Berufsausbildung mit Zukunft

Auszubildende mit Zukunft

Digitale Berufsbildung: Aufbruch in die Zukunft - Ökonomie Jeder, der heute in Handel, Administration oder Dienstleistung ausgebildet wird, erlernt nicht nur in der Produktion, am Arbeitsplatz oder bei realen Anordnungen. Berufsbildende Schulen simulieren immer häufiger Notfälle in intelligenten Unternehmen. Um diesen Fortschritt im Bildungsalltag zu sichern, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung den sinnvollen Umgang mit solchen Techniken in der Aus- und Fortbildung mit mehr als 25 Mio. im Jahr.

Es geht darum, den Fachkräften von morgen das Wissen zu vermitteln, das sie für ihre Arbeit benötigen - und die Attraktivität von Berufen mit geringerem Bedarf zu steigern. Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg verfügt aktuell noch über rund 18.500 Auszubildende. Die digitalen Veränderungen zwingen viele Industrien, ihre Berufsgruppen an die neuen Erfordernisse und Bedürfnisse des Marktes anzugleichen.

Doch nicht nur die klassische Berufsausbildung verändert sich. Neue Techniken schaffen auch neue Berufsgruppen. Als Beispiel sei die Berufsausbildung zum E-Commerce-Händler, zum Spezialist für den Online-Handel genannt. "Der Digitalisierungsprozess bringt neue Herausforderungen für das Unternehmen. Weitere Handlungsfelder, Abläufe und GeschÃ?ftsmodelle zeichnen sich ab", sagt Katharina Weinert, Leiterin der Abteilung fÃ?r Bildung und Berufsausbildung beim Händl. Bundesverband Deutschland (HDE).

Es ist bereits jetzt erkennbar, dass rund zehn Prozentpunkte des gesamten Einzelhandelsumsatzes im Internet generiert werden. "Händler im E-Commerce bringen das Shopping-Erlebnis auf das Wohnzimmer-Sofa des Kunden", sagt Weinert. Die Industrie hofft, diese Kluft mit neuen Techniken schließen zu können. Digitale Medien müssen - jedenfalls am Arbeitsplatz - sein. Aber wenn es um die Beantragung ihres zukünftigen Lieblingsjobs geht, neigen die Absolventen immer noch dazu, den traditionellen Weg zu gehen.

Die Firma ist auf Trainee- und Studentenmarketing fokussiert und untersucht, wie Bewerber ihren Wunschjob bekommen. Jugendliche benutzen fast tagtäglich Anwendungen auf ihren Smartphones, plaudern im Internet, sehen Filme auf Digitalplattformen, stellen sich mit Bildern im Internet vor. Für die Bewerben um einen Ausbildungsplatz senden jedoch rund zwei Dritteln ihrer Dokumente per Brief an das Haus, rund 75 Prozentpunkte per e-Mail.

Allerdings fuellt nicht einmal jede zweite Person die Online-Unternehmensportale für die Anwendung aus. Auch über Anwendungen sind nur zwei Prozentpunkte möglich. Die potenziellen Trainees ärgern sich über den mit einer Anwendung verbundenen Zeitaufwand. Knapp 70 Prozentpunkte fragen in der Gastfamilie nach Beratung. Mit neuen Formaten könnte nicht nur jungen Menschen, sondern auch Unternehmen geholfen werden.

Die Firmen müssen den Interessenten glaubwürdig mitteilen, dass eine Anwendung über die Anwendung ebenso gut angenommen wird wie eine herkömmliche geschriebene Anwendung. Jo Dürcks, der Spezialist für Mitarbeiterpolitik und -schulung, geht noch weiter. Zum einen als Entscheidungsfindungshilfe für die Firmen, für die z.B. ein Roboter (Computerprogramm) die empfangenen Dokumente vorselektiert. Er ist Managing Director von Cyquest, einem Anbieter von Rekrutierungsformaten.

Doch: "Die Antragsteller selbst werden sich immer häufiger Rechenalgorithmen für sie einsetzen lassen", sagt Diercks. "Die Schlagzeile "Ich werde gefunden" ist eine große Schlagzeile für 2030." Es ist immer noch Musik der Zukunft. Aber der Weg dorthin wird zurzeit mit hohem Tempo bereitet.

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