Ausbildung Erzieherin Baden Württemberg

Bildung Kindergärtnerin Baden Württemberg

Für den Lehrerberuf gibt es in Baden-Württemberg zwei staatlich anerkannte Ausbildungswege. Ausbildung zum PIA Erzieher in Baden Württemberg- die wesentlichen Hinweise

Baden Württemberg war vor einigen Jahren das erste deutsche Land, das auf den Lehrstellenmangel reagierte und eine bezahlte Weiterbildungsmöglichkeit für zukünftige Lehrkräfte mit der PIA-Ausbildung schuf. Hier geht es darum, weitere Ausbildungsstellen zu bekommen und gleichzeitig eine größere Gruppe von Menschen für die Ausbildung von Lehrkräften zu begeistern. Das Training wird von der Agentur für Arbeit mit dem Spezialprogramm WIGebAU unterstützt.

Bevor sich der Student an einer Berufsschule für sozialpädagogische Ausbildung einschreibt, muss er sich von der Agentur für Arbeit über die für die praktische Ausbildung zuständige Institution beraten lassen. Der Nachweis eines einjährigen Praktikums in einer sozioökonomischen Institution ist erforderlich. Abhängig von der Ausbildung des Antragstellers kann der Sponsor das Praxissemester auf maximal 3 Monaten abkürzen.

An die Stelle des Ausbildungsvertrages tritt ein Arbeits- und Ausbildungsverein. Diesen unterschreiben die Studierenden mit ihrer Institution. Damit richtet sich die PIA-Ausbildung vor allem an Antragsteller, die bereits im Arbeitsleben waren und nun eine Karriere als Ausbilder als Quereinsteiger oder Quereinsteiger suchen. Anstelle der 2-jährigen Gesamtschulausbildung mit zwei Blöcken Praktika und einem Jahr Anerkennung verbindet die PIA-Ausbildung die Bereiche Wissenschaft und Praktik.

Die Schülerinnen und Schüler gehen in der Regelfall drei Tage die Woch in die schulische und die Sozialpädagogik zwei Tage die Woch. So dominieren auch bei dieser Form der Pädagogenausbildung die Theorie. So werden die Praktikanten in der Ausbildung von Pädagogen als Jugendliche angesehen und sind nach dem Berufsausbildungsgesetz nicht mit Praktikanten in anderen Berufsgruppen zu vergleichen.

Für die Ausbildung der PIA ist in erster Linie die Berufsschule für sozialpädagogische Ausbildung zuständig, nicht die Praxis. Ein positiver Aspekt der PIA-Ausbildung ist die Tatsache, dass die Studenten während der Ausbildung ein Gehalt bekommen. Diese wird im Anstellungsvertrag mit der für die sozialpädagogische Institution verantwortlichen Institution erfasst. Die Jugendlichen werden als gering qualifizierte Arbeitskräfte klassifiziert und es gibt keine Klassifizierung nach TVÖD.

Die Agentur für Arbeit übernimmt in den ersten zwei Jahren der Ausbildung 75% der anfallenden Arbeitskosten des Schülers an die Institution. Studierende können auch bei der Agentur für Arbeit Gebühren für Schulungen, Reisekosten usw. einfordern. Dadurch wird sichergestellt, dass eine größere Gruppe von Menschen an der Ausbildung von Pädagogen teilnehmen kann. Nähere Informationen zur PIA-Ausbildung in Baden-Württemberg finden Sie unter https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/Remote/km/pia-wegebau_2016-03-09. pdf, die vom Staatsministerium für Bildung und Kultur bereitgestellt wird.

Hoffentlich wird sich diese Form der Ausbildung weiter etablieren und andere Länder dem Beispiel Baden-Württembergs nacheifern, um dem Lehrstellenmangel zu begegnen und die Ausbildung attraktiver zu gestalten.

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