Ausbildungsvergütung Friseur 2015

Friseurausbildungsvergütung 2015

Das Ausbildungsgeld ist in der Regel gestiegen. Dagegen verdienten ostdeutsche Auszubildende im Jahr 2015 durchschnittlich 769 Euro pro Monat. Friseure stehen am Ende der Rangliste.

Neue Tarifergebnisse im Friseurhandwerk erreicht - Bundesweiter Minimallohn bis 2015

Bereits seit einigen Jahren wird der Minimallohn im Coiffeurhandwerk diskutiert und auch immer wieder von der Servicegewerkschaft ver.di geforder. Nun hat sich die Zollgemeinschaft der Zunftverbände im Coiffeurhandwerk mit der ver.di darauf verständigt, bis zum 01.08.2015 einen bundesweiten Minimallohn in der Größenordnung von 8,50 EUR vorzustellen. WÃ?hrend fÃ?r Friseurinnen und Friseurinnen im westlichen Raum diese untere Grenze in vielen FÃ?llen nur eine geringe Erhöhung ihres bisher erzielten Gehalts zu erkennen gibt, ist es fÃ?r ihre Kollegin und ihren Kollegen im Ostbereich ein Riesenschritt bis zum Minimumgehalt von 8,50 Euro.

Der Tarifvertrag umfasste aber erstmals auch die niedrigsten Lohngruppen von teil- und unqualifizierten Arbeitnehmern in den Anwendungsbereich; der Mindestgehalt wird künftig auch für diese Lohngruppen durchgesetzt werden. Für die neuen Länder gelten ab dem 01.08.2013 ein Mindestgehalt von 7,50 EUR, ab dem 01.08.2014 8,00 EUR und ab dem 01.08.2015 8,50 EUR pauschal.

Ein einheitlicher Minimallohn für alle Friseurinnen und Friseurinnen ist jedoch nicht allein durch den Tarifabschluss gewährleistet: Er ist in seiner derzeitigen Ausgestaltung zunächst nur für beide Tarifparteien anwendbar, d.h. nur für Angestellte von Innungsunternehmen, die auch Gewerkschaftsmitglieder sind. Der Kollektivvertrag ist dann für alle Coiffeurbetriebe gültig, und zwar ungeachtet dessen, ob die betreffenden Unternehmer im Arbeitgeberverband und die Beschäftigten in der betreffenden Industriegewerkschaft vertreten sind.

Wanderer, Frau, prekär?..: Von einer prekären Unabhängigkeit in der.... - Ãzlem Yildiz

Die Berliner Coiffeurbranche ist mit rund 2.500 registrierten Friseursalons die mit großem Vorsprung in Deutschland. Frühere Forschungen zur migrantischen Binnenwirtschaft und zu Selbständigen haben die Sektoranalyse nicht berücksichtigt, weshalb konzernabhängige Studien oft zu Attributionen von Eigenschaften führten, die die Arbeitsgruppen als besonders und getrennt von den anderen identifiziert haben.

Mit einem komparativen Mischmethodenansatz demonstriert sie in ihrer Studie zur Selbstständigkeit in der Coiffeurbranche in Berlin, dass sich gleichartige Akteurinnen und Akteurinnen in ähnlicher Weise verhalten - und zwar unabhängig von Zuschriften von Migranten und Frauen.

Mehr zum Thema