Ausbildungsplätze 2016 für Hauptschüler

Lehrstellen 2016 für Hauptschülerinnen und Hauptschüler

Die Ausbildungsquote stieg von 20,3 Prozent im Jahr 2009 auf 26,2 Prozent im Jahr 2016. Ausländern und Schülern der Sekundarstufe I fällt es schwer, einen Ausbildungsplatz zu errichten. Für viele in Deutschland lebende Menschen ohne Schulabschluss sind die Ausbildungschancen viel geringer. Laut einer von Bertelsmann durchgeführten Untersuchung haben es jedoch besonders ausgeprägte Auslandsjugendliche ohne Bundesbürger. Die Ausländer haben in Deutschland nur geringe Perspektiven auf einen Lehrstellenplatz.

Nach einer am vergangenen Wochenende von der Bertelsmann Stiftung herausgegebenen Untersuchung findet gut die Hälfe aller "Jugendlichen ohne deutschem Pass" in Deutschland keinen Ausbildungssitz im Dualen oder Schulberuf.

Ebenso schwierig ist es für junge Menschen mit Realschulabschluss oder ohne Schulabschluss. Allerdings werden in der Studie noch keine Schutz- und Asylbewerber erfasst, die seit 2015 nach Deutschland gezogen sind. Jörg Dräger, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, unterstrich die Bedeutung der Eingliederung im Hinblick auf die Zielgruppe der jungen Menschen ohne deutscher Staatsangehörigkeit, zu der auch Menschen mit Flüchtlingsstatus gehören.

Es ist auch eine "Frage der Gerechtigkeit", den Schülern der Sekundarstufe I den Einstieg in die Ausbildungsplätze zu erleichter. "Denn wenn du die High School abschließt, bist du fast schon mit einer Lehrstelle fertig. Andererseits bekommen diejenigen mit Haupt- oder Realschulabschluss oft nichts auf dem Arbeitsmarkt", so Dräger. Danach wurden 2016 80.000 weniger Ausbildungsplätze in den Unternehmen flächendeckend als 2007 ausgeschrieben, und die Anzahl der Studienbewerber sank in diesem Zeitabschnitt um 155.000.

Besonders drastisch ist der sinkende Bestand an Ausbildungsplätzen in den neuen Ländern, wo die Anzahl der Ausbildungsplätze zwischen 2007 und 2016 um 40 und die Anzahl der Studienbewerber um 46% sank. Am vergangenen Donnerstag betonte Bundesministerin Johanna Wanka (CDU) die hohen Ausbildungsplatzchancen bei der Präsentation der aktuellen Ausbildungsmarktzahlen.

Nach Angaben ihres Unternehmens ist die Anzahl der in diesem Jahr geschlossenen neuen Lehrverträge leicht auf 523.300 angestiegen. Nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung sind die Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Weiterentwicklung der dualen Berufsausbildung im "State Monitor" für 2017 nicht enthalten.

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