Ausbildung Fluglotse Bundeswehr

Fluglotsenausbildung Bundeswehr

von zivilen Fluglotsen. Lies auch: Pilotenausbildung bei der Bundeswehr. Zeitschrift DFS nimmt Flugsicherungstraining für die Bundeswehr in die Hand

Mit Wirkung zum Jahreswechsel 2017 wird die DFS die Ausbildung zum militärischen Flugsicherungsdienst übernehmen und am Betriebsstandort Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ausbilden. Dieser Grundsatzbeschluss ist Bestandteil einer am zweiten Quartal unterzeichneten Vereinbarung zwischen den Repräsentanten der DFS und dem Bundesamt für Ausrüstungen, Informationstechnologie und Einsatz der Bundeswehr (BAAINBw) auf dem Flugplatz Allgäu.

Die DFS hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass eine Tochtergesellschaft "Kaufbeuren ATM Training GmbH" "voraussichtlich am kommenden Wochenende " mit der operativen Leitung der Flugsicherung (ATM: Air Traffic Management/Flight Traffic Management) beauftragt werden soll. Das Kaufbeurer Unternehmen soll nach Militärstandards zertifiziert werden. Die Kaufbeuren ATM Training für die Ausbildung von Flugsicherungspersonal wird Anfang 2017 die Gesamtverantwortung für die Ausbildung von Flugsicherungspersonal im Zivil- und Militärbereich inne haben.

Laut Angaben der Bundesluftwaffe werden 15 Soldatinnen und Soldaten die Schüler dabei helfen, "die besonderen Merkmale des Militärflugbetriebs zu erklären". Darüber hinaus ist geplant, so die Bundeswehr in einer separaten Pressemitteilung, ab 2017 neben den von der Bundeswehr erworbenen Objekten weitere Infrastrukturen aufzubauen. Der Einsatzplan 2011 der Bundeswehr hatte zunächst die Auflösung der Flugbasis Kaufbeuren als Bundeswehrbasis im Jahr 2017 geplant (wir berichteten).

Das technische Trainingszentrum des Geschäftsbereichs Südliche Luftstreitkräfte (TAusbZLw Abt Süd) sollte umziehen. Die Flugsicherung, d.h. die militärischen Flugsicherung, war in Kaufbeuren zuvor von der Airwaffe geschult worden. Bereits in der vergangenen Zeit hatte das Österr. Heer auch hier von den Trainingsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. In Kaufbeuren ist die zukünftige Ausbildung von zivilen und militärischen Flugsicherungsträgern extrem aufwendig.

In den ersten Monaten gibt es mehrere Monaten theoretischer Arbeit mit Fächern wie Flugzeugmusterkunde, Flugrecht, Sprechfunk, Luftfahrt-Englisch, Wetterkunde und Navigation", sagt die Fliegerwaffe. Er vermittelt, was der Fluglotse in einem realen Turm oder Zentrum erfährt, und bereitet ihn auf den Praxisteil der Ausbildung vor. "Der zukünftige Fluglotse muss während der Ausbildung mehrere Untersuchungen durchlaufen.

Das privatrechtliche Bundesunternehmen DFS ist ein privatrechtliches Familienunternehmen mit rund 5650 Beschäftigten (Stand per Ende 2015). Mit rund 2000 Lotsen steuern sie bis zu zehntausend Flugbewegungen pro Tag im deutschsprachigen Raum, rund drei Milliarden pro Jahr. Vorrangiges Ziel der Zusammenarbeit zwischen der DFS und der Bundeswehr ist nach Ansicht der Vertragsparteien die Zusammenführung von Know-how.

Weitere Teilnehmer der Veranstaltung waren: Kaufbeurens Bürgermeister Stefan Bosse, der Chef der bayrischen Staatskanzlei Marcel Huber, CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (Bundestagswahl Ostallgäu) und Brigadegeneral Lutz Kohlhaus (Abteilungsleiter "Personal, Organsation und Ausbildung" im Luftwaffenkommando, Köln). Die negativen Auswirkungen der Strukturreform der Bundeswehr auf die gesamte Bundeswehr wurden "spürbar abgefedert" Die bayrische Landesregierung war erfreut über die Unterzeichnung des Vertrages am kommenden Wochenende.

Staatskanzlermeister Huber sagte vor der Presse: "Die heute getroffene Vereinbarung zwischen der Bundesluftwaffe und der Bundeswehr verstärkt Kaufbeurens ökonomische Zukunftsperspektive als Ausbildungsstandort. Für mich als Minister für Rüstung und Konvertierung war es ein großes persöhnliches Interesse, die Ausbildung vor Ort mitzunehmen. "Dass sich die Bemühungen der Staatsanwaltschaft und die engen Kontakte mit dem Bundesministerium der Verteidigung ausgezahlt haben, beweist die inzwischen etablierte Zusammenarbeit zwischen der DFS und der Luftwaffe", so Huber.

Die negativen Auswirkungen der Stilllegung des Militärstandortes auf die gesamte betroffene Fläche konnten so durch die Errichtung von neuen Arbeitsplätzen und Ausbildungsplätzen "spürbar abgefedert" werden.

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