Berufe im Museum

Die Berufe im Museum

Die Museologie umfasst daher mehr als nur das, was im Museum passiert. Die Seiten in der Kategorie "Beruf (Museen)". Masterstudenten - Mein Beruf - Berufsfelder - Berufsfeld Kunst, Kultur und Design; Berufe im Zusammenhang mit Museen, Restaurierung und Denkmalschutz.

Aus- und Fortbildung

Zahlreiche Jugendliche sind an einer Berufsausbildung interessiert, die sie für die Arbeit in einem Museum ausbildet. Heute gibt es neben den musealspezifischen Tätigkeiten viele Berufe, die außerhalb des Hauses aufgetaucht sind und sich als natürlicher Bestandteil des Museumsbetriebes durchgesetzt haben. Dass es sehr verschiedene Möglichkeiten gibt, das Museum zu betreten, zeigt die mit den Tätigkeitsbereichen verbundene Qualifikation.

Der Führer "Museumsberufe" wird derzeit revidiert und 2018 in einer neuen Ausgabe veröffentlicht. Mit dem Praktikum hat sich ein bewährtes Mittel zur Nachwuchsförderung von Museumswissenschaftlern nach dem Studienabschluss durchgesetzt. Mit dem Praktikum soll das an der Universität erworbene Wissen in die praktische Anwendung umgesetzt und gleichzeitig ein vertiefter Einblick in die Prozesse in einem Museum gewonnen werden.

In Deutschland haben sich diverse Fachrichtungen ausdrücklich auf die Museumstätigkeit konzentriert. Eine Vielzahl von Ausbildungsmöglichkeiten auf regionaler und überregionaler Ebene bietet Anregungen und praktische Qualifikationen für die Tätigkeit im Museum. Das Themenspektrum ist breit gefächert - von Ehrenamts- und Schuldrecht bis hin zu Museumsführungen. Neben den lokalen Museumsverbänden gibt es hier einige staatliche Träger, die neben den lokalen Museumsverbänden auch museal relevante Schulungen ausrichten.

Auch 2018 werden von der Alfred Krupp von Bolten und Halbach-Stiftung in Kooperation mit der Fotosammlung des Museums Volkskwang wieder zwei "Stipendien für die aktuelle deutschsprachige Fotografie" vergeben.

Museums-Berufe - Eine europaweite Entscheidung

Der Verband Deutscher Museumsbetriebe, das ICOM Deutschland und ICTOP haben im Jahr 2008 die Publikation "Museumsberufe - Eine europaweite Empfehlung" veröffentlicht. Der Stellenwert von Museum als Ort der Ausbildung und Verständigung hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Die Kunstmuseen richten mehr als in der Vergangenheit ihre Aufmerksamkeit auf die Besucher.

Die vorliegende Veröffentlichung beschreibt die Anforderungen an 20 museale Berufe, die nur Empfehlungen sind. Ziel der BroschÃ?re ist es, Impulse fÃ?r die Gestaltung und Fortentwicklung der musealen Stellenprofile und der dafÃ?r notwendigen Qualifizierung zu setzen. Sie kann beim Europäischen Museumsverband angefordert werden: Nachfolgend steht die Veröffentlichung zum Herunterladen bereit.

Arbeitsbereich "Museum" | Historie und Beschäftigung

Auf dem Fachgebiet der Museen konkurrieren die Geschichtswissenschaftler mit Absolventinnen und Absolventen der Fächer Technik, Völkerkunde und Archeologie, aber auch mit Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie mit Pädagoginnen und Erziehern, je nach Orientierung des Hauses. Dabei wird wissenschaftliche Arbeit mit dem praxisnahen Handling von Ausstellungsstücken und dem direkten Austausch mit der Museumsöffentlichkeit verbunden. Zusätzlich zu den traditionellen Aufgabenstellungen der Sammlungspflege und -indexierung sind Publikationen zu speziellen Themenbereichen begehrt.

Die Darstellung und Mediation der Ausstellungsstücke spielt eine immer wichtigere Aufgabe, zumal die zukünftige Museumsfinanzierung von ihrer Zustimmung durch breite Bevölkerungskreise abhängen wird. Dazu zählt auch die didaktisch und unterhaltsam gestaltete Vorbereitung der Messe durch Besichtigungen und Demonstrationen. Das professionelle Bild der Museumspädagogin hat sich in den vergangenen Jahren verfestigt, die dafür sorgen soll, dass die Ausstellungsstücke für Besucher jeden Alters und sozialen Hintergrunds leicht erreichbar sind.

Aber auch die große Bedeutung von Museumsbesuchen im deutschen Öffentlichkeitsleben (ca. 100 Mio. Menschen in ca. 5200 Instituten) ist gegenläufig. Die Kunst- und Kulturgeschichte der Kunst- und Kulturmuseen erfreut sich zunehmender Popularität, während die Kulturfinanzierung und die wirtschaftliche Situation der städtischen und staatlich geführten Kunst- und Kulturgüter stagnieren. Deshalb ist neben den gewachsenen Verwaltungsaufgaben auch das gelungene Vertrieb ein Teil der Aufgabe der Mitarbeitenden, wie z.B. zielgerichtetes Vertrieb, geschickte Pressearbeit und der Kontakt zu potenziellen Auftraggebern.

Interessierten Berufseinsteigern bietet die gespannte Situation erschwerte Rahmenbedingungen. Der Anteil der fest angestellten Mitarbeiter nimmt per se ab und die Berufspraxis ist nahezu immer eine Voraussetzung für die Einstellung. Zugleich steigen die Qualifikationserfordernisse in Deutschland, die Promotion ist oft erforderlich, oft schon für das Praktikum. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen Tätigkeiten wahr, die bisher von festen Mitarbeitern ausgeführt wurden, entwerfen Ausstellungs- konzepte, verfassen Ausstellungstexte für Kataloge, bewerten Archivalien, gestalten museale Bildungsprogramme, nehmen geführte Touren wahr oder sind für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit inne.

In Deutschland tendieren die Prognosen für den Arbeitsmarkt eher zu einem Abwärtstrend. Der Deutsche Museumsundund informiert über die Aus- und Fortbildung im Bereich der Museumsarbeit sowie über nationale und grenzüberschreitende Literaturverzeichnisse. Darüber hinaus hat der Museumsundund einen Ratgeber für Freiwilligenmuseen veröffentlicht. Besucherbetreuung orientation on new paths, Bielefeld 2004. Der Deutsche Museumsund e. V./ICOM Deutschland/ICTOP/Angelika Ruge (ed.): Museum Professions - a European Recommendation, Berlin 2008. Heyesen, Anke te: Theories of the Museum on the Introduction, Hamburg 2010.

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