Ausbildungsmarkt 2017

Trainingsmarkt 2017

Im Jahr 2017 wurden 572.200 duale Ausbildungsplätze angeboten. Erschließung des Bildungsmarktes im Jahr 2017 Im Jahr 2017 haben sowohl das Stellenangebot als auch die Anzahl der Ausbildungssuchenden auf dem Ausbildungsmarkt zugenommen. Zum achten Mal in Folge nahm die Anzahl der nicht besetzten Auszubildenden zu. Es gab mit 48.

900 so viele freie Stellen, wie es seit 1994 nicht mehr gegeben hatte.

Der negative Trend bei der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen konnte dagegen durchbrochen werden: Er ist erstmals seit 2011 wieder gestiegen, auch weil immer mehr Flüchtlinge unter den Bewerbern zu verzeichnen waren. Durch die überproportionale Zunahme der Ausbildungsplatzangebote haben sich die Marktbedingungen für junge Menschen verbessert. Gleichwohl gab es nach wie vor Probleme bei der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage von Ausbildungsplätzen.

So ist die Anzahl der 2017 geschlossenen neuen Verträge nur leicht und nicht so stark gestiegen, wie es angesichts des gestiegenen innerbetrieblichen Ausbildungsplatzangebots möglich gewesen wäre. Im Jahr 2017 wurden deutschlandweit 572.200 Ausbildungsplätze im dualen System vergeben. Damit ist die Anzahl der Ausbildungsplätze gegenüber dem Jahr zuvor um 8.500 oder 1,5% gestiegen.

Der Anstieg ist ausschließlich auf ein gestiegenes innerbetriebliches Ausbildungsplatzangebot sowohl in Westdeutschland als auch in Ostdeutschland zurück zu führen (bundesweit: +10.100 bzw. +1,9% im Jahresvergleich 2016). Wie in den vergangenen Jahren ist das Angebot an externen Ausbildungsplätzen weiter zurückgegangen (-1.700 oder -9,5% gegenüber 2016 bundesweit).

Bei der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen konnte der negative Trend der vergangenen Jahre 2017 gebremst werden: Erstmals seit 2011 ist die Gesamtzahl der Bildungsnachfrager wieder gestiegen und liegt nun bei 603.500 landesweit (+2.600 oder +0,4% gegenüber 2016). Hatte sich in den vergangenen Jahren der Rückgang der Schulabgängerzahl spürbar auf die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ausgewirkt, so hat der Anstieg der Studienanfängerzahlen im Jahr 2017 zu einem Anstieg der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen sowohl in Westdeutschland als auch in Ostdeutschland geführt (Westdeutschland: +1.100 bzw. +0,2%; Ostdeutschland: +1.500 bzw. +1,8%).

Weil das Gesamtangebot überproportional zur Nachfrage nach Ausbildungsplätzen gestiegen ist, haben sich die Marktbedingungen für junge Menschen im Jahr 2017 wieder verbessert. Mit 94,8 Punkten hat sich die Extended Supply-Demand Ratio (eANR) - die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze pro 100 Einkäufer - um einen Prozent erhöht. Dies ist der Höchstwert seit 2007, als eine solche Maßnahme zum ersten Mal durchgeführt wurde.

Dennoch konnten nur die Nachfrage in Westdeutschland von einer verbesserten Ausbildungsmarktsituation partizipieren (eANR = 94,5; + 1,3 %-Punkte im Jahresvergleich 2016). Weil die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in Ostdeutschland überproportional zum Ausbildungsangebot gestiegen ist, ging die eANR hier im Jahresvergleich um 0,7 %-Punkte auf eANR = 96,7 zurück, blieb aber über dem westlichen Deutschland.

Die Anzahl der bis zum Stichtag 30. 9. nicht besetzten innerbetrieblichen Ausbildungsplätze ist wie in den vergangenen Jahren auch im Jahr 2017 wieder gestiegen. Mit 48.900 Ausbildungsplätzen blieb die höchste Anzahl seit 1995 in Deutschland. Ihre Anzahl nahm im Vorjahresvergleich um +5.500 oder +12,6% zu.

Per 31. Dezember blieben 8,8 Prozent der amtlich berechneten Zahl der innerbetrieblichen Ausbildungsplätze flächendeckend unbesetzt. Im Osten Deutschlands betrug der Marktanteil gar 10,5%. Im Handwerksbereich waren wiederum besonders schwere Beschäftigungsprobleme zu beobachten. Hinsichtlich der gescheiterten Lehrstellennachfrage gab es im Jahr 2017 gegenüber dem Jahr zuvor kaum Änderungen. Überregional waren zum Ende des Jahres 80.200 Antragsteller bei der BA als "noch suchend" registriert, -400 oder -0,5% gegenüber 2016. Der Prozentsatz der unterlegenen Antragsteller an der amtlich festgestellten Bedarfssituation im Jahr 2016 verharrte mit 13,3% auf einem verhältnismäßig hohem Stand.

Mit der erneuten Verschärfung der Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsstellen und dem fast unveränderten Umfang der Angebotsprobleme der Ausbildungsplatzbewerber kam es zu einer weiteren Verschärfung der Passprobleme auf dem Ausbildungsmarkt. Nach dem seit 2011 kontinuierlichen Rückgang der Anzahl der Neuabschlüsse in den letzten Jahren ist die Anzahl der Neuabschlüsse im Jahr 2017 erstmalig wieder gestiegen.

Wegen der anhaltend schwierigen Kombination von Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist die Anzahl der Neuabschlüsse jedoch nicht so stark gestiegen, wie es angesichts der gestiegenen Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze möglich gewesen wäre. Überregional wurden insgesamt 523.300 neue Abschlüsse von Ausbildungsverträgen ausgewiesen, ein Plus von 3000 oder 0,6% gegenüber dem Vorjahreswert.

Die positive Entwicklung der Anzahl der Neuabschlüsse war sowohl in Westdeutschland (+2.400 bzw. +0,5%) als auch in Ostdeutschland (+600 bzw. +0,9%) zu beobachten. Allerdings ging 2017 wie in den vergangenen Jahren die Anzahl der mit Jugendlichen geschlossenen Verträge zurück (-6.200 oder -3,0% gegenüber 2016).

Dagegen ist die Anzahl der Lehrverträge mit jugendlichen MÃ??nnern wieder gestiegen (+8.100 bzw. +2,6% im vergleich zu 2016). Unter den ausbildungsfähigen Interessenten finden sich nicht nur die amtlich gemeldete Nachfrage nach Ausbildungsplätzen, sondern auch diejenigen, die vor dem Stichtag 30. 2017 ist die Anzahl der ausbildungsfähigen Interessenten zum ersten Mal seit 2007 wieder gestiegen: So konnten 805.800 ausbildungsfähigere Menschen flächendeckend in der Institution registriert werden.

Das entspricht einer Steigerung von rund 200 oder +0,3% gegenüber dem Vorjahreswert, da der Anstieg der Ausbildungsinteressen ausschließlich auf die Entwicklungen in Westdeutschland zurÃ? Im Osten Deutschlands sank die Anzahl der an einer Ausbildung interessierten und institutionalisierbaren Personengruppen gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht (-600 oder -0,6%) auf 116.800.

Im Jahr 2017 betrug der bundesweite Ausbildungsanteil aller an einer institutionalisierbaren und in die doppelte berufliche Bildung gelangenden Bildungsinteressierten 64,9%, 0,2 %-Punkte mehr als im Jahr 2016.

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