Ausbildung 2016 Erzieherin

Bildung 2016 Erzieherin

Im September 2016 werden sechs weitere Kandidaten ihre Ausbildung bei Pädiko zu Beginn des Schuljahres 2016/17 zur Ausbildung zum Erzieher und Altenpfleger beginnen. Pädagogen gehören zu den gefragtesten Berufsgruppen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Für das Schuljahr 2003/2004 wurde in Berlin ein neues, einheitliches Ausbildungsprogramm für Pädagogen eingeführt.

Berufsausbildung zum Pädagogen - berufsbegleitend einlernen

Das sind neben einem gutem Hauptschulabschluss die Einstiegsvoraussetzungen für die berufliche Weiterbildung zum Ausbilder. Während es vor 25 Jahren eine Ausbildung zur Kindergärtnerin, Kindergärtnerin oder Heimpädagogin gab, liegt die Ausbildung zur Kindergärtnerin heute im Umfang von 0 bis 27 Jahren. Daher ist es erforderlich und in den Richtlinien von Sachsen-Anhalt festgelegt, dass die Jugendlichen während ihrer Ausbildung zumindest ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen, in dem sie einen Einblick in ein anderes Fachgebiet erhalten können.

Zur Zeit sind die Studenten noch als Erzieherinnen tätig. Sie dürfen während ihrer 4-jährigen Ausbildung neben ihrer Berufstätigkeit an zwei Tagen in der Schule bleiben. Sie können dann als Vollzeitpädagogen in Krippen, Kindertagesstätten, Hortstätten, Jugendclubs, Wohngruppen oder als Straßenarbeiterinnen und -arbeiter tätig sein. Für diejenigen Kinder, die mit jungen Menschen mit Flüchtlingsproblemen zusammenarbeiten, werden neben der Ausbildung zur Erzieherin besondere Weiterbildungskurse angeboten, um auf ihre tägliche Arbeit vorbereitet zu sein.

Wir danken der Flötenklasse der Familie Anne und Wolf Gander von der Musikhochschule "Kurt Weill" in Dessau für die hervorragende Musikbegleitung unserer "Einschreibezeremonie".

Bekenntnis zur Sozialpädagogik

Eine entspannte, persönliche Interaktion aller Teilnehmer untereinander. Durch die ständige Bereitschaft des Kursleiters und die praktischen Hinweise des Referenten wird eine gute Vorraussetzung für das weitere berufliche Leben geschaffen. Tolles Lehrerteam! Das Studium als staatliche Erzieherin verlief sehr gut. Nochmals vielen Dank an alle Lehrkräfte, die mich so gut unterstützen.

Bereits während des Pflegepraktikums bemerkte ich, dass die Seniorenpflege ganz mein Metier ist. Nun bin ich in der neuen Altersklasse und habe einen Praktikumsplatz bei Kursana Dominizil Berlin Lichtenberg auch gegen Ausbildungsvergütung.

Ausbilderin! Ich bin Pädagoge!

Der überzeugte Pädagoge Holger Haas chattet aus der Nähbox über seine Erlebnisse als Mann in einer von der Frau beherrschten Berufswelt - und gleicht sie mit denen junger Kollege. Meinen ersten Ausbildungsgang zum Heizungs- und Lüftungstechniker, einen Berufsstand für "echte" Menschen, genoss ich bereits 1984-1987 im hohen Lebensalter von 17 Jahren in meinem Geburtshaus Stuttgart:

Daher ist in mir die Vorstellung gereift, in Zukunft über eine Pädagogik- und eine Teilzeit-Pantomimenausbildung in einem Kinderschauspiel zu wirken, deshalb habe ich die Ausbildung zum Staatlichen Pädagogen im Stuttgartischen Föderationsseminar, einer Fachhochschule für sozialpädagogische Bildung, begonnen. Mit rund 70 Lehrlingen war dies damals noch eine ungewöhnlich gute Wert. Einer von uns erhielt einen Job in einem Jugendzentrum und der andere entschied sich, seine Ausbildung mit einem sozialpädagogischen Studiengang fortzusetzen.

