Ausbildung Schwerbehinderung

Training Schwerbehinderte

Besondere Regelungen gelten für schwerbehinderte und gleichberechtigte Menschen im Arbeitsleben. Einige studieren, aber die meisten versuchen, eine Ausbildung zu bekommen. Ziel ist es, "schwerbehinderte Menschen in das Arbeitsleben zu integrieren". Jugendliche mit schweren Behinderungen oder Gleichberechtigung. Behinderte Menschen haben es oft schwer, einen Arbeitsplatz zu finden.

Bundesarbeitsministerium für Wirtschaft und Gesellschaft

Spezielle Vorschriften sind für Menschen mit Schwerbehinderung und Gleichberechtigung im Berufsleben anwendbar. Diese haben Sonderrechte und -ansprüchen. Unternehmer haben auch dann einen Vorteil, wenn sie in ihrem Unternehmen Menschen mit schwerer Beeinträchtigung einstellen. Starkbehinderte Menschen bekommen auf Anfrage einen Schwerbehindertenpass vom Rentenamt. Menschen mit einer Invalidität (GdB) von weniger als 50, aber wenigstens 30 können von der Arbeitsagentur gleich behandelt werden und bekommen damit weitgehend gleiche Anrechte.

In der Arbeitswelt sind besonders stark behinderte und gleichberechtigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgesichert.

Integrationsstellen - Ausbildung

Bundesweit geltende Rechtsvorschriften für alle innerbetrieblichen Ausbildungsverhältnisse (anerkannte Ausbildungsberufe) sind im BBiG und in der Gewerbeordnung (HwO) verankert. Rechtlich verbindliche Ausbildungsverordnungen werden vom Bundesarbeitsminister im Benehmen mit dem Bundesforschungsminister oder den verantwortlichen Ministerien in Gestalt einer Verordnung herausgegeben. Eine Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen muss in Übereinstimmung mit den Ausbildungsvorschriften stattfinden.

Junge Menschen unter 18 Jahren dürfen nur in einem zugelassenen Ausbildungsberuf unterwiesen werden ( § 4 Abs. 3 BBiG). Besonders wichtig sind für die behinderten Menschen - im Zuge der innerbetrieblichen Ausbildung - folgende Bestimmungen: Den Menschen dürfen nur solche Tätigkeiten zugewiesen werden, die unter anderem ihrer Leistungsfähigkeit entsprechen (§ 14 Abs. 2 BBiG).

Bei der Umsetzung des BBildungsgesetzes haben die für die Umsetzung verantwortlichen Organe (Kammern) die Besonderheiten von Menschen mit Behinderungen zu beachten ( 65 Abs. 1 BIBiG und 42 HwO). Das betrifft vor allem die Zeit- und Sachstruktur der Ausbildung, die Länge der Prüfungszeiten, die Aufnahme von Hilfen und den Einsatz von Dritthilfen wie Gebärdensprachdolmetschern für Schwerhörige.

Zu den Abschlussprüfungen sind auch dann Menschen mit Behinderungen zugelassen, wenn die Anforderungen des 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 LBiG oder des 36 Abs. 1 Nr. 2 und 3 HwO nicht erfüllt sind, d.h. wenn die Beteiligung an verordneten Vorprüfungen oder die Aufbewahrung der verlangten schriftlichen Nachweise nicht stattgefunden hat oder wenn das Berufsbildungsverhältnis nicht in das Berufsbildungsverzeichnis oder in das Lehrstellenverzeichnis aufgenommen ist.

Bei besonderem Hilfebedarf und besonderer Pflege kann die Ausbildung von Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der betrieblichen Rehabilitation (z.B. Berufsbildungszentrum) stattfinden. Auf Wunsch des Menschen mit Behinderungen oder seiner rechtlichen Vertretung sind in Abweichung von der Ausbildungsordnung spezielle Ausbildungsvorschriften für Menschen mit Behinderungen möglich ( 66 Abs. 1 LBiG und 42m HwO).

Durch die arbeitsrechtliche Einstufung als Mitarbeiter erhalten schwangere Menschen einen speziellen Entlassungsschutz (§§ 85ff. SGB IX). In der Bemessung der Kompensationsabgabe werden Ausbildungsstätten, in denen stark behinderte Praktikanten eingestellt sind, nicht in die Ermittlung der Mindestanzahl von Stellen und der Anzahl von Pflichtpositionen einbezogen. Auch stark behinderte Lehrlinge werden auf 2 Pflichtpositionen ( 74 und 76 SGBIX) bzw. bei speziellen Anforderungen auf 3 gezählt.

Invalide und schwerstbehinderte jüngere Menschen werden während der Ausbildungszeit gleich behandelt (Gleichstellung), auch wenn der Invaliditätsgrad unter 30 liegt oder ein Invaliditätsgrad nicht nachgewiesen wurde (§ 68 (4) SGBIX). Beschäftigte, die arbeitsunfähige oder schwerstbehinderte Praktikanten und Praktikanten (oder deren Eltern) einstellen, können je nach den Bedingungen verschiedene Vergünstigungen erhalten:

Ein Ausbildungsbetrieb oder ein anderer Auftraggeber, der einen stark behinderten jungen Menschen nach Beendigung der Ausbildung in ein Arbeits- oder Arbeitsverhältnis überführt, wird auf die Anstellung im ersten Jahr für 2 Pflichtpositionen anrechenbar gemacht (§ 76 Abs. 2 SGB IX). Wer es einem Unternehmer erlaubt, dass schwerschwere Jugendliche im Zuge ihrer Ausbildung in einer Bildungseinrichtung (z.B. in einer Berufsbildungseinrichtung) einen Teil ihrer Ausbildung in seinem Unternehmen abschließen, kann diese auf 2 - max. 3 - Pflichtpositionen angrechnen.

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