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Gebäudeexperte: So findet der Bauherr den passenden Experten

Das neue Wohnhaus ist erst ein Halbjahr jung und es entsteht bereits ein Spalt an der Wohnwand, im Weinkeller bilden sich Schimmelpilze und der Gips an der Außenfassade bröckelt: Immobilienschäden gehören zum täglichen Leben in Deutschland. Bei solchen Problemstellungen geht es darum, was die Ursache ist, wie groß der Schadensumfang ist, wer dafür zuständig ist - und wer mitarbeitet.

Auf den ersten Blick erscheint die Lösung banal: ein Gebäudeexperte. Eine ahnungslose Person beurteilt den Schaden falsch, kann ihn nicht erkennen und macht ihn nur noch verschlimmer. Also, wie findet man einen Gebäudeexperten, der wirklich kompetent ist? Die Hilfesuchenden sollten sich prinzipiell zunächst von einem staatlich beauftragten und beeidigten Gebäudeexperten beraten lassen.

Sie werden von den Industrie- und Handelskammern, Ingenieurbüros und Architekten ausgebildet und prüfen dann in einem Dreistufentest das Gelernte: eine Vorprüfung, eine schriftliche Prüfung von bis zu einem Tag und eine mündliche Prüfung von einer Stunde - was die Bewerber enorm fordert. Ein praktisches Hindernis können nur staatlich bestellte Sachverständige haben:

In manchen Fällen kann es mehrere Wochen in Anspruch nehmen, bis einer von ihnen Zeit gefunden hat, einen Sachschaden zu untersuchen. So hat die Hessische Architekturkammer derzeit nur 16 Baufachleute in ihrem Verzeichnis - mit mehr als 10000 Einträgen. Auch in diesem Falle können die Hilfesuchenden auf einen normalen Baumeister oder Tiefbauingenieur zurÃ??ckgreifen, weil sie rascher einen GesprÃ?chstermin einrÃ?

"Obwohl sie in der Regel nicht über das Detailwissen öffentlicher Sachverständiger verfügt, können sie dennoch die meisten Schadensfälle erkennen", sagt der Bauphysiker aus Aachen mit Blick auf den Standort Deutschland. Dennoch ist die Gefahr gegeben, dass Bauherren und Ingenieure aufgrund mangelnder Schulung die Problematik nicht oder nicht richtig aufgreifen. "Es ist lohnender, durchzuhalten, je höher der Schadensumfang ist.

"Immobilieneigentümer, die ihr Eigenheim von einem Unternehmen komplett fertig stellen ließen, dürfen nicht den Irrtum begehen, den Architekt oder Ingenieure des betreffenden Betriebs um Rat nachzufragen. "Sie ist voreingenommen, weil das Unternehmen sie zahlt, und sie wird ihrem Kunden wahrscheinlich keine Schwierigkeiten bereiten", ermahnt Eva Reinhold-Postina vom Privatkundenverband.

Es ist sinnvoller, sich an einen eigenen selbständigen Architekt oder Ingenieure zu wenden. Zum einen empfehlen die Gutachter - ungeachtet der Wartezeiten - die Hinzuziehung eines öffentlichen Sachverständigen: "Öffentlich bestellte Gutachter sind dazu in der Position, weil wir sie speziell dafür ausbilden", sagt Joachim Exler, Mitglied des Vorstands der Hessischen Kammer der Architekten und Stadtplaner.

Normale Ingenieurbüros und Baumeister hingegen können an mangelndem Wissen versagen - und den Betroffenen Mehrkosten entstehen, wenn ein Richter das Gutachten des ersten Sachverständigen zurückweist und das Gutachten eines zweiten Sachverständigen einholt. Im Prinzip empfehlen die Fachleute jedoch, eine Klage mit dem Baufirma zu meiden und sich mit dem Unternehmen zu einigen - und als Geschädigte nicht darauf zu drängen, seinen Maximalanspruch zu durchsetzen.

Zudem müssen "Richter nicht zwangsläufig im Interesse der Hausbesitzer entscheiden", sagt Eva Reinhold-Postina vom Verein der privaten Bauträger. Auf der Website des landesweiten Expertenverzeichnisses der Industrie- und Handelskammern können Gebäudeeigentümer einen öffentlichen Sachverständigen in ihrer Nähe nachlesen. "Hierfür sollte man zunächst einen Sachverständigen für Gebäudeschäden suchen", sagt Exler, Vorstandsmitglied der Architektenkammer.

Besser ist es, mit diesem Allgemeinmediziner zu starten, denn sein breites Wissen erlaubt es ihm, die Ursachen zu erkennen und nicht einen Fachmann, der zum Beispiel nur Lacke, Anstriche und Putze kennt. Nur wenn der Allgemeinmediziner die Schadensursache nicht findet oder dem Kunden vorschlägt, den Fachmann zu konsultieren, sollten die Betroffenen einen Experten mit einer ganz spezifischen Fachausbildung aufsuchen.

Zu diesem Zweck bildet die Kammer eigene Sachverständige aus, zum einen die Gutachter für die Schätzung von bebauten Wohnungseigentum und zum anderen die Gutachter für Architekten- und Ingenieurtarife.

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