Berufe 2016

Professionen 2016

Die Stellenbeschreibung 2010 (KldB 2010) ist als hierarchische Klassifikation mit fünf numerisch kodierten Klassifizierungsstufen aufgebaut. Weltweite Rangliste: Vertrauliche Berufe | GfK Compact Aber nicht nur in den USA genießt die Feuerwehr auch heute noch einen hohen Ruf in der Stadt. Die Menschen in vielen Regionen der Welt haben großes Interesse an ihnen. Auch andere Hilfsberufe können sich auf ein gutes Bild mitnehmen. Die Feuerwehr und die medizinischen Berufe wie z.

B. Rettungssanitäter, Mediziner und Krankenschwestern erreichten in nahezu allen befragten Staaten Spitzenwerte.

Aus 27 Nationen wurden Menschen befragt, wie sehr sie 32 bestimmten Arbeitsgruppen beimessen. Zur Vergleichbarkeit der Resultate der einzelnen Staaten wurden die mittleren Konfidenzwerte pro Staat, sowohl international als auch für Europa, nach der entsprechenden Bevölkerungszahl gewogen errechnet. Ausgenommen Kenia und Nigeria, wo die Feuerwehr aufgrund fehlender Ausstattung und fehlender Infrastuktur oft nicht viel tun kann, schenken ihnen immerhin 80 Prozentpunkte der Menschen auf der ganzen Welt ein großes oder sehr großes Maß an gegenseitigem Respekt.

Die Zahlen übersteigen in vielen Staaten gar 90-prozentig. Aber auch andere Hilfsberufe sind im Interesse der Menschen weit voraus: In Großbritannien, Japan und der Schweiz geniessen Rettungssanitäter das grösste Vertauen, Mediziner im Iran und in Südafrika und in Südkorea sind die Menschen hauptsächlich auf Krankenschwestern angewiesen.

Auch in drei Staaten - Indien, Indonesien und der Türkei - genießt die Lehrerschaft höchstes Selbstbewusstsein. Zwischen 85 und 95 Prozentpunkte der dort lebenden Menschen schenken ihnen ihr Selbstbewusstsein. Obwohl die Ölförderung der bedeutendste Wirtschaftssektor Nigerias ist, sind über 60 Prozentpunkte der Nigrer in der Agrarwirtschaft tätig. Es gibt weniger Übereinstimmung zwischen den Einzelstaaten über das allgemeine Wohlwollen als über die Auswahl besonders zuverlässiger Berufsbilder:

Der Mittelwert für alle befragten Arbeitsgruppen liegt zwischen 55 und 82 Prozentpunkten. Am zuversichtlichsten ist das Vertrauen in Indien und Indonesien mit einem Ergebnis von rund 80-prozentig. Nigeria, Japan, Argentinien und Brasilien hingegen stehen am unteren Ende der Liga: Mit einem Gesamtvertrauen zwischen 55 und 56 Prozentpunkten sind sie am Ende der Tabelle nahezu auf dem gleichen Niveau.

Das mittlere Selbstbewusstsein in Deutschland liegt mit einem Wert von 65 Prozentpunkten im Mittel. Wie wir jemandem trauen oder nicht, ist in erster Linie abhängig von den gesammelten Erfahrungswerten und Impressionen. Die Gegenüberstellung von Europa und der Weltöffentlichkeit verdeutlicht, dass die Wirtschaftskrise in den Augen der europäischen Bürger nachhaltig gewirkt hat.

Bankiers zum Beispiel haben einen Weltdurchschnitt von 67 Prozentpunkten und befinden sich damit in der Mitte des Feldes. Allerdings trauen in Europa nur 42 Prozentpunkte der Teilnehmer einem Finanzdienstleister - das ist nur für einen der letzten Plaetze ausreichend. Auch finanziell ist der Unterschied zwischen Europa und dem Rest die größte.

