Ausbildung in

Training in

Die Struktur und die Inhalte der medizinischen Ausbildung unterliegen einem ständigen Wandel. Für die Teilzeitausbildung bieten wir Ihnen zwei Möglichkeiten. Medizinisches Training in Aktion Aufbau und Inhalte der medizinischen Ausbildung unterliegen einem stetigen Veränderungsprozess. Sie wurde seit ihrer ersten echten Neuerung in der Zeit nach dem Krieg - der Verabschiedung der Zulassungsverordnung für Mediziner (ÄAppO) im Jahr 1970 - immer wieder als unzulänglich und mit vermeintlich verbesserten Möglichkeiten bekämpft. Das hat vielfältige Gründe: Die Ansprüche der Bevölkerung steigen: Die Menschen werden alt und multimorbid, sie sind viel besser aufgeklärt und damit gegenüber den Angeboten der Ärzteschaft skeptischer.

Zunehmend fordert die Öffentlichkeit auch die nicht immer einfache Verbindung von evidenzbasiertem und empathischem medizinischen Handeln. Sie selbst ist eine Wachstumsbranche: Neue Erkenntnisse, vor allem in der Diagnostik, erfordern eine stetige Adaption des Kursangebots oder dringen als neue Themen in die Zulassungsvorschriften ein. Sogar Politiker und Juristen geben die medizinische Ausbildung nicht auf.

Das jüngste Beispiel ist die Verfassungsgerichtsentscheidung, die die Fachbereiche und die Länder dazu zwingt, die Vorschriften über die Vergabe von Studienplätzen in der Humanmedizin bis Ende 2019 teilweise zu abändern. Seit vielen Jahren wird auch die angebotene Ausbildung (und damit die Zulassungsvorschriften) von der Politik der Ärztekammer wegen ihres angeblichen mangelnden Praxisbezugs beanstandet. In gewissem Gegensatz zu den weitestgehend mangelnden Reformanstrengungen der Fortbildung, die in die Verantwortung der Fachgesellschaften fällt und die Qualifikation der Fachkräfte reguliert, steht die Intensivität der Beiträge von dieser Seit.

Auch in den Fachbereichen und am Tag der Mediziner wurden diese Maßnahmen immer häufiger wahrgenommen. Allerdings ist auch zu fragen, ob die medizinische Fakultät ab 1970 über die erforderlichen Ressourcen verfügt und willens ist, die unterschiedlichen Ansprüche an sie vollständig umzuwandeln. Das Ergebnis dieses konstanten Drangs ist die regelmäßige Überarbeitung der Ärztlichen Zulassungsverordnung: Seit 1970 hat keine Studienkohorte mehr ihr Studienabschluss unter dem selben äAppO gemacht, mit dem sie das erste Fachsemester begonnen hat.

Inzwischen haben es auch die Ärzte (vermutlich) endlich verstanden, die 1955er (sic!) Zulassungsvorschriften für Ärzte zu unterzeichnen. Wenn für die verbleibenden Finanzreserven noch eine Einigung erzielt werden kann, stehen die Fachbereiche Medizin vor einer neuen Aufforderung. Derzeit durchlaufen wir eine neue Phase der Reformanstrengungen rund um die Lizenzvergabe.

Es ist beabsichtigt, viele der nachfolgend dargestellten Ausbildungsaspekte in ein neues äAppO zu überführen. Mit den modellhaften Medizinstudiengängen, deren Rechtsgrundlage in 41 APPO festgelegt ist, können innovative Curricula erprobt und damit die medizinische Ausbildung durch den Übergang auf die Standard-Curricula kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Bedeutung der Doktorarbeit vor dem Hintergund des Claims, die Ausbildung in Humanmedizin und Zahnheilkunde als wissenschaftliche Studie zu konzipieren, beleuchtet er im nachfolgenden Artikel.

Aufgrund der langjährigen Doktoratskritik werden an den Fachbereichen der Medizin derzeit Konzepte zur Festschreibung der naturwissenschaftlichen Ausbildung im Studienbetrieb entwickelt. In diesem Artikel werden auch ausgedehnte, vor allem strukturelle Doktorandenprogramme für Nachwuchsmediziner vorgestellt. Die beiden Autoren B. P. Schörer und F. Wissing vermitteln einen Einblick in das neue Spektrum der in den vergangenen Jahren in Deutschland etablierten privatwirtschaftlichen Medizinstudiengänge.

