der Berufsausbildung - Branche

Die Aufnahme des Ausbildungsverhältnisses ist im Ausbildungsvertrag geregelt. Für die Laufzeit der Ausbildungsverhältnisse gelten die jeweiligen Ausbildungsordnungen. Unter Umständen kann die Ausbildungsdauer verkürzt oder in Einzelfällen verlängert werden. Für die Lehrberufe in Gewerbe und Industrie gelten die Anrechnungsverordnung des Grundbildungsjahres und sind auf die Lehrzeit mit einem Jahr anzurechnen, wenn der ausgewählte Lehrberuf einem im Anhang der VO aufgeführten Fachgebiet zuzuordnen ist.

Äquivalent zum Grundschuljahr ist der Aufenthalt in einer Berufsschule, die auf einen oder mehrere Lehrberufe vorbereitend ist. Ein erfolgreicher Abschluss einer staatlichen privatwirtschaftlichen 1-jährigen Berufsschule ist daher als erstes Ausbildungsjahr zu zählen, wenn der gewünschte Lehrberuf dem Fachgebiet der absolvierten Berufsschule entspr. ist. Nach dieser Richtlinie gilt der Abschluss einer staatlichen oder gleichwertigen staatlichen oder privatwirtschaftlichen Berufsschule von einer Dauer von mehr als zwei Jahren, die zu einem dem Sekundarschulabschluss entsprechenden Abschluss führen soll, auch als das erste Jahr der Berufsausbildung.

Die in der VO genannte Einordnung in bestimmte Berufsfelder ist auch hier gültig. Es ist in der Regel zu erwarten, dass das Bildungsziel in einem Zeitraum von 12 Monaten nach Abschluss einer Hochschulzugangsberechtigung oder einer Fachhochschulreife, in einem Zeitraum von 6 Monaten nach Abschluss eines Hauptschulabschlusses oder einer äquivalenten Qualifikation und in einem Zeitraum von 12 Monaten nach Abschluss einer Berufsausbildung nach Abschluss des Lebens-Jahres erfüllt werden kann.

In Einzelfällen ist eine Verkürzung von bis zu 24 Monate möglich, wenn der Studierende nachweisen kann, dass er über eine Hochschulzugangsberechtigung für das betreffende Fach oder eine gleichwertige Bildungsqualifikation verfügt. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses eines Berufsgymnasiums kann die Ausbildungsdauer auf mindestens 14 Monate, einschließlich einer halbjährigen Abschlussausbildung an einer Berufsfachschule, verkürzt werden, wenn der theoretische Gehalt eines Ausbildungsberufs in den Jahrgangsstufen 1 bis 13 vollständig vermittelt wurde, wenn ein Ausbildungsvertrag für diesen Beruf geschlossen worden ist.

Betriebsinterne Trainingszeiten, die dem selben Trainingsziel entsprechen, begründen eine Reduzierung in jeder Hinsicht. Wissen und Fähigkeiten, die dem Bildungsziel dienlich sind und die im Zusammenhang mit einer anderen beruflichen Ausbildung, durch Arbeitstätigkeit oder in ähnlicher Form erlangt wurden, können bei der Reduzierung der Ausbildungsdauer in angemessener Weise miteinbezogen werden. Unberührt bleibt die Möglichkeiten einer persönlichen Kurzfassung der Trainingszeit unter besonderer Beachtung der Gegebenheiten des Einzelfalls, z.B. herausragende Leistung während der Trainingszeit.

Die frühzeitige Aufnahme in die Abschlussprüfung ist auch möglich, wenn die Leistung des Studenten dies rechtfertigt. Die IHK kann die Ausbildungsdauer in Einzelfällen auf Wunsch des Praktikanten erweitern, wenn die Erweiterung zur Erreichung des Ausbildungsziels notwendig ist. Die betroffenen Parteien müssen angehört werden, bevor über die Verkürzung oder Erweiterung der Lehrzeit entschieden wird.

Im Falle einer Kurzform aufgrund von Sonderleistungen oder im Falle eines Antrags auf frühzeitige Aufnahme in die Abschlussprüfung muss auch die Berufsfachschule angehört werden.

Mehr zum Thema