Berufsausbildung ohne Abschluss

Auszubildende ohne Abschluss

School Mathematics im Migrationskontext: Mathematische Wahrnehmungen .....

- astrid desence

Im Rahmen einer Qualitätsstudie beschäftigt sich Astrid Deseniss mit den Besonderheiten mathematischer Ideen und der Konfrontation mit Aufgabenstellungen bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, um ein besseres Rollenverständnis von linguistischen und sozial-kulturellen Aspekten im Mathe-Unterricht zu erlernen. Es wird gezeigt, dass vor allem die sozio-kulturellen Bedingungen eine bestimmte Form von mathematischen Ideen prägen und wie sich Sprachprobleme auf die Bearbeitung von mathematischen Aufgabenstellungen auswirkt.

Das Werk bildet einen wesentlichen Grundstein für das Verstehen der vielschichtigen Beziehung zwischen jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Aufgaben der Fächerphysik und mathematischer Problemlösung und gibt damit Hinweise für die Schulpraxis.

Anzahl der Absolventen ohne Abschluss wieder gestiegen

47.435 junge Menschen haben im Jahr 2015 die Schulzeit ohne Abschluss durchlaufen. Für diese Jugendlichen ist es schwer, ihre Karriere zu beginnen. War der Prozentsatz der Absolventen ohne Hauptschulabschluss zwischen 2009 und 2012 landesweit von 6,9 auf 5,6 prozentig zurückgegangen, lag er 2015 bei 5,9 prozentig. Dazu gehören in Hamburg um 1,1 %-Punkte auf 6 %, in Rheinland-Pfalz von 5,6 % auf 6,4 % und in Sachsen-Anhalt von 9,2 % auf 9,9 %.

In Hessen sanken die Zahlen dagegen signifikant von 4,9 auf 4,2 Prozentpunkte und in Brandenburg von 7,8 auf 7,1 Prozentpunkte. Dabei war der Bezirk Main-Spessart mit 1,7 Prozentpunkten am geringsten und der Bezirk Mansfeld-Südharz mit 15,6 verblieben. Die Regionalisierung ist logisch, da auch auf Bezirksebene eine Richtlinie erstellt werden kann, die den Schülerinnen und Schülern den Abschluss erleichtert.

Darüber hinaus haben der Ausländeranteil, der Mitarbeiteranteil ohne Berufsausbildung und das Bruttosozialprodukt einen - wenn auch geringeren - Einfluss. Allerdings gibt es einige Zirkel, die trotz der schlechten Startbedingungen eine geringe Schulabgängerquote ohne Matura haben. Gemäß den vielen Einflußfaktoren ist auch die Spannbreite der Schulabgangsquoten ohne Realschulabschluss vor Ort größer.

Bei den Schulabgängern ohne Realschulabschluss errechnet sich die Quote aus der Zahl der Absolventen ohne Realschulabschluss in einem Bezirk und der Zahl derjenigen, die in diesem Bezirk ihre Vollzeitpflicht abgeschlossen haben (näherungsweise in der 7. Schulstufe vor zwei oder drei Jahren). Im Jahr 2012 wurden die Ergebnisse in Kooperation mit dem RWI (Rheinisch-Westfälisches Instituts für Wirtschaftsforschung) evaluiert und Einflußfaktoren für die Zahl der Schulabsolventen ohne Realschulabschluss erhoben.

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