Beruf Friseur

Tätigkeit Friseurin

für ihren Beruf als Friseurin bei DM als unerlässlich. Der Friseur ist für ihn der größte Beruf der Welt. Kranke bei der Arbeit: Friseurhandwerk ist ein Gefahrenberuf. Wäschewaschen, meißeln, ablegen - das ist nicht alles, was die Menschen von einem Friseur verlangen. Friseurinnen sollten auch Typ-Berater, Seelenbetreuer und Talkshow-Moderator sein.

Ein Forschungsvorhaben zur körperlichen Beanspruchung im Friseurhandwerk belegt nun, wie sehr ihre gesundheitliche Situation beeinträchtigt ist, oft bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Drei Jahre lang und nach wie vor populär ist die Berufsausbildung zum Gesellenfriseur: Auf der Rangliste der am meisten ausgewählten Lehrberufe belegt der Friseur den elften Platz.

Mehr als 125.000 Friseurinnen und Friseurinnen sind in Deutschland beschäftigt, 93% davon sind selbstständig. Häufig können sie ihren Dienst für den Rest ihres Lebens nicht mehr verrichten. Die häufigsten gesundheitlichen Gründe, warum Friseurinnen und Friseurinnen ihre Arbeit vorzeitig beenden, sind Allergie und Hautprobleme. Konstanter Umgang mit wässrigem, feuchtem Haarkleid und Chemikalien während des Bleichens oder Färbens belasten die Hautstelle.

Auf der Beschwerdeliste, die dazu führt, dass Friseure nicht mehr arbeitsfähig sind, stehen unter anderem Erkrankungen des Bewegungsapparats. Dies berichteten by Dania Kitzig und Sonja Freitags from the Jobsgenossenschaft für Gesundheitdienst und Wohlfahrtspflege in Hamburg together with occupational physician Prof. Albert Nienhaus from the University Hospital Hamburg-Eppendorf in the "Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Worksschutz und Ergonomie" (1/2015). Gemeinsam mit ihnen wird in einem vielschichtigen Forschungsvorhaben die Ursache von Muskel-Skelett-Erkrankungen bei Frisören untersucht und Massnahmen für deren Empfängnisverhütung entwickelt.

Die drei Forscher unterstreichen, dass nicht nur die langen Standzeiten den Beruf des Friseurs so schwierig machen: Die einseitige Haltung beim Trennen und Wäschewaschen belastet Schultern, Rückseite und Puls. Daher ist das Verlustrisiko für den Friseur wegen einer Sehnenscheidenerkrankung am Gelenk oder wegen eines Tennisarmes signifikant höher.

Friseurinnen und Kosmetikerinnen sagen mit 47,3 Prozentpunkten, dass sie in den vergangenen sieben Tagen viel öfter an Rückenbeschwerden litten. In anderen Berufsgruppen wie Kaufleuten, Gebäudereinigern, Technikern oder Managern wird dies mit 34,4 Prozentpunkten viel weniger beklagt. In der ersten Phase ihres Verbundprojekts werteten die Forscher die Daten von mehr als 50000 Frisören aus, die 2011 bei drei großen Krankenversicherungen abgesichert waren.

Krankheiten des Bewegungsapparates waren mit einem Umsatzanteil von 16 bis 21,2 Prozentpunkten die Hauptursache für Krankheitsfälle bei den Frisören aller drei Krankenversicherungen. Mit steigendem Lebensalter nahm diese Anzahl von Krankheitstagen zu und machte bereits 23 bis 29,3 Prozentpunkte der Krankentage von Frisören ab 40 Jahren aus. Fünf Friseure in Hamburg haben sie bei ihrer alltäglichen Tätigkeit beobachtet.

Es wurde eine ganze Schicht mit der Video-Kamera gedreht, um die einzelnen Aktivitäten zu beschreiben und Haltungen und Bewegungsabläufe aufzuzeichnen. "Die Friseure haben wir in fünf unterschiedlichen Frisiersalons beobachtet, die alle mit Höhenverstellbarkeit der Stühle ausgerüstet waren", erzählt die AR. Nahezu zwei Dritteln der Kundschaft waren weiblich und die Hauptaktivitäten waren das Zuschneiden, Einfärben, Fönen, Trocknen und Haaren.

"Mit einer Dauer von 12,6 min nahm das Friseurhandwerk den mit weitem größten Teil der Zeit in der Schichtarbeit der Friseure in Anspruch. Bei allen fünf Friseuren waren die Einzelbewegungen fast gleich. Durch Zuschneiden, Anfärben und Fönen werden strapazierfähige Haltungen und Bewegungsmuster in den Schulter-, Arm-, Hand- und Rückenbereichen erzeugt.

Oft müssen Friseursalons ihre oberen Arme zur Seite heben und in dieser Situation längere Zeit einhalten. Bei allen Friseuren war auch ein laterales Heben über Schulterhöhe zu beobachten. "Wenn solche Armstellungen und Bewegungsabläufe über einen langen Zeitabschnitt hinweg immer wieder durchgeführt werden, kann eine Überlastung des Schultergelenkes zu körperlichen und körperlichen Änderungen in der Gelenksführung führen", sagen Dania Kitzig und ihre Vorgesetzten.

Ein weiterer Fehlstellung ist der so genannte Rollkragen, den die Forscher beim Wäschewaschen und Trennen beobachtet haben. Häufig müssen Coiffeure beim Wäschewaschen und Zuschneiden ihren oberen Körper kräftig nach vorn ausrichten. Von den fünf Friseuren verwendeten vier gelegentlich einen Rollenhocker beim Haarschneiden. Darüber hinaus heben die Coiffeure ihre Hände beim Arbeiten im sitzenden Zustand noch mehr an.

Nüchtern ist das Vorfazit der Wissenschaftler: Obwohl der Beruf des Friseurs von jungen Menschen dominiert wird, werden sie besonders oft durch Beschwerden in Hand, Arm und Rücken krank. "Es ist aus unserer Perspektive unerlässlich, die Mitarbeiter in der Coiffeurbranche für stressige Haltungen und Körperbewegungen zu begeistern und Präventivmaßnahmen zu erarbeiten, die einen alternativen Bewegungsablauf ermöglichen", sagen Dania Kitzig und ihre Kollege.

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