Ausbildung beim Tierschutz

Schulung im Bereich Tierschutz

Aufgaben Aufgaben Die Bundesvereinigung der Beamtenveterinäre hat einen Faltblatt über die Aufgabe und Ausbildung von Beamtenveterinären in Deutschland herausgegeben. Die vorliegende Publikation soll Sie über die Hauptaufgaben des amtlichen Veterinärdienstes aufklären, die bei der Aufdeckung von Lebensmittelskandalen, gefährlichen Tierkrankheiten oder Tierquälerei stets die Aufmerksamkeit der Presse und der Öffentlichkeit erregen.

Die amtliche Veterinärbehörde ist gekennzeichnet durch die Ansprüche einer fortschrittlichen Gemeinschaft an Nahrung und Stimulanzien. Im Bereich der Seuchenbekämpfung ist sie für die Tierhaltung von großer Wichtigkeit und muss den moralischen Erfordernissen unserer Zeit und den neuesten technischen Errungenschaften in Bezug auf den Tierschutz nachkommen. Die besondere veterinärmedizinische Aktivität dient dem Verbraucherschutz vor Gesundheitsschäden durch Nahrungsmittel oder ansteckende Viehseuchen sowie dem gesellschaftlichen Umweltschutz vor Wirtschafts- und Marktschäden durch Viehseuchen.

Die amtlichen Tierärzte im Öffentlichen Sektor sind verpflichtet, für die Beachtung zum Wohle von Mensch und Wild zu sorgen: Sie üben ihre verantwortlichen Tätigkeiten in Lebensmittelkontroll- und Veterinäramtern in den Bezirken und Großstädten, in denen sie tätig sind, sowie in Ermittlungsämtern mit moderner Ausrüstung aus. Gesundheitsschutz vor Gesundheitsgefahren und vor irreführender und betrügerischer Absicht durch Nahrungsmittel und Produkte tierischen Ursprungs Erhalt und Steigerung der Qualität von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs Leben und Wohlbefindens von Tieren und Vorbeugung von Leid Erhalt und Weiterentwicklung einer effizienten und freihandelbaren Tierpopulation Vermeidung und Kontrolle von Tierseuchen, die eine Gefährdung für die Tierpopulationen darstellen oder auf den Menschen übertragbar sind (z.B.

B: Schweine, Maul- und Klauenseuche, Rinderwut ) Umweltschutz vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen, die durch Tiere, tierische Erzeugnisse und Abfälle verursacht werden können. Es schützt die Verbraucher nicht nur vor den Risiken von Tierseuchen (Zoonosen), sondern auch vor unzulässigen hormonellen, medizinischen und anderen gesundheitlich bedenklichen Reststoffen wie z. B. Buntmetallen oder Pflanzschutzmitteln.

Präventiver gesundheitlicher Schutz nimmt auf allen Stufen der Nahrungsmittelproduktion an Gewicht zu und zwingt alle Unternehmen, angemessene, risikoorientierte interne Kontrollen durchzuführen, deren Effektivität einer intensiven Überwachung unterliegt. Die amtlichen Tierärzte orientieren und betreuen das Handwerk in allen Belangen der Betriebshygiene und Qualitätskontrolle. Dem Tierschutz kommt vor allem nach der Einbeziehung in das Basic Law eine hohe Priorität zu.

Falsche Vorstellungen von Tierschutz und angeblicher Liebe zum Individuum sind ebenso Ausgangspunkte für Haltungsprobleme wie Zusammenhänge zwischen Mensch und Individuum, die die physischen und psychischen Mängel der Tierbesitzer ausgleichen sollen. Daraus ergeben sich anspruchsvolle, zeitaufwändige und anspruchsvolle Tätigkeiten des amtlichen Veterinärdienstes, die neben einem breiten Spektrum an Spezialwissen auch besondere Fähigkeiten im Umgangs mit den unterschiedlichen Tierspezies und den oft unverständlichen, teilweise sehr sensiblen Haustierhaltern voraussetzen.

Mit der obligatorischen Überprüfung von Konstruktionsplänen für die gewerbliche Tierhaltung wird eine frühe fachliche Ratschläge gegeben und tiereigene Irrtümer vermieden. Die Aufsichtsbehörden haben in den vergangenen Jahren vermehrt amtliche Tierärzte aufgefordert, die Agressivität von Haustieren (Kampfhundeproblematik) und die Erhaltung von gefährlichen Tierspezies (z.B. Schlangen) zu bewerten, damit geeignete Massnahmen zur Gefahrenabwendung ergriffen werden können.

Der Stellenwert der Seuchenbekämpfung liegt in der Abwehr von Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier und dem damit einhergehenden Schutze vor beträchtlichen wirtschaftlichen Einbußen. Die Maul- und Klauenseuche, Schweine und die Hühnergrippe sind beispielhaft für die jüngste Zeit. Die wirtschaftliche Schädigung durch hochansteckende Tierkrankheiten wird durch die MKS-Situation in Großbritannien mit einem Gesamtvolumen von über 10 Mrd. Euro deutlich.

Der Natur- und Artenschutz wird durch die Seuchenbekämpfung aktiv unterstützt, denn Haustierkrankheiten betreffen auch die Wildpopulationen. Ohne ausreichend und gut ausgebildetes Fachpersonal ist eine wirksame Bekämpfung von Tierseuchen nicht möglich. EU-weit einheitlich berichtende und berichtende Unternehmen sind weitere Bestandteile einer modernen Tierseuchenkontrolle, ebenso wie die modernen Tierkörperverwertungsanlagen, in denen tote Versuchstiere, Schlachthofabfälle und tierhygienisch unbedenkliche Substanzen unbedenklich beseitigt werden können.

Sie stehen unter tierärztlicher Aufsicht sowie für Biogaserzeugungsanlagen, in denen neben Flüssigdünger und erneuerbaren Grundstoffen auch Speisereste aufbereitet werden. Mit den bundesweit geltenden Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften für Veterinäre werden die dargestellten Erfordernisse des amtlichen Veterinärdienstes berücksichtigt. Das Training umfasst eine Querschnittslehre, in der die interdisziplinäre Präsentation der klinisch-tiermedizinischen Forschung unter spezieller Beachtung aller Einflussfaktoren auf das Lebewesen und die daraus gewonnenen Nahrungsmittel durchgeführt wird.

Dazu gehören Tierschutz, Tierseuchenvorsorge und Umweltschutzbestimmungen, Tierschutzbedingungen, Futtermittelwissenschaften, Infektiologie, Rückstände und Umweltkontaminationen, Nahrungsmittelhygiene, Lebensmittelherstellungstechnologie und Qualitätskontrolle. Aufgrund unseres bundesstaatlichen Systems sind die Länder für die Erfüllung der amtlichen tierärztlichen Pflichten verantwortlich. Weitere Fachgebiete als Fachtierarzt (z.B. für öffentliche Tiermedizin, Tierschutz, Tierseuchen, Seuchenbekämpfung, Mikrobiologie) sind unverzichtbare Hilfsmittel bei der Erfüllung von Aufträgen.

Veterinärpraxen, Veterinärfakultäten der Universitäten: Bei weiteren Fragestellungen steht Ihnen das für Ihren Wohnsitz verantwortliche Büro für Lebensmittelkontrolle und Veterinärmedizin (Veterinäramt) zur Verfügung. Der dort tätige amtliche Tierarzt hilft Ihnen gern weiter.

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