Ausbildungsberufe Duales system

Auszubildende Duales System

Taube und schwerhörige Menschen haben ein Recht auf eine Ausbildung im dualen System. Was führt letztlich zum Trainingsverhalten? Soll das System der dualen Berufsausbildung aufgehoben werden? - Herzlich Wilkommen in der Realität

Erhalten wir von der Presse gehämmerte Äußerungen, dann sind das: "Deutschland ist Exportweltmeister", "Deutschland ist wohlhabend", oder "die ganze Erde umgibt Deutschland wegen des doppelten Bildungssystems, das nun in andere Staaten ausgeführt werden soll". Entspricht das System der doppelten Ausbildung wirklich so gut, ja sogar so gut, wie es politisch und wirtschaftlich immer behauptet wird?

Die Berufsbildungsordnung sollte umgehend revidiert und dem neuesten technischen Standard angepaßt werden. Das System der doppelten Ausbildung sollte nicht abgeschafft werden, aber es sollte gelockert werden, und es wurden einige Reformvorschläge gemacht, die meiner Ansicht nach ausstehend sind. Obwohl Deutschland oft um sein duales Berufsbildungssystem angeklagt wird, ist es noch lange nicht vollständig oder sogar unvollkommen.

Dabei muss das Recht umgehend revidiert werden, damit die IHKs unangekündigte Inspektionen in den Übungsfirmen durchführt. So konnten die Prüfenden zum Beispiel feststellen, ob das Unternehmen überhaupt in Frage kommt und ob die Trainees tatsächlich nach dem Curriculum ausbilden werden. Dies erfordert eine Diskussion mit dem Praktikanten und dem Trainer.

Erfahrungsgemäß sind solche Prüfungen dringlich erforderlich, aber der schriftlich festgelegte Nachweis der Ausbildung genügt nicht. Ein besonderes Potenzial für die Nachwuchsförderung gibt es in den gewerblichen Ausbildern. Mir gefällt auch nicht, dass unser duales System die einzig ste Möglichkeit ist, einen beruflichen Abschluss zu erlangen. Dabei sollte das Recht entspannt werden, damit der doppelte Weg nicht der einzig mögliche Weg zur beruflichen Ausbildung ist.

In der hauptschulischen Berufsausbildung werden die Jugendlichen in den Werkstätten und Lehrstellen praxisnah geschult, wo sie die Berufsausübung erwerben, die von der Industrie- und Handelskammer mit der selben Abschlußprüfung am Ende der Berufsausbildung nachweisen kann. Auch hier erfolgt die Schulung nach dem Curriculum. Zahlreiche Jugendliche sind auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz und wollen den "Traumberuf" ausbilden.

Weil der Bund die Zuständigkeit für die Berufsausbildung auf die Betriebe verlagert hat, sind sie den wirtschaftlichen Veränderungen unerbittlich unterworfen. Bei schlechter Konjunkturlage nimmt auch die Anzahl der Azubis ab. Es gibt einige Menschen, die vier Jahre brauchten, um die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (!) zum Industriekaufmann zu erlangt.

Dabei ist der Bund offensichtlich mitverantwortlich, da er nichts mit der Berufsausbildung zu tun hat und die Verantwortlichkeit dafür bei der Unternehmen liegt. Die Vergabe der Lehrstellen erfolgt sehr oft nach dem "Vitamin B"-Prinzip (Beziehung), d.h. die Angehörigen oder Freundinnen und Bekannten der Mitarbeiter werden zum Schaden der anderen Antragstellerinnen und Antragsteller vorgezogen. Schätzungen zufolge wird nahezu die Hälfe aller Ausbildungsstellen auf diese Art und Weise zuteil.

Die hauptschulische Bildung hätte den Vorzug, dass Absolventen, die keinen Lehrplatz in einem Unternehmen gefunden haben, ihren Wunschberuf noch zeitgleich nach dem selben Curriculum lernen können. Die Vollzeitausbildung ist nicht schlimmer als die duale berufliche Bildung, denn in den Niederlanden können Schulabsolventen wählen, ob sie eine duale oder eine Vollzeitausbildung wünschen.

Daher müsse das System der dualen Berufsausbildung die unsinnigen Berufsgruppen reinigen und beseitigen und es ermögliche, die Berufsausbildung in diesem Gebiet innerhalb eines Jahrs abzuschließen.

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