Vor allem wollte ich selbst herausfinden, was die Kinderthemen sind, damit ich diesen Erfahrungsreichtum in meinem später ausgeübten Traumjob im Kleinkindertheater nutzen kann. Die Position als "Springer" war optimal, weil sie mir die Gelegenheit gab, in kürzester Zeit Einblicke in viele Anlagen zu gewinnen, viele verschiedene Mannschaften, Erziehungsberechtigte und vor allem die Kleinen mitzunehmen.

Mein Erfahrungsschatz erfüllte sich nicht nur mit den gewünschten, sondern auch mit unerwarteten Inhalten, wie z.B. was es heißt, ein Mann an einem zuvor domestizierten Arbeitsort zu sein. "Er kann mit den Jungen nach draussen treten oder sie in der Gebäudeecke schöpferisch beruhigen!

"Die Jungen vertrauten jedoch, wie die meisten Frauen, nicht darauf, dass mein Mann so leicht sein würde. Einerseits hatten sie bereits internalisiert, dass es Männerpädagogen "gar nicht gibt", andererseits interpretierten sie meine Langhaar und -ohrringe unbestreitbar als Zeichen von Feminität. Ich wurde einmal wegen "meiner schönen Ohrringe" von einem Mädel von Mann zu Mann angefragt und wenn ich ein paar Tips hätte, wo man wunderschöne Ohrabdeckungen kauft.

Meinen einzigartigen Anliegen, beim Anziehen der Puppenkleidung zu unterstützen, haben die Pädagogen nicht erfüllt: "Das ist ganz klar eine Angelegenheit für Frauen....". Eine, bzw. jede einzelne von ihnen, war so glücklich darüber, endlich einen Mann zu "besitzen", der den Drang der Jungen, sich ihrem Status entsprechend zu bewegen, zähmte bzw. ihnen half, ihn auszuleben.

Letztendlich sahen mich einige Erziehungsberechtigte so merkwürdig an. Ich nahm tiefgravierte Befürchtungen aus ihren wertschätzenden Blicken: albern, beschämend, wahrscheinlich lesbisch und vielleicht gar kinderliebend. Von da an war ich mit den Mädels begeistert, habe "rosa" Rollenspiele mit den Jungen in der Puppenkurve inszeniert und mich sonst ganz offen für die Belange der Kleinen gehalten.

Die Pädagogen engagierten sich zunehmend in Rollenwechseln und baten mich zum Beispiel, das gerissene kleine Kleid mit einem Knaben zu näht. Selbst in einer Kindertagesstätte haben wir einen "Tauschtag" organisiert und so den Unsinn einer starren Geschlechterteilung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich machen können. Sie trugen rot-rosa Kleider, hatten selbst Make-up aufgetragen und die Härchen aller Püppchen gekämmt.

Sie hatten sich dunkel gekleidet und mit den Bausteinen einen Turm gebaut. Natürlich haben wir auch Mitglieder des Teams Kleider getragen, die für das andere Geschlecht charakteristisch waren, und versucht, in den ausgetauschten Funktionen zu agieren. Nachmittags tauschten wir unsere Erlebnisse aus und die meisten Mitglieder der Truppe waren überrascht, wie viele der vermeintlich natürlichen Differenzen nur überlagert werden.

Wie bereits erwähnt, wirkte sich der Tauschtag aber nicht nur auf uns im Team, sondern auch auf die Kleinen und ihre Vorfahren aus. Eine Frau hat sich die Frisur sehr kurz abschneiden lassen, denn "die lange Borte hat sie sowieso nur geärgert, und nur ihre Mutter hatte Spass daran, sie zu kämmen". Die ehemals fremden Looks der Erziehungsberechtigten wurden zu einer offenen Neugierde, die von einem lockeren Treuhandverhältnis und gar einer gehörigen Prise Hochmut geprägt war, einen mÃ?

Es war für die Kleinen ganz selbstverständlich, einen Mann in der Anstalt zu haben. Der 49-Jährige Holger Haas hat in den 80er Jahren eine 3-jährige Berufsschule als Pädagoge absolviert. Sie können den kompletten Artikel in unserer Nummer Subject CHILDREN 10/16 nachlesen.

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