Ausbildung 2015

Schulung 2015

Welche Kosten entstehen durch die duale Ausbildung und welchen Nutzen bringt sie den Unternehmen? Lehrlingsübernahme sichert Fachkräfte Die betriebliche Ausbildung hilft den Unternehmen, den Fachkräftebedarf rechtzeitig zu decken. Seit kurzem ist es jedoch schwerer geworden, freie Ausbildungsplätze erfolgreich zu besetzen. Laut Angaben des IAB-Betriebspanels 2015 hat sich dieses Problem derzeit nicht weiterverschlimmert. Im Jahr 2015 betrug der Marktanteil 28 Prozentpunkte - der niedrigste Punkt im Untersuchungszeitraum des Panels.

Hierfür ist vor allem die niedrige Beteiligung der Dienstleistungsunternehmen an der Ausbildung ausschlaggebend, da vier von fünf von ihnen keine betriebliche Ausbildung anbieten. Auch die Hessenquote (Anteil der sozialversicherungspflichtigen Lehrlinge an der Belegschaft) ist im Jahr 2015 gesunken und lag mit 4,4 Prozentpunkten immer noch weit unter dem bundesdeutschen Vergleich. Eine besonders gute Ausbildung findet man in der Bauwirtschaft und in Kleinstunternehmen.

Laut IAB-Betriebspanel betrug das Ausbildungsplatzangebot im Jahr 2015 extrapolierte 55.000 Ausbildungsplätze - ein Minus von fast 5000 im Vergleich zum Vormonat. Damit ist der Entwicklungstrend der vergangenen Jahre, in denen die Anzahl der Ausbildungsplätze stetig gestiegen ist, durchbrochen. Damit wird deutlich, dass die in Hessen ausgebildeten Unternehmen einen größeren Bedarf als in der Gegenwart an eigenen Fachkräften haben.

"â??Die zunehmende Ã?bernahmequote der Hessenbetriebe macht deutlich, dass sie die Spuren der Zeit nachvollziehen können und persönlich selbst ausgebildeten FachkrÃ?fte halten, auch wenn der RÃ?ckgang der Zahl der ausbildenden Betriebe zu einer Denkpause fÃ?hren muss. Auch die gute Auslastung verdeutlicht die Wichtigkeit der doppelten Ausbildung und den großen ökonomischen Wert, den die fachliche Ausbildung für das Unternehmen und für den Mitarbeiter hat.

Um jungen förderungsbedürftigen Menschen auch die Möglichkeit einer Ausbildung und einer langfristigen Arbeitsmarktperspektive zu geben, können wir vor und während der Ausbildung eine Vielzahl von begleitenden Fördermöglichkeiten anregen. Für den zukünftigen Arbeitsmarkteinsatz wird die Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften auch vor dem demographischen Wandel von zentraler Relevanz sein.

"â??Die Industrie hat sich dazu entschlossen, die Angebotsvielfalt zu erhöhen. Die Staatsregierung als Bündnispartner unterstützt die Firmen dabei und stärkt ihre Ausbilderbereitschaft. Zum Beispiel können Firmen, die unmittelbar nach dem Schulabschluss Abiturienten als Lehrlinge beschäftigen, einen Zuschuss für die Ausbildungsbeihilfe bekommen - wir haben in diesem Jahr 2 Millionen EUR für das Förderprogramm zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus begleiten wir sehr kleine Unternehmen, die eine Ausbildung anstreben, indem wir Qualifikationsmaßnahmen vorantreiben, die die Kompetenzen von Praktikanten und Ausbildern erhöhen. Zugleich ist es unser Bestreben, die Ausbildung für Schulkinder interessanter zu machen, z.B. durch eine weitere Öffnung des Hochschulzugangs für Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung und guter Qualifikation.

"Die Trainingsdaten des Betriebspanels des IAB sind nicht mit denjenigen der Ausbildungsstatistik zu vergleichen, da sich beispielsweise sowohl der Zeitpunkt der Befragung als auch die Begriffsbestimmungen voneinander unterschieden (siehe Wissenswertes zur Methodik). Seit 1993 beauftragt das IAB TNS Infratest Social Research im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Arbeitsmarktforschung der Bundesanstalt für Arbeit mit der jährlichen Befragung von Unternehmen im Jahr.

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