Berufe mit Zukunft im Sozialen Bereich

Zukunftsberufe im Sozialbereich

einer, dessen Brisanz heute mehr denn je deutlich wird, ist die der Sozialberufe. Damit werden oft wichtige Weichen für die berufliche Zukunft gestellt. Was für Berufe eine Zukunft haben und was man lieber lassen sollte: ssten Bereiche besser als für Frauen mit Berufsausbildung. Eine sehr vielseitige Ausbildung zum Ergotherapeuten bietet gute Karrierechancen für die Zukunft.

Arbeitsmarktsituation: Berufe mit Zukunft

Sei couragiert und strebe nach einem "atypischen" Berufsstand, werde IT-Administrator oder Care-Manager. Deshalb wird dieses Beispiel von vielen Institutionen genutzt, um MINT-Berufe (Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften und Technologie ) zu bewerben, und auch im Sozial-, Therapie- oder Pflegebereich werden gute Arbeitsmarktschancen versprochen. "In vielen MINT-Berufsgruppen hat sich die Erwerbstätigkeit erfreulich weiterentwickelt und ist 2015 gegenüber dem Jahr zuvor gestiegen", bekräftigt Ralf Beckmann, Arbeitsmarkt-Experte bei der BAV.

Gut ist die Situation auch für Antragsteller im Sozial-, Pflege- und Therapiebereich: "Die Anzahl der Mitarbeiter steigt, die Arbeitslosenquote ist so gering, dass man von einem Vollzeitarbeitsplatz reden kann. "Maja Schäfer von der diakonischen Deutschland sprach gar von einem Fachkräftemangel: "Die Anzahl der Studienbewerber in unseren Institutionen sinkt, und einige Positionen sind nicht mehr verfügbar.

"Jetzt erhofft sich die diakonische Gemeinschaft, neben den jüngeren Mädchen, mehr Männer für Sozial-, Pflege- und Therapieberufe zu gewinnen. Derzeit sind nur 17% aller Arbeitnehmer in diesem Bereich mannstreu. Der Bundesverband für die berufliche Bildung (BIBB) redet von hoher körperlicher und psychischer Belastung, ungeklärten Karrierepfaden und geringer sozialer Anerkennung, die sich in der Vergütung widerspiegelt.

"â??Es wird sozial verhandelt, welchen Mehrwert die Leistung hat. In den anderen Ländern Europas haben die Sozialberufe einen hohen Status. Auch in Deutschland setzen wir uns für eine stärkere Berücksichtigung dieser Berufe ein. Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeitsleistung? Mit einem Bachelor-Abschluss in Sozialarbeit erwirtschaftet ein Berufsanfänger nach dem Lohnatlas der BA deutschlandweit durchschnittlich fast 3.100 EUR pro Monat und erhält damit gut 1000 EUR weniger als sein früherer Studienkollege aus dem Bereich des Maschinenbaus.

Berufe, in denen hauptsächlich weibliche Arbeitskräfte beschäftigt sind, werden mit rund acht EUR weniger Bruttostunden bezahlt. "â??Wir gehen davon aus, dass dies nicht auf die Berufe selbst zurÃ?ckzufÃ?hren ist. Wenn sich mehr Maenner fuer diese Berufe waehlen wuerden, koennte das Gesamtlohnniveau zwar ansteigen, aber fuer berufstaendige Maenner wuerde dies im Gegenzug nichts aendern", sagt Dr. Corinna Kleinert vom Leibnitz-Institut fuer Bildungskurse.

Das Lohngefälle zwischen Mann und Frau, das nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland derzeit durchschnittlich rund 21 Prozentpunkte beträgt, ist in den Sozialberufen jedoch deutlich geringer als in den MintBerufen - oder es existiert überhaupt nicht. "Die Gewerkschaftsverhandlungen in diesen Berufsgruppen finden in der Regel statt, während die technischen Löhne oft einzeln festgelegt werden und von Unternehmen zu Unternehmen und von Industrie zu Industrie sehr unterschiedlich sind", erklärt Dr. Corinna Kleinert.

Nach dem Vergütungsatlas zum Beispiel verdienen ein Ingenieur für Pharmazie durchschnittlich fast 3.400 EUR pro Kalendermonat, während ihr männlicher Mitarbeiter mehr als 5000 EUR erbringt. Auf der Liste steht ein Geo-Physiker mit ca. 3800 EUR, ein Ge-Physiker mit 4.400 EUR. Nicht nur unter Wissenschaftlern, auch unter Fachleuten mit beruflicher Ausbildung gibt es Unterschiede: Ein Chemielaborant erhält 3.200 EUR pro Tag, ein Laborassistent 3.900 EUR pro Jahr.

"Einen Teil des Unterschieds erklärt die Tatsache, dass es immer noch weniger wahrscheinlich ist, dass eine Frau in Führungspositionen arbeitet. Dazu kommt oft eine etwas geringere Berufspraxis, z.B. durch Familienpausen", sagt Ralf Beckmann. Dr. Ellen Walther-Klaus von der Organisation "Creating a MINT Future" stellt fest: "Gehälter spielen für die Frau bei der Wahl ihrer Karriere nicht die bedeutendste Bedeutung.

"Auf jeden Falle sollten sich die jungen Damen nicht von ihren MINT-Karrierezielen abschrecken lassen: "Wir benötigen clevere Mitarbeiterinnen, die neue Techniken in Gang setzen können. Die Tatsache, dass wir Damen dafür geschaffen sind, zeigt große Erfolge wie das Brauen von Bier oder Webstühlen. Es handelt sich um eine Erfindung von Frauen", sagt Dr. Ellen Walther-Klaus.

Dennoch waren im Jahr 2015 im MINT-Sektor nur 15 % der erwerbstätigen Männer mit einem Frauenanteil vertreten. Nach Angaben des Kölner Instituts der Wissenschaft waren 29,5 Prozentpunkte der Studienanfänger eines MINT-Studiums eine Frau. Ellen Walther-Klaus ist darüber erfreut. Doch sie alarmiert die MINT-Auszubildenden: Hier macht sie sich Gedanken über die fallenden Nummern. Dr. Ellen Walther-Klaus ergänzt: "Viele MINTER werden in den nÃ??chsten Jahren in den Ruhestand gehen.

"Auch der Sozialbereich setzt auf Jugendliche aus dem In- und Ausland. Nun ist es an der Zeit. Nach Einschätzung der BA wird der Bedarf an Fachkräften weiter steigen. Intelligente Techniken werden nichts verändern, unterstreicht Maja Schäfer von der diakonischen Deutschland: "Sie erleichtern die Arbeitsabläufe. "Auch im Bereich der Integration sehen sie spannende berufliche Perspektiven: "Menschen mit Behinderungen werden in Zukunft nicht mehr in Institutionen unterkommen.

Dazu benötigen wir eine Ambulanz, Sozialarbeit in der Nachbarschaft und vieles mehr".

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