Bab Zweitausbildung

Sekundarschulabschluss Bab

Eine schulische Ausbildung und ein duales Studium werden nicht unterstützt, ebenso wenig wie ein Sekundarschulabschluss, der in der Regel nicht mit BAB unterstützt wird. Für wen gilt die Berufsbildungsbeihilfe (BAB)? Auszubildende können in diesen Faellen unter gewissen Bedingungen von der Bundesagentur fuer Arbeit eine Berufsbildungsbeihilfe (BAB) erhalten. In § 56 SGB III sind die Grundvoraussetzungen für die Bewilligung dieser Zuwendung festgelegt. Auszubildende haben für die Zeit ihrer Ausbildung ein Anrecht auf ein Ausbildungsgeld, wenn ihre Ausbildung nach dem Gesetz förderfähig ist, wenn sie zur Gruppe der förderfähigen Personen zählen, wenn die anderen Fördervoraussetzungen gegeben sind und wenn kein weiteres Einkommen zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten vorhanden ist.

In die Ausbildung einbezogen sind auch Ausbildungsgänge, die im Zuge eines Doppelstudiums abgeschlossen wurden. Die erste berufliche Ausbildung wird in der Regelfall geförder. In manchen Fällen ist auch die Sekundarschulbildung möglich. Es ist zu beachten, dass die schulische Grundausbildung oder das schulische Erststudium auch eine Grundausbildung ist.

Bei vorzeitiger Beendigung eines geförderten Ausbildungsverhältnisses kann eine Weiterbildung nur dann bezuschusst werden, wenn ein berechtigter Kündigungsgrund vorliegt, 57 Abs. 3 SGB III. Dazu gehört z.B. die fehlende geistige, psychologische oder physische Befähigung der Betreffenden für die Ausbildung oder Ausübung des Berufs.

Die ganz oder zum Teil im Inland stattfindende berufliche Ausbildung kann unter gewissen Bedingungen auch subventioniert werden, 58 SGB II. Die Berufsbildungsförderung gilt nur für Praktikanten, die nach 59 SGB II zur Gruppe der Berechtigten zurechnen. Das heißt, dass der Praktikant außerhalb des Haushalts der Erziehungsberechtigten oder eines Erziehungsberechtigten leben muss und das Ausbildungszentrum nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums von zu Hause aus erreichbar ist.

Ausgenommen von dieser Regel sind die Praktikanten, die aus gravierenden gesellschaftlichen Erwägungen nicht in das Haus ihrer Eltern überwiesen werden können. Selbst für Praktikanten ab 18 Jahren, die außerhalb des Elternhauses wohnen oder geheiratet haben oder mit einem Kleinkind wohnen, ist es nicht ausschlaggebend, dass das Ausbildungszentrum nicht innerhalb einer angemessenen Zeit erreichbar ist, 60 Abs. 2 SGB III. Die Bemessungsgrundlage für die Berufsausbildungszulage richtet sich nach den Bedürfnissen der Praktikanten, 61-65 SGB III, und dem anrechenbaren Erwerbseinkommen, 67 SGB III.

Können die Monatskosten trotz des bewilligten Ausbildungszuschusses nicht übernommen werden, kann auch ein Zuschuß für die nicht gedeckten Wohnkosten bei der verantwortlichen Arbeitsstätte/Kommunaleinrichtung beantragt werden (§ 27 SGB II).

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