Ausfallrisiko

Adressenausfallrisiko

Auch für Investoren bestehen Ausfallrisiken, wenn auch in geringerem Umfang, z. Das Ausfallrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen oder teilweisen Verlusts einer Beteiligung. Die Ausfallrisiken werden auch als Verlustrisiken bezeichnet. 1. Anlagegeschäft: Risiko des Ausfalls von Zins- und/oder Tilgungszahlungen durch den Kreditnehmer.

Begriffsbestimmung

Verlustrisiko, weil Debitoren ganz oder zum Teil keine Leistungen erbringen, oder weil Sachanlagen und Sicherheiten an Werthaltigkeit einbüßen. Das Risiko, dass Darlehensnehmer die vertragsgemäßen Zins- und Tilgungsleistungen nicht oder nur zum Teil erbringen. Zudem ist das Risiko gegeben, dass eine Bonitätsverschlechterung des Schuldners die Ausfallwahrscheinlichkeit des Kredits erhöht und dann bereits weitere Aufwendungen oder Schäden anfallen (Kreditrisiko).

Bei Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere können Zins- oder Tilgungsbeträge auch ganz oder zum Teil aufgrund einer Verschlechterung der Bonität des Ausstellers storniert werden. Bei der Gewährung von Länderkrediten entsteht zudem das Risiko, dass neben dem Kreditrisiko aus dem Kreditnehmer oder dem Staat (Länderrisiko) auch aufgrund von Einschränkungen im grenzüberschreitenden Zahlungsvorgang oder staatlichen Eingriffen (Länderrisiko) keine Auszahlungen erfolgen.

Das Kreditinstitut führt unterschiedliche Kalkulationen durch, um das erwartete Ausfallrisiko zu quantifizieren. Zunächst wird die Kreditwürdigkeit des Schuldners insbesondere durch den Gebrauch von Bewertungen ermittelt. Darlehensnehmer/Darlehen werden zu einheitlichen Gruppierungen zusammengefaßt, deren Risiken in etwa gleich hoch sind. Je nach ermitteltem Risikopotenzial wird eine Gefahrenprämie an den Auftraggeber weitergegeben, d.h. wenn das Risikopotenzial als gering eingestuft wird, ist diese geringe Schwankungsbreite gegeben; wenn das Risikopotenzial hoch ist, wird das Darlehen aufwendiger.

Ausfallsrisiko - Wirtschaftsenzyklopädie

Sie tritt auf, wenn ein Staat sich weigert zu zahlen, so dass eine ganze Schuld ausfällt, d.h. unwiederbringlich wird. Auch für Investoren gibt es, wenn auch in geringem Maße, Ausfallsrisiken, z.B. wenn das Unternehmen, dessen Aktien oder Rentenpapiere der Investor gekauft hat, zahlungsunfähig wird. Als weitere Unsicherheitsfaktoren gelten das Ausfallrisiko aus der Gewährung eines Darlehens oder eines Termingeschäfts.

Weitere Gründe für das Ausfallrisiko sind neben der Unsicherheit über das Eintreten zukünftiger Umweltbedingungen und die damit verbundenen Handlungsfolgen unzureichende Beschaffungen und Bewertungen von entscheidungsrelevanten Erkenntnissen, die zu einer Fehlbeurteilung führen. Solche Gefahren gibt es nicht nur für Kreditinstitute, die sich durch Bonitätsprüfung und -überwachung gegen sie abzusichern versuchen, sondern in geringem Maße auch für Privatanleger (z.B. wenn der Bankrott durch ein Unternehmen eingetreten ist, von dem ein Investor Aktien oder Rentenpapiere gekauft hat).

Unter Ausfallrisiko versteht man die Gefahr, dass eine Forderungen vom Zahlungspflichtigen nicht beglichen werden können.

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