Auszubildende 2017

Azubis 2017

Ab 2017 Auszubildende in der IT-Branche. Trainee Recruiting Trends 2017 Studie: Es ist noch etwas los! Dabei wird die übliche doppelte Perspektive gewählt: potenzielle Auszubildende (Auszubildende oder Bewerber) auf der einen und Ausbilder. Das Neue ist, dass auch in diesem Jahr die Erziehungsberechtigten zu Wort kommen. Bekanntlich haben viele Betriebe heute große Schwierigkeiten bei der Besetzung ihrer freien Stellen.

Angesichts des zunehmenden Mangels an qualifizierten Arbeitskräften sind viele Betriebe verzweifelt auf der Suche nach jungen Talenten.

Über 60% der interviewten Auszubildenden und Bewerber hatten mehr als ein Ausbildungsplatzangebot - so konnten sie wählen, welcher Betrieb den Auftrag letztendlich erhalten würde. Dennoch hat es den Anschein, als sei dies von den Firmen noch nicht vollständig akzeptiert worden. Die Möglichkeiten, wie ein Betrieb potentielle Auszubildende abschrecken kann, sind vielfältig.

Während 61,4% der Verantwortlichen sagen, dass "nicht alle" Voraussetzungen zu erfüllen sind und 26,5% auch wenn die Voraussetzungen nur "zum größten Teil" gegeben sind, nimmt die Lehrlingsbewerber die Erfüllung an.

Rund 19% gelten nur, wenn sie alle Voraussetzungen erfuellen, weitere etwa 30% nur, wenn sie die klare Mehrheit der Voraussetzungen erfüllten. Aber da dies nicht kommuniziert wird, stürzen viele potentielle Bewerber durch die Ritzen. Neben dem Trainee-Recruiting ist die Unternehmenskommunikation mit den Bewerbern in dieser Zeit der entscheidende Erfolgsfaktor für die Etablierung eines Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses.

Dabei kann neben einer "guten Atmosphäre" und einem "sympathischen Gespräch" beispielsweise die Reaktionsgeschwindigkeit der Firmen der Schlüsselfaktor sein. Dabei sind Unterschiede zwischen den Informationen der Ausbildungsleiter und denen der Auszubildenden zu erkennen. 45,4% der Bewerber erklärten, dass sie überhaupt keine Ablehnung bekommen hätten - was verwunderlich ist, da nur 0,3 der Ausbildungsbeauftragten zugaben, keine Ablehnung zu senden.

Auch die Jugendlichen wollen mehr echte Anlaufstellen. Allerdings ist die diesbezügliche Faszination der Betriebe begrenzt: Nur 50,8% der Betriebe stellen Praktikumsplätze zur Verfügung und nur 30,8% offerieren Probearbeit. Dies zeigt sich nicht verwunderlich in den (Vor-)Urteilen der Ausbildungsverantwortlichen: 46% von ihnen haben sich für negative Konnotationen wie "anspruchsvoll" oder "unentschieden" entschieden, um die nächste Generationsstufe zu beschreiben.

Sicherlich sind Auszubildende und Trainees als Digital Natives mit Mobilfunk aufwachsen und vielleicht haben einige von ihnen einen Elternteil, der seine Nachkommen überbeschützt. Die Untersuchung zeigte jedoch, dass Auszubildende und Bewerber im Arbeitsleben keineswegs so kompromißlos und smartphone-süchtig sind, wie einige Firmen vielleicht denken.

61,9% der untersuchten jungen Menschen sagten, es sei ihnen völlig unwichtig, ob sie ihr Handy bei der Arbeit nutzen dürfen oder nicht. Ähnliches gilt für Firmen, die Smartphones oder Tabletts anbieten. Für 71,2% der Auszubildenden und Bewerber ist dies nicht einmal von Bedeutung. Beim E-Learning sind die Interviewten weniger indifferent.

Alle sind sich einig: 56% der Auszubildenden und Bewerber wünschen sich Lern- und Erklärungsvideos (= Tutorials). Auch bei den Verantwortlichen der Ausbildung werden sie gut angenommen; rund 45 Prozent halten sie oder vergleichbare Offerten wie "digitale Lernkarten", mit denen überprüft werden kann, ob die Lernziele über Smartphones erreicht wurden (52%), für bedeutsam. Überraschend kritisch sehen die Auszubildenden die neuesten Digitalisierungsvarianten wie Augmented Reality (á la Pokémon Go).

Was ist mit den interviewten Familien? Sie sind meist mit der eigenen Berufsentscheidung befriedigt (53,1%), ein drittes ( "34,7%") sagt gar, dass sie ihren eigenen Job mögen. Allerdings sind die Auszubildenden und Bewerber davon nicht sehr beeindruckt. 34,2% der Mütter und Väter geben einen Scheiß darauf, was sie über ihren Job oder ihr Unternehmen ausrichten.

Darüber hinaus erklärten 31,4%, dass sie nicht bereit seien, den Berufsstand ihrer Erziehungsberechtigten auszuüben. Demnach sind die Erziehungsberechtigten oft unsicher über die Erziehung der Nachkommen. Damit werden die Erziehungsberechtigten zur "wichtigsten sekundären Zielgruppe". Die vorliegende Untersuchung verdeutlicht einmal mehr, dass die Realität der Trainees und der Verantwortlichen für die Berufsausbildung nicht ineinandergreifen.

In den Ausbildungsbetrieben muss man sich sehr um die "Bewerbung um die Auszubildenden" bemühen, wie das Sprichwort sagt. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Mensch auch für die Bewerberinnen und Bewerber ausschlaggebend ist. Durch Probearbeit und Praktikum kann ein Treffpunkt für die Bewerber geschaffen werden, an dem sie testen können, ob das Unternehmen und die Unternehmenskultur zu ihnen passt.

Mehr denn je müssen Betriebe und Ausbildungsleiter bei der Rekrutierung von Auszubildenden die Belange junger Menschen im Auge behalten und zuhören, was sie brauchen - ohne sich von gemeinsamen Vorbehalten täuschen zu lassen. Auch wenn sie sich nicht von der Realität leiten ließen. Es führt potentielle Kandidaten in einer vorgegebenen Anzahl und in einer vorgegebenen Anzahl auf Ihre Karriere-Seite und Ihre Arbeitgeber-Marke im Internet.

Mehr zum Thema