Ausbildungsplätze Frühjahr 2016

Lehrstellen Frühjahr 2016

Die Ausbildungsmärkte am Rhein Zugleich haben mehr Unternehmen der Arbeitsagentur Ausbildungsplätze mitgeteilt. Der Halbjahresabschluss ist insoweit erfreulich, als im Gegensatz zu Marz 2015 weniger Bewerbungen als unplatziert angesehen werden und viele der angemeldeten Ausbildungsplätze bereits mit geeigneten Vermittlern gefüllt sind. Auch in diesem Jahr stellten die Unternehmer im Landkreis wieder mehr Ausbildungsplätze zur Verfuegung als im Vorjahr.

Dies sind 411 (15,6 Prozent) mehr als im Vormonat. Davon sind 2.959 innerbetriebliche Ausbildungsplätze. Zugleich haben in diesem Jahr weniger Ausbildungsplatzbewerber die Dienstleistungen der BA in in Anspruch nehmen können. Für einen Ausbildungsplatz gibt es aktuell 3.541 registrierte Antragsteller. Das sind 59 oder 1,6 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor.

Dementsprechend gibt es aktuell noch 2.110 Altbewerber, 64 oder 2,9 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Dabei sind noch 1.476 Ausbildungsplätze frei - 126 oder 7,9 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Erfreulich ist, dass in Deutschland viele Ausbildungsplätze in der Region angeboten werden. "Im Rheinisch-Bergischen Landkreis wurden bisher 807 Ausbildungsplätze ausgewiesen.

Das sind ein oder 0,1 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor. Von diesen sind 504 Personen zurzeit noch ungenutzt - fünf oder 1,0 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Diesem Stellenangebot steht auf der Antragstellerseite 1.059 registrierte Ausbildungsbewerber gegenüber. Das sind vier oder 0,4 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor. Als unbeliefert werden aktuell 613 - das sind 15 oder 2,4 Prozentpunkte weniger als im Vormonat.

Bisher wurden in Leverkusen 1.009 Ausbildungsplätze ausgewiesen. Das sind 284 oder 39,2 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Von diesen sind 375 aktuell noch ungenutzt - 150 oder 28,6 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Für diese Positionen wurden auf der Antragstellerseite 807 Ausbildungsstellenbewerber registriert. Das sind 23 oder 2,9 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.

Als nicht beliefert werden derzeit 533 - drei oder 0,6 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Per heutigem Erhebungsdatum, dem 31. März 2016, befinden sich die derzeitigen Auszubildendenzahlen für die von der Kreishandwerkschaft des Bergischen Landes erhobenen und überwachten Auszubildenden auf dem gleichen wie zum Erhebungsdatum im vergangenen Frühjahr. Mit der Aufrechterhaltung der derzeit konstanten Auszubildendenzahlen auf dem derzeitigen Niveaus der Kreishandwerkserschaft Bergland wünscht sich der Geschäftsführer Marcus Otto, dass der aktuell leicht erfreuliche Entwicklung der Auszubildenden seit dem vergangenen Jahr fortgeführt werden kann und dass auch im kommenden Frühjahr tragfähige Auszubildende mit einem vielleicht leicht positiverem Resultat verfügbar sein werden.

Vorstandsvorsitzender Otto erklärt weiter, dass es sich hierbei nur um eine erste Einschätzung handele und dass die zuverlässigen und widerstandsfähigen Auszubildenden erst im Laufe des Herbstes zur Verfügung stehen werden. Die meisten Ausbildungsverträge werden im Handwerksbereich erst im Hochsommer vor Ausbildungsbeginn geschlossen. Auch die Entwicklung der Flüchtlingslage und ihre Auswirkungen auf den Bildungsmarkt bleiben aus.

Gliedert man die Ausbildungen nach den einzelnen Berufen und den unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen des Bezirkshandwerksverbandes des Bergischen Landes, so lässt sich zunächst feststellen, dass der Lebensmittelhandel glücklicherweise ein stabiles Gesamtbild bietet. Besonders erfreulich sind die Bäckereifachkräfte in der Hansestadt Leverkusen und im Landkreis Oberberg, wobei die Zahl der Ausbildungsplätze leicht zunimmt.

Erfreulich sind auch die Ausbildungen von Tischlern im Rheinisch-Bergischen Land und in der Hansestadt Leverkusen. Das Gleiche trifft auf die Dachdeckerausbildung in den Landkreisen Rheinisch-Bergisch und Oberbergisch zu. Dagegen ist die Zahl der Ausbildungsplätze im Maler- und Lackierhandwerk in der Hansestadt Leverkusen leicht rückläufig, während die Zahl der Fahrzeuglackierer das gegenteilige Bild zeigt.

Dort sind die Trainingsbedingungen konstant und im Landkreis Oberberg noch etwas höher. Im Lehrberuf des Coiffeurs taucht eine so genannte "Mischsituation" auf. In Leverkusen und im Landkreis Oberberg ging die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze leicht zurück, im Landkreis Rheinisch-Berg stieg die Zahl. In Rheinisch-Bergischen Land ging der Lehrberuf des Kfz-Mechatronikers zurück, während die Ausbildungsbedingungen im oberbergschen Land konstant blieben und in der Gemeinde Leverkusen leicht stiegen.

