Berufsausbildung für Hauptschüler

Ausbildung von Schülern der Sekundarstufe II

die einen direkten Übergang in die duale Berufsausbildung von der Schule in die Berufsausbildung ermöglichen. Bildungsmarkt: Hauptschüler sind als Auszubildende nicht erwünscht - Wirtschaftlichkeit Mehr und mehr Firmen beklagen sich darüber, dass sie keine Auszubildenden vorfinden. Trotzdem wird von vielen Hauptschülern vergebens nach einem Ausbildungsplatz gesucht. Schulungsexperten und Anwendungstrainer bemängeln auch, dass Firmen Bedenken haben. Stuttgart-Patrick Lüders (Name geändert) ist am Ende.

Die 16-Jährige bewarb sich seit einigen Wochen um eine Berufsausbildung. Das, obwohl sein Abitur mit der Besoldungsgruppe 3,1 nicht das Schlimmste ist, meint Lüders, der allmählich desolat ist.

"Junge Menschen wie Patrick Lüders werden von Günter Conradt tagtäglich versorgt. Die Bereichsleiterin von Job-Connections in Stuttgart, einer Berufsberatungseinrichtung für junge Menschen der evangelikalen Gemeinschaft (Eva), unterstützt vor allem Haupt- und Bad Realtschülern bei der Antragstellung und vorbereitet sie auf Bewerbungsgespräche. Heutzutage achten alle Unternehmen auf die Einhaltung von Rechtschreibprüfung, Gramatik und einheitlichen Wortwahl. "Viele Unternehmen waren verzogen, als es zwischen 2000 und 2010 mehr Bewerbungen als offene Ausbildungsplätze gab.

Mehr und mehr Unternehmen beklagen sich über einen Mangel an Auszubildenden und Fachkräften. Dennoch haben junge Menschen mit Realschulabschluss im Vergleich zu anderen auf dem Bildungsmarkt geringere Aussichten. Nur jeder fünfte Student absolviert in Baden-Württemberg das Gymnasium. Nach Angaben des "Country Monitor on Vocational Education 2015" der Bertelsmann Stiftung haben nur rund 40 Prozentpunkte von ihnen direkt einen Ausbildungsstellenplatz gefunden. Bildungsforschende haben berechnet, dass jeder dritte Hauptschüler in Deutschland keine Berufsausbildung absolviert.

Mittlerweile haben auch Gymnasiasten nur noch eine eingeschränkte Berufswahl: Für die Firmen ist zumindest ein Hauptschulabschluss erforderlich. Das Gymnasium hat ein negatives Bild. Zahlreiche Firmen haben mit Vorurteilen zu kämpfen und vertrauen jungen Menschen nicht in eine Berufsausbildung. Vor allem kleine Firmen ziehen Bewerbungen mit geringer Unterstützung vor, für die sie keine schulischen Probleme akzeptieren.

Ähnlich verhält es Christian Rauchs, Chef der Bezirksdirektion der Bundesagentur für Wirtschaft (BA) in Baden-Württemberg. Die Tatsache, dass ein Auszubildender keine Begründung oder den richtigen Berufsstand ausgewählt hat, kann ungeachtet seines Abschlusses sein. Allerdings: "Die Ansprüche an viele Berufsgruppen sind durch die Modularisierung gewachsen, die Schüler müssen mehr theoretische Kenntnisse erwerben", sagt Rau.

Durch die Wahl eines Realschul- oder Gymnasialschülers sehen die Unternehmen die Möglichkeit, das Versäumnis des Auszubildenden zumindest zu mindern. Dass junge Menschen mit geringer Ausbildung zurückgelassen werden, leugnet Martin Frädrich, Hauptgeschäftsführer der Berufs- und Qualifizierungsabteilung der IHK Stuttgart - gerade in einer Zeit, in der Unternehmen verzweifelt nach jungen Talenten nachfragen.

"Eine gute Sekundarschulkinderin hat eine Chance. Allerdings erkennt der Trainingsexperte berufliche Differenzen an: Tatsächlich sind nicht alle Berufsgruppen für jedermann zugänglich. "Die Erfahrung zeigt, dass es Hauptschüler in einigen Branchen, wie z.B. Banken und Versicherungen, oder allgemein in Bürotätigkeiten, schwierig fällt", sagt Frädrich. Für viele Haupt-, aber auch Werksrealschulen wäre es sehr schwierig, ihr Sprachniveau an die Anforderungen der Berufsgruppen anzugleichen.

