Berufe die man nur mit Abitur machen kann

Tätigkeiten, die nur mit einem Abitur möglich sind.

Einige Ausbildungsberufe erfordern das Abitur. Doch die Ausbildungsberufe umfassen nicht nur den kaufmännischen Bereich. Der Weg ist nach dem Abitur keineswegs nur in Studienrichtung markiert. Auch wenn dies vielleicht nur vermutet wird, bessere Karten. Andernfalls könnte es sich lohnen, eine Ausbildung zu absolvieren und darauf aufbauend eine Karriere zu machen.

Verein für Erziehung und Wissen e.V.

Bis heute war in Deutschland keinesfalls klar, dass man nur durch ein naturwissenschaftliches Fachstudium eine attraktive Karriere verfolgen und ordentlich einnehmen kann. Man muss darauf achten, dass man eine bedauernswerte und seit vielen Jahren bestehende Werbung nicht mit der beruflichen Realität verwechselt. Ich sage, dass es einfach falsch ist, zu lernen, um etwas zu sein.

Im Gegensatz zu den meisten Staaten der Erde und insbesondere den USA haben wir interessante Pfade zu attraktiven Berufen mit guter Zukunftsperspektive - auch ohne Studien. Gibt es bei immer mehr Jugendlichen, die ihr Abitur machen und lernen, die Möglichkeit, dass Akademiker und Lehrberufe gleichwertig entwertet werden? Rümelin: Das ist mir ein Anliegen - die Hochschulen, an denen 70 Prozentpunkte aller Studenten eingeschrieben sind, sind forschungsorientiert, das bedeutet, dass sich die Dozenten durch überwiegend herausragende wissenschaftliche Leistungen auszeichnen.

Diese haben in der Regelfall keinen Zusammenhang mit der Berufstätigkeit und wenig oder gar keine praktische Erfahrung. Werden 60 % einer Kohorte - und das ist der Trend, den wir derzeit beobachten - und die meisten dieser Studien an wissenschaftlichen Einrichtungen durchgeführt, dann kann diese Orientierung nicht beibehalten werden. Sind dagegen aufgrund einer überhöhten Schülerzahl pro Jahrgangsstufe nur noch diejenigen für Lehrberufe verfügbar, die in ihrer Ausbildung gekämpft haben, so werden diese unweigerlich entwertet.

Denn nur wenn sich ein weites Feld von Talenten in der Berufsausbildung widerspiegelt, wird sie eine gute Zukunftsperspektive haben. Darüber hinaus gibt es keine ernstzunehmende Untersuchung, die auch nur annähernd einen Bedarf an Wissenschaftlern von 50 Prozentpunkten für die zukünftige Entwicklung voraussagt. Im Gegenteil, die drastischsten Engstellen gibt es bereits bei Auszubildenden und Absolventen, nicht bei Studenten und Wissenschaftler.

Soll der Zutritt zum Abitur bereits strenger geregelt werden? Die Propaganda-Maschine, nach der so viele wie möglich lernen sollten, muss zunächst aufhören. Mit enormer Verspätung hat sie inzwischen zu viele nicht für ein Universitätsstudium geeignete Personen dazu bewogen, ein Universitätsstudium aufzunehmen, wie die stark gestiegenen Studienabbrecherquoten trotz der Senkung der Qualifikationsvoraussetzungen infolge von Bologna aufzeigen.

Auch sollten wir uns nicht darüber beschweren, dass sich bis zu 20 Prozentpunkte derjenigen mit Hochschulreife gegen ein Hochschulstudium entschieden haben, und wir sollten diejenigen, die früh erkennen, dass ein Hochschulstudium für sie nicht in Frage kommt, zum Umstieg in die Berufsausbildung anregen. Das bedeutet aber auch, dass die Berufsausbildung, das duale Ausbildungssystem und die Vollzeitberufsschulen ihre Anziehungskraft auch für diejenigen mit Hochschulreife steigern sollen.

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