Ausbildungsberufe Umwelt

Auszubildende Berufe Umwelt

Die Nachfrage steigt weiter an und auch die Berufe mit Umweltschutz werden immer beliebter. Ist die Umgebung Ihrem Herzen nahe? Haben Sie schon einmal an einen Beruf im Umweltschutz gedacht? mit dem Verhalten von Lebewesen und ihren Beziehungen zur Umwelt. Lehrberufe in den Bereichen Landwirtschaft, Natur und Umwelt.

Planen und Technisieren

Vor allem Naturwissenschaftler und Techniker, aber auch Ökonomen, Anwälte und andere Experten sind gefordert, die nachhaltig relevante Problemstellungen frühzeitig identifizieren, interdisziplinäre Lösungsansätze erarbeiten und verantwortungsbewusst einsetzen können. Die Arbeitsmarktsituation im Umweltsektor bietet noch großes Potenzial. Sämtliche Aktivitäten von Umweltexperten haben zum Ziel, natürliche Lebensräume zu schützen, Rohstoffe zu schützen und Schadensfälle zu beseitigen.

Beratungsexperten betreuen Einzelpersonen und Einrichtungen in Bezug auf nachhaltige Entwicklungen und aktiver Umweltschutzaufgaben in ihren Fachgebieten. So berät sie zum Beispiel Verbraucher bei GerÃ?ten mit niedrigem Stromverbrauch, Unternehmen bei umweltfreundlichen Produktionsverfahren oder Politikern bei umweltschutzrelevanten Dokumenten. Zertifizierungsexperten verleihen und überwachen Öko-Labels. So entwerfen sie zum Beispiel Unterrichtsmaterialien, geben Vorträge oder veranstalten Umweltmissionen.

Kommunikationsexperten konzipieren manchmal Umweltpolitikkampagnen, konzipieren Marketingkampagnen für umweltfreundliche Erzeugnisse oder orientieren die Bevölkerung über Umweltveranstaltungen. Experten für Umweltgesetzgebung setzen gesetzliche Anforderungen im Umweltbereich um. So erstellen sie z. B. Rechtstexte, überprüfen Genehmigungsanträge oder klarstellen Haftungsaspekte. Umweltökonomische Experten befassen sich mit wirtschafts- und umweltpolitischen Zusammenhängen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung nachhaltiger Investmentprodukte, der Handel mit Emissionsrechten (Emissionszertifikate) oder die Berechnung von Umwelt- oder Anreizsteuern.

Welche sind "Umweltberufe"?

Welche sind "Umweltberufe"? Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation ILO gehören zu den umweltbedingten Tätigkeiten, die oft als grüne Arbeitsplätze bezeichnet werden, solche, die direkte oder indirekte negative Einflüsse auf den Umwelt- und Klimaschutzbereich haben. Arbeitsplätze können daher als "grün" im ökologischem Sinn beschrieben werden, wenn sie zur Schaffung nachhaltiger Gesellschaften und einer nachhaltigen Ökonomie mitwirken.

Die Mitarbeiter in diesen Berufsgruppen tragen beispielsweise dazu bei, Treibhausgasemissionen, Abfall und Verschmutzung zu reduzieren. Die konzeptionelle Eingrenzung von " ökologischen " Arbeitsplätzen ist im deutschsprachigen Raum komplizierter als im englischsprachigen Raum: Unter " Grünem Beruf " versteht man in der Regel die landwirtschaftlichen Ausbildungsberufe, die oft auf dem Land praktiziert werden, die aber nicht unbedingt auf den Umweltschutz orientiert sein müssen.

Gemäß der Definition der ILO sind Umweltberufe in erster Linie Berufsgruppen und Aktivitäten, deren Bezug zum Schutz der Umwelt durch die tatsächliche Aktivität deutlich wird. Aus dieser Sicht listet die Agentur für Arbeit fast 40 Berufsgruppen im Arbeitsfeld Umwelt- und Klimaschutz auf, vom Recycling- und Entsorgungsfachmann über Techniker der Umwelttechnik - zum Beispiel im Umfeld der erneuerbaren Energieträger - bis hin zu Umweltinformatikern.

Welche Industrien gibt es für "grüne" Arbeitsplätze? Im weiteren Sinne sind umweltrelevante Aktivitäten auch in Betrieben der so genannten Umweltökonomie zu finden. Dazu gehören auch Firmen, die Umweltgüter und -dienstleistungen bereitstellen. Das Spektrum umfasst die Bereiche Entsorgung und Wiederverwertung, Wasserschutz und Abwasserreinigung, Immissionsschutz, Lärmminderung, regenerative Energieträger, umweltverträgliche Erzeugnisse, rationeller Energieeinsatz, Umweltschutz sowie Mess- und Steuerungstechnik.

