Ausbildungsvergütung bei Verkürzung

Trainingspauschale im Falle einer Kürzung

Die Höhe der Ausbildung und die entsprechende Vergütung. Bei einer Verkürzung ist die Situation anders. Die Ausbildungszeit kann vor Beginn des Trainings verkürzt werden: Kürzung der Ausbildungszeit zu Beginn der Ausbildung.

Verkürzung der Ausbildung für den bisherigen Schulbesuch

Sie können mit einem Abitur im Vergleich zum Hauptabschluss Ihre Ausbildungszeit auf bis zu 12 Monaten reduzieren. Beim Vertragsabschluss ist es von Bedeutung, dass Sie Ihre Optionen mit dem Übungsbetrieb besprechen und diesen Trainingspunkt auch im Übungsauftrag eintragen. Darüber hinaus müssen beide Seiten, der Ausbilder und Sie als Auszubildende, zusammen einen Kürzungsantrag bei der verantwortlichen Instanz stellen.

Selbstverständlich haben Sie auch die Moeglichkeit, nach der Zwischenpruefung eine Kuerzung zu beantragen. Falls Sie feststellen, dass Sie die Lerninhalte in der kurzen Einarbeitungszeit erstellen, sprechen Sie mit Ihrem Trainer und reichen Sie sie bei der IHK oder HWK ein. Anders als bei der Berufsausbildung wird die Ausbildungsdauer am Ende verkürzt.

Praktisch heißt das, dass bei einer Gutschrift von z.B. sechs Monate die reguläre Ausbildungsdauer von drei Jahren auf 2,5 Jahre reduziert wird. Das heißt, Sie haben keinen Anrecht auf eine längere Ausbildung, da Sie mit dem ersten Jahr der Ausbildung beginnen und nach einem Jahr Ihr Gehalt erhöhen werden. Übersicht mit dem entsprechenden Reifezeugnis und Ihrer Möglichkeit, es zu verkürzen:

Kürzung der Trainingszeit zu Ausbildungsbeginn

Die in der Ausbildungsverordnung festgelegte Ausbildungsdauer (z.B. drei Jahre) ist prinzipiell zu beachten; von dieser kann nicht durch einen Vertrag abgewichen werden. In Ausnahmefällen kann die Ausbildungsdauer jedoch von der Handwerkerkammer auf Gesuch hin gekürzt werden, z.B. um bis zu sechs Monaten gegen Vorlage der fachoberschulischen oder der Realschulreife; um bis zu zwölf Monaten nach bereits abgeschlossener Ausbildung oder gegen Vorlage der fachoberschulischen oder allgemeinen Abiturreife.

Werden Nachweise über eine relevante berufliche Tätigkeit (Berufsfeld) erbracht, kann dies entsprechend beachtet werden (z.B. Reduzierung um zwölf Kalendermonate für die Dauer von zwei Jahren der relevanten beruflichen Tätigkeit). Eine Verkürzung sollte in der Regelfall bereits mit dem Abschluß des Lehrvertrags stattfinden. Zu diesem Zweck sind unter Buchstabe G des Ausbildungsvertrags der Grund und die Dauer der Verkürzung anzugeben. Eine Abschrift der Bescheinigungen und anderer Dokumente, aus denen der Grund für die Reduzierung hervorgeht, ist beizulegen.

Die Verkürzung wird mit dem Abschluss des Ausbildungsvertrages in der Ausbildungsrolle rechtswirksam. In diesen Faellen hat der Praktikant zu Ausbildungsbeginn keinen hoeheren Verguetungsanspruch als im ersten Ausbildungsjahr, es ist jedoch moeglich (und ratsam), die in 17 Abs. 1 BBIiG vorgesehenen jaehrlichen Verguetungen in kuerzeren Zeitabstaenden in Kraft treten zu lasen, so dass die Verguetung fuer das dritte Ausbildungsjahr in den Schlussmonaten der Ausuebung erfolgt.

Bei erfolgreichem Abschluss eines entsprechenden Berufsausbildungsjahres oder einer Berufsschule kann diese Zeit (in den neuen Bundesländern) als erstes Jahr der beruflichen Ausbildung gewertet werden. Dies bedeutet, dass sich die Ausbildungsdauer bei Kreditvergabe um ein Jahr verlängert. In diesem Falle hat der Praktikant unmittelbar Anrecht auf die Ausbildungsvergütung für das zweite Ausbildungsjahr.

Wird die berufliche Ausbildung im gleichen Betrieb fortgesetzt, kann die absolvierte Lehrzeit ganz oder zum Teil gutgeschrieben werden. Dem Auszubildenden steht die Entlohnung für das Ausbildungsjahr zu, in dem er auch wirklich beschäftigt ist.

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