Ausbildungsplätze im Sozialen Bereich 2016

Lehrstellen im sozialen Bereich 2016

ausführliche Informationen zu zahlreichen Ausbildungsberufen im sozialen Bereich. 2.2.1 Entwicklung in den Kompetenzbereichen . Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die in Deutschland angebotenen Ausbildungsberufe.

Praktikanten in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung. Die IWSB (2016): Fach- und Ausbildungsbedarf für soziale Berufe in ausgewählten Arbeitsbereichen.

Ausbilden!

Häufig wird in der Expertendiskussion der Unternehmen vorwirft, auch für den Fachkräftemangel verantwortlich zu sein, z.B. weil sie nicht genügend ausgebildet sind. Irreführend oder falsch werden unter anderem der Mangel an Bewerbern oder die Beteiligung von Unternehmen an der Ausbildung angeführt. Fehler: Nur 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland bildet Lehrlinge aus. Von 2009 bis 2016 haben 80 Prozent der befugten Unternehmen eine kontinuierliche oder intermittierende Ausbildung durchgeführt (IAB, 2017).

Lediglich gut die Haelfte aller Unternehmen ist befugt, eine Ausbildung zu absolvieren (2016: 55 Prozent, IAB, 2017). Unternehmen ohne Ausbildungslizenz können nicht in die Anzahl der Schulungsteilnehmer einbezogen werden. In Deutschland sind 95 Prozent der Unternehmen kleine und sehr kleine Unternehmen, die immer wieder trainieren können, aber nicht ohne Unterbrechung. Daher muss die Teilnahme der Industrie an der Ausbildung über einen längeren Zeitrahmen als nur ein Jahr berücksichtigt werden.

In der Zeitspanne des Ausbildungspaktes 2004 bis 2014 konnten von der Geschäftswelt jedes Jahr rund 40.000 bis 500.000 neue Ausbildungsbetriebe durch direkten Kontakt und fachliche Unterstützung gewonnen werden. Über die Weiterführung des Ausbildungspaktes in die Alliance for Training and Further Education im Jahr 2014 haben die Betrieben über 20000 weitere Ausbildungsplätze an die BA gemeldet.

Dadurch wird das Engagement der Unternehmen für die Bildung sichtbarer, und die BA kann die Kombination von Anbieten und Fordern auf dem Bildungsmarkt verbessern. Fehler: Auf dem Lehrstellenmarkt gibt es keinen Mangel an Bewerben. In den vergangenen Jahren hat sich der Überschuss der offenen Stellen gegenüber den Altbewerbern signifikant erhöht: Im Jahr 2009 waren es noch 1.600, bis 2017 waren es rund 24.000 (BA, 2016).

Nicht berücksichtigt wurden die Einstiegsqualifizierungsangebote (EQ), die sich als gelungene Verbindung zur Berufsausbildung erwiesen haben. Nach Angaben der DIHK-Befragung 2017 konnten 2016 rund ein gutes Viertel der Unternehmen keine Ausbildungsplätze ausfüllen, verglichen mit nur 12% im Jahr 2006. So ist die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsplatzbewerber in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, von 770.000 im Jahr 2000 auf 547.728 im Jahr 2016 (BA, 2016).

Viele junge Menschen registrieren sich jedoch bei der BA als Ausbildungsplatzbewerber und beschließen dann, zur Schul- oder Studienzeit zu gehen (2016: ca. 92.180) oder sich beruflich vorzubereiten (2016: ca. 18.720). Der Aufenthaltsort zahlreicher Bewerber (rund 113.952) konnte nicht ermittelt werden, obwohl davon ausgegangen werden kann, dass viele von ihnen eine Berufsausbildung absolviert oder sich ganz bewußt für eine Alternative entschlossen haben.

Außerdem bleiben viele Bewerbungen in ihrem bestehenden Ausbildungsverhältnis, das sie einfach ändern wollten. Missverständnis: Nur jeder zweite Lehrstellenbewerber hat einen Lehrplatz gefunden. Grundlage dieser Vermutung ist eine falsche Interpretation der BA-Statistik: 26.447 von 547.728 registrierten Bewerberinnen und Bewerbern haben 2016 aufgrund oder mit Wissen der BA einen Ausbildungsstellenplatz erhalten. Es wurden jedoch 522.165 Lehrverträge geschlossen.

Im Jahr 2016 wurden 546. 947 Ausbildungsplätze bei der BA angemeldet. Dabei ist zu beachten, dass die BA-Statistik nur das eigene Vermittlergeschäft und nicht die gesamte Ausbildungsbranche ausweist. Es gibt nicht in jedem Unternehmen eine Anmeldung bei der BA, nicht jeder junge Mensch registriert sich dort als Antragsteller und nicht jeder Einstieg in die Berufsausbildung wird von den Arbeitsämtern nachvollzogen.

Fehler: Alle Absolventen sind bereit für die Ausbildung. Laut der PISA-Studie 2012 sind 17% der Kinder (ca. 170.000) nicht berufsreif; bei Schülerinnen und Schülern aus dem Migrantenbereich liegt der Anteil bei 40%. 5,6% der Absolventen - also fast die Hälfte der jungen Menschen - haben im Jahr 2015 keinen Schulabschluss gemacht. Der Anteil der Auslandsjugendlicher liegt bei bis zu 11,8% (Stat. BAföG, 2016).

Missverständnis: Firmen sorgen nicht für schwache junge Menschen. In vielen Betrieben wird die Betreuung schwächerer Absolventen sehr engagiert betrieben. Rund zwei Dritteln der Ausbildungsbetriebe bietet Unterricht oder Unterstützungsunterricht an und integriert so schwache junge Menschen in ihre Berufsausbildung. Die zunehmende Bindung der Wirtschaft an die schwächeren Jugendlichen zeigt sich auch im Niedergang der so genannten Übergangszone Schule/Ausbildung: Im Jahr 2016 betraten 28% weniger junge Menschen diesen Bereich als im Jahr 2005 (Statut des Bundesamtes, 2016).

Waren es 2014 noch 252.700 junge Menschen, die in die Übergangszone kamen, so waren es 2016 noch 298.800 (Stat. BAföG, 2017). Ausschlaggebend dafür ist vor allem die gestiegene Anzahl von jungen Flüchtlingen und Migranten, die durch Deutschlernprogramme (Berufsbildungsbericht 2017) auf die Berufsausbildung vorzubereiten sind und daher durchaus positive Bewertungen erhalten werden können.

Das Unternehmen kommt seiner Willenserklärung der Lufthansa voraus und berichtet der Agentur für Aus- und Fortbildung mehr Ausbildungsplätze als 2014: Im Juni 2017 waren es 22.716 mehr als im Juni 2014, außerdem hat die Industrie ihre Zusage der Lufthansa eingehalten, drei Ausbildungsangebote für jeden ausbildungswilligen Nachwuchskräfte vorzulegen, der am 30. September eines jeden Jahres noch keine Ausbildungsmöglichkeit hat.

Auch die folgende Tendenz verdeutlicht, wie groß das Commitment der Industrie trotz der Schwierigkeit, einen geeigneten Studienbewerber zu gewinnen, ist: Obwohl die Anzahl der Absolventen zwischen 2003 und 2016 um 13,5 Prozent und die Anzahl der nichtstudienberechtigten Absolventen (Hauptnachfrage nach beruflicher Bildung) um bis zu 26,9 Prozent gesunken ist, wurden 2016 nur 6,6 Prozent weniger LehrvertrÃ?ge als im Jahr 2003 - im vorletzten Jahr vor dem ersten Ausbildungsvertrag - geschlossen.

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