Ballettmeister

Ballmeistern

Der Ballettmeister ist für die Qualität der Tänzer und Choreographien verantwortlich. Weitere Informationen zu diesem Job finden Sie in der Ballett-Enzyklopädie! Der erste Ballettmeister und Assistent, studierte an der staatlichen Ballettschule seiner Heimatstadt Danzig. Als Ballettmeister sind Jaione Zabala und Bernd Burgmaier wichtige Begleiter im Trainings- und Probenprozess.

mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Der Ballettmeister ( "Maître de ballet", span. Maestro de ballet), früher auch Ballettmeister, ist ein Angestellter des Theaters oder einer Ballettgruppe, der für die Fähigkeiten der Tänzer in der Compagnie und die Güte der Tanzaufführung (Choreografien) zuständig ist. Die Ballettmeister bilden in der Regel jeden Tag Ballettunterricht aus und machen sie fit für die aktuellen oder kommenden Aufführungen.

Die Tanzmeisterin ist eigentlich Tanzlehrerin und war seit der Moderne, als der Unterricht eine große Rolle für die Ausbildung der Adeligen spielte, eine Form des Verhaltenslehrers für Kinder und Jugendliche, wie der Gerichtsmeister. Da die Zeremonie von Hof und Hof bis etwa 1700 kaum zu unterscheiden war, waren die Tänzer für die Gestaltung der Gesellschaftsanlässe oder der Kontrasttänze am Fußball ebenso verantwortlich wie für die Bühnentänze, die noch weitgehend in Oper und Theater integriert waren.

Bis ins zwanzigste Jahr hinein dauert diese doppelte Funktion des Meisterballetts als Tanzlehrerin des Hochadels und als Choreographin am Schauspiel, zum Beispiel in Gestalt von Carl Godlewski an der Hofoper Wien. Für die Komposition der Werke waren die Tänzer bis Ende des achtzehnten Jh. zuständig und oft auch die Tänzer der Tänzermusik selbst.

Viele Wandertanzmeister waren als Berater adeliger und wohlhabender Bürgerfamilien gefragt und waren für die Vermittlung der neusten gesellschaftlichen Tänze und Fashionen sowie für die Schaffung eines Ballettrepertoires ab dem VIII. Jh. zuständig. Die Tanzlehrerinnen und -lehrer verfassten auch Abhandlungen und andere Tanzanleitungen, die sich gut verkauften.

Jean Dauberval und Filippo Taglioni waren auch wandernde Tänzer. Die Tanzmeisterin als Arrangeurin bestimmter Tanzstufen wurde damals zu einer Choreographin mit größerer künstlerischer Darbietung. Für die wandernden Tanz- und Ballettmeister war diese Grenze jedoch nicht immer durchsichtig. Auf den Reisebühnen gab es auch Tanzmaster für die Gestaltung der Tanzdarbietungen und Tableaus lebend.

Noch immer gab es keine klare Trennung zwischen Akteuren, Gesangssolisten und Musikern und damit nur wenigen spezialisierten Balletttruppen. Die Professionalität des Ballettanzes fand erst im neunzehnten Jh. statt. So konnte der Tanzmaster schließlich zum "Ballettmeister" werden und sich von einem Sozialdezernat zu einem Art Director entwickeln, der sich kaum mit Amateuren oder nicht sehr tanzbegabten Akteuren und Interpreten auseinandersetzen musste.

Der Erste Ballettmeister wird seit Ende des neunzehnten Jahrhundert auch als Hauptchoreograph und damit als eine Form des künstlerischen Leiters betrachtet. Ab 1900 wurde der Terminus Zweiter Ballettmeister verwendet, um den Pfarrer oder Führer einer Truppe zu sein. Ein Ballettmeister hat noch immer die Rolle des Tanmeisters, so dass heute unabhängige Ballettgruppen oft einen Regisseur haben.

Der Ballettmeister am Haus ist heute oft einem Ballettleiter unterstellt. Die Ballettmeister benötigen viel Berufserfahrung als Sänger. In größeren Häusern arbeiten oft mehrere Ballettmeister. Gettfried Taubert (1670-1749): Tanzmaster in Danzig und Leipzig. 1717 veröffentlichte er die autoritative Abhandlung über den Rechtschaffenen Tanzmeister[1], die die erste deutsche Version der Feuillet-Schreibweise sowie mehrere Tanze von Raoul-Auger Feuillet und Louis Pécour beinhaltet.

Jeanne Dauberval (1742-1806): Französisch Ballettmeister. Heutzutage wird er als Begründer des Comic-Balletts angesehen. Philipp Taglioni (1777-1871): ab 1803 Ballettmeister in Stockholm. Jeanne Coralli (1779-1854): Ballettmeister an der Opéra de Paris. Bournonville August (1805-1879): Von 1828 bis 1879 Ballettmeister des Königlichen Dänischen Bundesballetts und bis heute produktivster Choreograph in Dänemark. Der Ballettmeister des Kirov-Balletts in Sankt Petersburg war von 1850 bis 1859 Jules Perrot (1810-1892).

Der Ballettmeister des Kaiserlichen Teatro Imperiale in St. Petersburg und Moskau war nach Arthur Saint-Léon. Artus Saint-Léon (1821-1870): Der französische Ballettmeister und spätere Schüler von Jules Perrot am Kirow Ballett von 1859 bis 1869. Nico Cecchetti (1850-1928): Italienisch Ballettmeister mit dem Ballets Russes des Ensembles. Der deutsch-österreichische Ballettmeister und Choreograph Carl Godlewski (1862-1949) an der Oder.

Die russisch-deutsche Ballettänzerin, Choreographin und Meisterin an der Bayerischen Staatskapelle Berlin, dem Teatro Colón in Buenos Aires, der Dt. Opernhaus Berlin und der Havel. Friedrich Ashton (1904-1988): 1963 Ballettmeister, Choreograph und Direktor des Royal Ballet. Georg Balanchine (1904-1983): Ballettmeister und Direktor am New York City Ballet von 1949 bis 1982.

Kenneth MacMillan (1929-1992): ab 1970 Ballettmeister, Choreograph und Direktor am Royal Ballet. Rudolph Chametovich Nureyev (1938-1993): von 1983 bis 1992 Ballettmeister am Ballet de l'Opéra de Paris. Antony Dowell (* 1943): ab 1980 Ballettmeister, Choreograph und Direktor des Royal Ballet. Rechtschaffene Tanzmeisterin, oder ausführliche Erläuterung der französischen Tanzkunst, die aus drei Bänden besteht...., Leipzig, Friedrich Lanckischens Erbe, 1717, 1176-54 ff.

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