Bankkaufmann

Bankmitarbeiter

Starten Sie eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Banker in der Krisensituation - Der Finanzplatz im Nachwuchskampf Die Ausbildung zum Bankkaufmann wurde einmal als die Dame der Lehrberufe angesehen. Erfolgreiche Hochschulabsolventen bis hin zu den Führungsetagen der großen Kreditinstitute und Unternehmen konnten alle Tore öffnen. Während in der Vergangenheit bis zu 500 Anträge auf ein Stellenangebot gestellt wurden, sind es heute nur noch 50: Die Kreditinstitute, vor allem kleine Skandinaviens und Genossenschaften, haben Schwierigkeiten, ihre Stellenangebote überhaupt mit passenden Bewerbern zu füllen - die Ursachen für diese Entwicklung sind vielschichtig.

Erstens: Eine Bankausbildung hat einfach nicht mehr die gleichen Perspektiven wie in den Vortagen. Deshalb verlässt auch der Nachwuchs, der sich zunächst für eine Berufsausbildung entscheidet, das Werk vielfach später für die HS. Die Zeiten, in denen die Berufsausbildung zum Bankkaufmann einen gewissen Ruf in der Gesellschaft verspricht, sind Vergangenheit.

Ein deutlicher Rückgang ist bei den Mitarbeitern von Privat-, Spar- und Volksbanken zu verzeichnen. Während in Spitzenzeiten nahezu 800.000 Menschen gearbeitet haben, sind es heute rund 625.000. Viele private Kreditinstitute haben ihr Geschäftsstellennetz stark verkleinert und auch bei den Spar- und Volksbanken hört die Konzentrationswelle nicht auf. Diese Entwicklung wurde und wird durch das niedrige Zinsumfeld, die steigenden regulatorischen Auflagen, aber auch durch das Unternehmen FINTECH getragen, das die etablierten Institute aufgrund neuer Techniken und Geschäftschancen dazu zwingt, aus ihrer Komfortzone auszusteigen.

Das Ergebnis für den Finanzsektor ist niederschmetternd: Immer weniger Jugendliche wählen eine Banklehre oder gehen nach ihrer Berufsausbildung aus den Institutionen. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach jungen Menschen mit einer Affinität zur Technik in den vergangenen Jahren stetig angestiegen und wird auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Sicher ist, dass die Zukunftsperspektiven der Kreditinstitute weitgehend von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von morgen mitbestimmt werden.

Um die Nachwuchsgeneration A für sich zu begeistern, müssen die Kreditinstitute daher zunächst in der lage sein, potenziellen Nachwuchskräften einen langfristigen Horizont zu eröffnen. Für Kreditinstitute können an dieser Position vertraglich festgelegte verbindliche Mechanismen in Gestalt von Einsteiger- oder Förderprogrammen interessant sein, bei denen sich Kreditinstitute und Arbeitnehmer über den klass. dienstvertrag hinaus miteinander verbunden fühlen.

So hat sich zum Beispiel das doppelte Studiensystem in Deutschland bereits als Einstiegsprogramm etabliert - die Verbindung von technischem und praktischem Wissenstransfer wird von Nachwuchskräften und Kreditinstituten als gleichwertig wertschöpfend wahrgenommen. Dieser Gedanke ging zu Ende: Auch nach Abschluss der Einsteigerprogramme müssen die Kreditinstitute ihren jüngeren Beschäftigten vergleichbare Entwicklungschancen einräumen.

Im Idealfall sollten die Kreditinstitute in der Lage sein, ihre Mitarbeitenden bei ihrer individuellen Weiterentwicklung tatkräftig zu unterstützen. Aus diesem Grund sollten die Finanzinstitute die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass ihr Führungsnachwuchs selbständig, gestalterisch und thematisch vorgehen kann. Institutionelle Entwicklungsmaßnahmen mit klar umrissenen Zielsetzungen sind in diesem Kontext eine der effektivsten Möglichkeiten, um die Beschäftigten zu begeistern, zu befördern und damit nachhaltig zu halten.

Zusätzlich zu den Aktivitäten, die ein Arbeitnehmer gemäß seiner Tätigkeitsbeschreibung ausführt, legt die BayernLB einen bestimmten Zeitrahmen fest. In diesem Zusammenhang kann sich der Arbeitnehmer beliebig weiterentwickeln, Inhalte erarbeiten oder Vorhaben vortreiben. Will ein Sachbearbeiter z.B. nach einem spannenden Topic Ausschau halten, kann er es entweder allein tun oder nach gleich gesinnten Menschen in der Firma nachfragen.

Weil die Mitarbeitenden nach eigenem Ermessen mitmachen können, werden jene Bereiche, die für viele Menschen ein bestimmtes Mass an Sichtbarkeit verspricht, größer und dynamischer. Inwieweit sich die Methodik eines Software-Entwicklers jedoch von der West Coast auf die klassischen dt. Kreditinstitute transferieren lässt, ist bisher noch nicht belegt. Herkömmliche Methoden zur Gewinnung und Bindung potenzieller Nachwuchskräfte stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen.

Jetzt ist es an der Zeit, Neuland zu erschließen und die Attraktivität der Bank als Unternehmer wieder zu steigern.

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