Ausbildung mit Migrationshintergrund

Training mit Migrationshintergrund

Junge Menschen mit Migrationshintergrund haben es oft schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, als sie dachten. Der Grund dafür ist, dass die Beteiligung junger Menschen mit Migrationshintergrund an einer dualen Berufsausbildung seit Jahren unter dem Durchschnitt liegt. Jugendliche mit Migrationshintergrund haben nach wie vor eine geringere Wahrscheinlichkeit, einen Berufsabschluss zu erwerben als solche ohne.

Die Suche nach einem Lehrstellenangebot für ausländische Interessenten wird erschwert.

Junge Menschen mit Migrationshintergrund haben es oft schwieriger, einen Ausbildungsplatz zu finden, als sie dachten. Darüber hinaus ist das Arbeitslosigkeitsrisiko nach der Ausbildung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund signifikant größer als bei Inländern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes beträgt die Bildungsbeteiligung (die Zahl der Lehrlinge im Verhältnis zur 16- bis 21-jährigen Bevölkerung) bei in Deutschland lebenden Menschen rund 67,5%, bei Menschen mit Migrationshintergrund aber nur 25,5%.

Ähnlich sind die Werte bei den Damen, wobei die Beteiligung deutscherinnen an der Ausbildung bei rund 45,9% und die von Migrantinnen bei 20,7% lag. Aus diesen Daten geht eindeutig hervor, dass es jungen Menschen mit Migrationshintergrund oft schwieriger wird, einen passenden Ausbildungsstellenplatz zu haben. Daher werden die Betriebe von den Arbeitnehmervertretungen und der Regierung immer wieder gefordert, die Integration zu optimieren und Befürchtungen zu mindern.

Eines der Ziele des National Pact for Training and Qualified Manpower besteht daher darin, Hindernisse für den Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu beseitigen.

Junge Menschen mit Migrationshintergrund: weniger Möglichkeiten für eine Berufsausbildung

Die Quote der jungen Menschen mit Migrationshintergrund an den registrierten Ausbildungsplatzbewerbern stieg von 20 v. H. im Jahr 2004 auf 29 v. H. im Jahr 2016. Allerdings sind ihre Ausbildungsplatzchancen auch unter den selben Bedingungen deutlich geringer als bei jungen Menschen ohne Migrationshintergrund. In einer aktuellen Auswertung der Bundesanstalt für Berufsausbildung wird deutlich, dass sich ihre Aussichten durch die inzwischen etwas bessere Lage auf dem Bildungsmarkt verbessert haben - letzteres ist jedoch auf die Tiefststände von 2004 zurück gefallen.

Lediglich 29 Prozentpunkte der Zuwanderer mündeten haben 2016 eine doppelte Berufsausbildung begonnen, während 47 Prozentpunkte der jungen Menschen ohne Migrationshintergrund konnten dies erreichen. Der Grund dafür ist vor allem, dass die Ausbildungsvoraussetzungen junger Menschen alles andere als die gleichen sind: Unter Schulabschlüsse hatten Antragsteller mit Migrationshintergrund eine wesentlich geringere Zahl. Unter jungen Menschen mit türkischer oder maurischer Abstammung war Abschlüsse 2016 am schlimmsten, und während unter jungen Menschen aus osteuropäischen Gastfamilien waren die Ergebnisse spürbar besser.

Beide Gruppierungen, auch die Abiturienten, erzielten im selben Jahr jedoch ein niedrigeres Niveau von Einmündungsquoten als Jugendliche und Jugendliche ohne Migrationshintergrund, die unter über nur den Abiturabschluss machten. Weshalb die Aussichten auf einen Lehrplatz für Junge Menschen mit Migrationshintergrund so schlecht sind, ist darüber zurzeit nur eine Vermutung. Dies deutet darauf hin, dass Antragsteller in Unternehmensauswahlverfahren diskriminiert werden - sie werden viel weniger häufig zu Vorstellungsgesprächen oder Eignungsprüfungen von Unternehmen einladen.

Möglich Gründe dafür wie z.B. Reservierungen bei den Verantwortlichen des Personals oder die Vermutung, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund des Personals oder von Kundinnen und -kunden würden weniger akzeptieren, sind im Allgemeinen auf empirischer Ebene noch nicht hinreichend besetzt: Hier ist ein hoher Recherchenbedarf mehr gegeben.

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