Auch die Anzahl der Lehrlinge im Automobilgeschäft ist leicht angestiegen. Auch die Anzahl der Zimmerleute im Rheinisch-Bergischen Zirkel und Oberschlesischen Zirkel sowie die Anzahl der Betriebsmechaniker im Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikhandwerk im Rheinisch-Bergischen Zirkel sind leicht angestiegen. Andererseits ist die Anzahl der Ausbildungsplätze unter den Metallarbeitern im Landkreis Oberberg zurückgegangen.

Fazit: Die Zahl der Neuabschlüsse ist derzeit zwar im Großen und Ganzen konstant, darf aber nicht zu viel Sicherung bringen, sondern erfordert den weiteren Ausbau durch den Bergischen Landeshandwerksverband und das Handwerk, um die Stabilisierung weiter zu gewährleisten. Auch der Vorstandsvorsitzende Otto diskutiert in diesem Kontext noch einmal die Situation der Flüchtlinge im Rahmen der Berufsausbildung, da diese Themen nach wie vor topaktuell sind und viele Schnittmengen haben oder haben werden.

Die Flüchtlings- und Ausbildungsfrage hatte und hat für den Handwerksverband des Bergischen Landes einen hohen Stellenwert, da viele zu treffenden Beschlüsse nachhaltig sind. Deshalb hat der Bezirkshandwerksverband im Jahr 2015 beschlossen, eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Verantwortungsbereichs durchführen zu lassen, um herauszufinden, ob die Handwerksunternehmen aus dem Rheinisch-Bergischen Landkreis, dem Oberbergischen Landkreis und der Gemeinde Leverkusen Arbeitsplätze, Ausbildungs- oder Praktikumsplätze bieten können.

Von diesen befinden sich 3 Menschen in der Berufsausbildung, 25 in einem Praxissemester und weitere 30 in einem manuellen Praxissemester über die Integrationskurse der einzelnen Berufsschulen. Vorstandsvorsitzender Otto betonte an dieser Stelle noch einmal, dass die Handwerksbetriebe prinzipiell bereit sind, den Vertriebenen einen langfristigen Lehrplatz zu bieten.

Es ist aber auch deutlich, dass die Frage der Bildung mit ihrem speziellen Fokus auf den Flüchtlingsbereich eine Aufgabenstellung für alle, aber auch eine große Herausforderung ist und dass der Bildungsstandort Deutschland so erweitert und gefestigt werden kann. Die Ausbildungsmärkte in der Rheinisch-Bergischen Landeshauptstadt zeigen in diesem Frühjahr ein gemischtes Bild: Bis zum Ende des Jahres wurden 132 neue Lehrverträge bei der IHK Köln im Rheinisch-Bergischen Land angemeldet, 39 weniger als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt.

Bei Leverkusen hingegen ist die Balance positiv: Von 247 auf 274 erhöhte sich die Anzahl der Verträge um knapp elf Prozentpunkte, davon 121 im gewerblichen und 153 im industriellen und technischen Teil. Seit Beginn des Monats Jänner wurden 2113 Lehrverträge für den ganzen Kammerbereich abgegeben und bei der Industrie- und Handelskammer Köln elektronisch oder in gedruckter Form angemeldet.

"Die berufliche Bildung steht in den vergangenen Jahren jedoch auf den Wunschlisten der Jugendlichen nicht ganz oben", sagt Alexander Uhr, Ausbildungsleiter der IHK Köln, angesichts des Trends zur schulischen Bildung, der auch zu vielen Abbrüchen führen kann. Die Abnahme im ganzen Kammermilieu korrespondiert mit einem negativen Ergebnis von 2,76 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreswert.

Aufgrund der recht niedrigen Absolutwerte im Frühjahr sind jedoch vergleichsweise hohe statische Schwankungen im Vergleich zum Vorjahr nicht unüblich. "Wir wollen den Schülerinnen und Schülern, aber auch ihren Erziehungsberechtigten und Lehrerinnen und Erziehern deutlich machen, dass die Berufsausbildung ein guter Startpunkt für den Berufseinstieg ist", sagt Uhr.

Als " Bildungsbotschafter " in den Schulen über die berufliche Bildung informieren die Auszubildenden zielgruppenorientiert, Elternanfragen werden im Zuge regelmäßiger Elternabende der IHK behandelt und die Lehrkräfte können den Ausbildungsservice der IHK in ihre Unterrichtstätigkeit einbeziehen. "Wir werden uns natürlich auch in Zukunft auf die Eingliederung von Flüchtlingen konzentrieren", fügt Uhr hinzu: "Der Bedarf an Fachkräften in den verschiedensten Bereichen unserer Heimatregion ist groß und mit der Qualifizierung dieser Menschen können wir eine Win-Win-Situation für alle Betroffenen schaffen.

"Der Bildungsmarkt in der Kölner Gegend ist in Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung: 13% der Ausbildungsverträge in IHK-Berufen werden hier jedes Jahr eintragen.

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