Betrachtet man die Auswirkungen der einzelnen Arbeitsplätze als Maßstäbe, wie sie von der ILO definiert werden, so findet man "grüne" Arbeitsplätze auch außerhalb des Umweltsektors: dort, wo sich die Menschen professionell für den Wechsel zu einem ressourcen- und klimafreundlichen, wirtschaftlichen System einsetzen. Es sind auch nicht-technische Tätigkeiten möglich, z.B. in Handels- oder Dienstleistungsbetrieben.

Inwiefern ist " grünes " Licht für einen bestimmten Beruf? Für das Ausmaß, in dem ein einzelner Beruf "grün" ist, gibt es keine universellen Auswahlkriterien. Es gibt auch keinen universellen Standard für Firmen. Es gibt jedoch eine Vielzahl von UMS, Selbstverpflichtungen und Gütesiegeln im Unternehmenssektor, die es ermöglichen, Schlussfolgerungen über das Engagement eines Unternehmens für nachhaltige Entwicklung zu ziehen.

So können sich beispielsweise die Betriebe auf freiwilliger Basis an so genannten Umweltmanagementsystemen beteiligen. Bekannt sind EMAS und die ISO 14001 mit dem Anspruch, Umwelt- und Nachhaltigkeitsgrundsätze im Betrieb konsequent zu beachten. Darüber hinaus verpflichten sich viele Firmen auf freiwilliger Basis zu einer verantwortungsvollen Unternehmenssteuerung. Insbesondere große Konzerne publizieren in der Regelfall Angaben zu ihren CSR-Aktivitäten.

Einige große deutschsprachige Firmen wenden den so genannten Sustainability Code, der vom German Council for Sustainable Development erarbeitet wurde, selbst an. Daneben gibt es eine Vielfalt von Gütesiegeln, Vereinigungen und anderen Labels für Firmen, die für gewisse Eigenschaften im Zusammenhang mit dem Schutz der Umwelt oder der nachhaltigen Nutzung einstehen. Darüber hinaus gibt es sektorübergreifende Unternehmensverbände, wie z.B. "the same in green", der sich als Verein für nachhaltiges Wirtschaften ausgibt.

Experten gehen davon aus, dass sich der Arbeitsmark für umwelt- und klimabedingte Arbeitsplätze gut aufbaut. Daher werden vor allem Umwelt- und Effizienztechnologien eine zentrale Rolle für die Gesamtwirtschaft und vor allem für traditionelle Wirtschaftszweige wie die Automobilindustrie oder den Maschinen- und Anlagenbau einnehmen. Nachhaltige Planung ist daher eine langfristig nachhaltige Aufgabe - wirtschaftlich, wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich.

Für eine zukunftsfähige Wirtschaft ist ein ganzheitlicher und branchenübergreifender Wechsel notwendig: eine umweltgerechte Erneuerung von Produkten und Leistungen. Unter diesem Begriff versteht man im Allgemeinen die umweltgerechte Transformation von Arbeitsstätten, gleichgültig, ob sie zu einem Umweltsektor gehören oder nicht. Für eine "Green Economy" sind daher "Green Skills" erforderlich. Welche sind die wesentlichen Pfade zu umwelt- und klimabezogenen Berufen?

Im Vordergrund steht das eigene Umweltinteresse und die Bereitschaft zum Wandel. Für alle, die eine Spezialausbildung für einen Beruf im Bereich Umwelt- und Umweltschutz anstreben, gibt es einen Überblick über rund vierzig Ausbildungsberufe bei der BAV. Dazu gehören sowohl Ausbildungsberufe als auch studienbedürftige Berufsgruppen. Weiterführende Infos zu Berufsgruppen und Aktivitäten, die unmittelbar oder mittelbar zum Umwelt- und Klimaschutzbereich gehören, gibt es auf den Portalen machgruen.de und grün auf der Website your-future.de.

So gibt beispielsweise das Internet-Portal "Greentech produced in Germany" einen Einblick in Umwelttechnologieunternehmen. Zahlreiche Unternehmungen setzen sich für mehr Klimaschutz ein oder betreiben eine nachhaltige Strategie, egal in welchem Bereich sie tätig sind. Dies zeigt sich oft an Freiwilligkeitszertifikaten wie EMAS oder daran, dass das jeweilige Einzelunternehmen in der Öffentlichkeit nachvollzieht, wie es seine gesellschaftliche und ökologische Verpflichtung einhält.

Manche Firmen bewerben auch bestimmte Jobs auf besonderen Stellenbörsen, z.B. www.greenjobs.de, www.nachhaltigejobs.de, www.nachhaltigejobs.de, www.jobverde.de, www.tbd.community/de/jobs. Im schulischen Bereich ist der unmittelbare Austausch mit Firmen oder Fachleuten eine gute Möglichkeit, einen klaren Einblick zu gewinnen (siehe Lehrvorschläge für Mittel- und Grundschulen).

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