"Unglücklicherweise reichen selbst die grundlegenden Kenntnisse der jungen Leute in den Bereichen Germanistik und Mathe oft nicht aus", sagt Frädrich. Ein großes Hindernis ist aus seiner Perspektive die mangelnde Reife der Ausbildung, die oft von ungeklärten Karrierevorstellungen begleitet wird. Hierbei versteht er die Schule als verpflichtet und freut sich über die entsprechenden Ausbildungsangebote für Hochschulabsolventen. Nach sechs Jahren schließt die Werksrealschule einen dem Echtheitsabschluss entsprechenden Studiengang ab und eröffnet auch die Chance, den Hauptabschluss am Ende der neunten oder zehnten Schulstufe zu erlernen.

In Gemeindeschulen können die Hauptschulabschlüsse nach der neunten oder zehnten Stufe, der Sekundarschulabschluss nach der zehnten Stufe erworben werden. Bestenfalls räumen Entrepreneure privat ein, dass sie in der Regel junge Menschen mit höherer Qualifikation den Auszubildenden vorziehen. Eine Person, die die Bedürfnisse und Bedenken der Unternehmen genau weiß und offen darüber spricht, ist die Karriereberaterin Oliver Stiess.

"â??Viele engagieren keine Gymnasiasten oder SchÃ?ler aus dem Werkreal und teilen mir das mitâ??, sagt der aus Pforzheim stammende Unternehmensberater. "Jungen Menschen mit Hauptschulabschluss mangelt es oft an Manieren und Sozialkompetenz", sagt Stiess, die eine Bewerbungstraining an der Schule durchführt. Gut zwei Dritteln der Unternehmen wurde mehr Gewicht auf SchlÃ?sselqualifikationen wie TeamfÃ?higkeit, Leistungsbereitschaft oder Kommunikationskompetenz gelegt als auf die Note.

Dies ist für sie die Basis für die Integration junger Menschen in das Konzern. Mängel spiegeln sich "in der Paketierung der Anwendung" wider: Rechtschreib- und Komma-Fehler, eine reine Folge von professionellen Sendern, leere Phrasen. In anderen Firmen musste der CV handschriftlich verfasst werden, damit die Person auf der Basis der Handschrift analysiert werden konnte. "â??NatÃ?rlich gibt es auch wirklich gute junge Leute an der Hauptschule und den Werkrealschulenâ??, sagt Stiess.

Genauso wie es Unternehmen gibt, die Schülern eine Möglichkeit gibt. "Alles in allem tun Unternehmen aber zu wenig für sie", bemängelt er. Baden-Württemberg hat viel zu bieten, um schwächere Nachwuchskräfte und Unternehmen zusammenzubringen. Seit 2009 ist die geförderte Berufsausbildung eine Art Hilfestellung für bedürftige Jugendliche: Sie werden für die Berufsausbildung qualifiziert und auch während der Berufsausbildung fachlich unterstützt.

Im Jahr 2016 nutzten 724 junge Menschen das Leistungsangebot - dreimal so viele wie im Jahr 2015. Dennoch: "Solche Hilfsmassnahmen werden uns nicht aus den Fugen gerissen", bedauert BA-Chef Rauch. Auch wenn es sich bei den Jugendlichen nicht um die Hälfte handelt. IHK und Handwerkskammer fördern die Öffnung ihrer Betriebstätigkeit. "â??Viele junge Menschen mit Hauptschulabschluss sind wÃ?hrend ihrer Berufsausbildung sehr gut unterwegsâ??, sagt IHK-Ausbilderin Frädrich.

An das neue Fach Ökonomie und Berufswahl sowie an die Einleitung eines Tages der Berufswahlorientierung an allen staatlichen Hauptschulen stellen die Betriebe höchste Ansprüche. Die Berufsausrichtung soll weiter verstärkt werden, insbesondere an Gymnasien und Gymnasien. Dann sollen die jungen Menschen besser wissen, welche Berufsgruppen zu ihnen gehören und ihre Anträge dementsprechend gestalten können.

Die Erfahrung zeigt, dass die Schüler der Hauptschule von einer frühzeitigen beruflichen Orientierung profitieren: Für Rau sind die Ergebnisse auch ein Indiz dafür, dass die Bedenken der Unternehmen überwunden werden können. " Wir haben einen ausgezeichneten Trainingsmarkt, in dem wir jetzt die Feinabstimmung vornehmen müssen."

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