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen der staatlichen und der privaten medizinischen Ausbildung in Deutschland werden in diesem Aufsatz zusammengefasst. In ihrem Vortrag gehen B. Kahl-Nieke und N. Vonneilich auf die derzeitigen Reformanstrengungen in der Dentalmedizin ein. In Deutschland wurden in den vergangenen zwei Jahren nach jahrzehntelangen Reformengpässen im Studium der Zahnheilkunde verschiedene Anstrengungen registriert. Die neue Zulassungsordnung für die Zahnheilkunde ist in einem sehr weit entwickelten Entwicklungsstadium.

Derzeit werden an einigen Stellen modellhafte Studiengänge entwickelt - ähnlich wie in der Humanmedizin. Die beiden Referenten B. Kahl-Nieke und N. Vonneilich stellen Forschungsergebnisse zu Reformwirkungen und Reformzielen an verschiedenen Auslandsstandorten als Inputs für den Musterstudiengang Zahnmedizin in Hamburg vor. H. van den Busche et al. stellen das Fehlen einer institutionalisierten Kooperationsform zwischen medizinischer Ausbildung und medizinischer Fortbildung in Frage.

Ersteres ist im Grunde genommen Sache der ärztlichen Fachbereiche, letzteres erfolgt fast ausschliesslich in Spitälern und ist daher de facto Sache der Ärzte. Der Autor schlägt vor, dass Bildung und Ausbildung als ein kontinuierliches Phänomen betrachtet werden sollten. Bei einem solchen Konzept sollen die Ärzteverbände einen stärkeren Einfluß auf die Ausbildung und - umgekehrt - die Fachbereiche auf die Fortbildung haben.

Der zweite Teil der Ausgabe stellt die spezifischen Bestandteile des medizinisch-wissenschaftlichen Reflexionsprozesses vor, zunächst eine kurze Beschreibung des National Competence-Based Learning Objectives Catalogue for Medicine and Dentistry (NKLM/NKLZ) von F. Wissing. Sie sollen sicherstellen, dass das übergeordnete Bildungsziel des "wissenschaftlich und praxisnah in der Heilkunde geschulten Mediziners, der in der Lage ist, seinen eigenen selbständigen Arztberuf, seine eigene Fort- und Weiterbildung auszuüben " verwirklicht wird.

Den folgenden Artikel über die Auswahl der Medizinstudenten in Deutschland hat die von W. Hampe geleitete Arbeitsgemeinschaft verfasst (A. Schwibbe et al.). Der Autorenkreis untersucht die in Deutschland derzeit von den Fachbereichen der Medizin verwendeten Selektionsverfahren, um kognitive Leistungsfähigkeiten und psychosoziale Kompetenz im Bezug auf ihre Gültigkeit zu messen. Im Rahmen ihrer Überprüfung untersuchen sie, inwieweit Maßnahmen auf der Ebene der gesundheitlichen Aus- und Fortbildung zur Behebung der geschilderten Probleme in Frage kommen.

Klauser schildert interdisziplinäre Trainingsansätze in der Gesundheit. Dies ist jedoch nur dann sichergestellt, wenn der fachübergreifenden Zusammenarbeit in der allgemeinen und beruflichen Bildung eine größere Priorität zuerkannt wird. Auf der Grundlage von ausgewählten Projekten aus dem Förderschwerpunkt "Operation Team" der Robert Bosch Stiftung wird in diesem Artikel die entsprechende deutsche Situation dargestellt. Die Tolks GmbH stellt die derzeit genutzten Angebote des elektronischen Lehrens und Lernens in der ärztlichen Ausbildung dar und wertet sie aus.

Einige medizinische Fachbereiche in Deutschland haben in den vergangenen Jahren Mentoring-Programme für Medizinstudenten aufgesetzt. In dem Artikel von C. Bergelt, I. Heinz und J. Guse wird ein freiwillig durchgeführtes Drei-Säulen-Mentoring-Programm für Studenten und dessen Auswertung an der Hamburgischen Medizinischen Fakultät beschrieben.

Mehr zum Thema