Doch auch die Bürger Europas sind zögerlicher als der globale Durchschnittswert, sich mit anderen Fachgruppen auseinanderzusetzen. Journalistinnen und Journalisten, Werbeexperten, aber auch Versicherungsrepräsentanten und Unternehmerinnen und -experten innerhalb der EU-Länder schneidet wesentlich besser ab - der Unterschied zum weltweiten Vertrauen in diese Berufe beträgt zwischen 17 und 22%-Punkten. Aber nicht per se sind die Bürgerinnen und Bürger Europas zweifelhafter.

Manche Berufe werden von ihnen mehr geschätzt als von anderen Teilnehmern auf anderen Konti. Die Differenzen zwischen ihnen und der Polizeidienststelle sind am deutlichsten: 71 Prozentpunkte der europäischen Bevölkerung trauen der Polizeitruppe, der globale Durchschnittswert beträgt 63 Prozentpunkte. Alle anderen Berufe, die es unter die Top 10 der Welt geschafft haben, sind auch in der europäischen Rangliste führend, wenn auch in einer etwas anderen Rangfolge.

Überall stehen die politischen Akteure auf dem letzen Platz: Im Schnitt trauen ihnen 30 Prozentpunkte der Weltbevölkerung, in Europa sind es 19 Prozentpunkte, was wesentlich niedriger ist. Aber was ist mit dem Bild der einzelnen Arbeitsgruppen in Deutschland? Wer sind die Menschen in Deutschland am meisten und wer hat im internationalen Verhältnis schlechteste Ausweise?

Alle, die für Recht, Ordnung und Geborgenheit Sorge tragen, haben in der BRD überdurchschnittliche Vertrauenswerte: Anwälte, Juristen und Polizeibeamte erreichen deutlich höhere Werte als ihre Kolleginnen und Kollegen in Europa oder der ganzen Welt. Ebenfalls sehr zuversichtlich sind die Interviewpartner gegenüber Autofahrern des öffentlichen Verkehrs, die jeden Tag mehrere tausend Menschen sicher an ihr Reiseziel befördern müssen.

Fast 96 Prozentpunkte der Bundesbürger schenken ihnen ihr Glück - und geben den Einsatzkräften damit einen Rang auf Augenhöhe mit den Feuerwehrleuten. Der so genannte dritte Bereich generiert nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums rund 70 Pro- zent des Bruttoinlandsproduktes und stellt drei vier-tel der Jobs (Quelle: bmwi.deb oder statista.com). Im Bereich des Vertrauens haben jedoch bestimmte Fachgruppen noch Aufholbedarf.

Die deutschen Bürger sind gegenüber Fachhändlern, Werbeexperten und Versicherungsagenten eher kritisch eingestellt als alle anderen. Im weltweiten Wettbewerb kritisieren Journalistinnen und Journalistinnen, Moderatoren und Schauspielerinnen und Schauspieler die deutschen Bürgerinnen und Bürger viel mehr als andere Länder. Auch wenn viele Deutschen ein oder zwei Fußballspiele im Fernseher oder im Fußballstadion erleben, haben sie viel weniger Zuversicht in die Profispieler auf dem Spielfeld als sonst.

Die Zuversicht in den Finanzsektor ist auch in Deutschland härter getroffen worden als in anderen Ländern der Welt. Obwohl die deutschen Bürger die Bankiers für genauso vertrauensvoll erachten wie ihre eigenen Nachbarländer, befindet sich die BRD im weltweiten Maßstab weit unter dem allgemeinen Vertrauensgrad. Aber auch in der Dienstleistungsbranche gibt es eine erfreuliche Ausnahme: IT-Spezialisten in Deutschland können sich über besonders gute Stimmungswerte freuen: 59 Prozente schätzten die Fachleute für Rechner und Computersoftware; das sind 14 Prozentpunkte zulegen. Das sind 9 Testpunkte mehr als in Europa und 9 Testpunkte mehr als im Weltdurchschnitt.

Aber wie können wir das gegenseitige Interesse erringen? Es gibt kein simples Erfolgskonzept - denn jeder Berufsstand birgt andere Anforderungen.

Mehr zum Thema