Assekuranz

Versicherungsbranche

Versicherung ist der veraltete Begriff für die Versicherungswirtschaft. Mit welchen Szenarien, Anwendungsbereichen, Chancen und Herausforderungen sehen Sie für die Versicherungswirtschaft durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz? mw-headline" id="Basic_principle_of_verurance">"Basic_principle_of_verurance[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Das Versicherungswesen (obsolete Versicherungswirtschaft) ist das Prinzip der gemeinsamen Übernahme von Risiken an sich ("Versicherungsprinzip oder Äquivalenzprinzip"): Bei vielen wird ein Betrag (= Versicherungsprämie) in die Kapitalannahmestelle des Versicherers eingezahlt, um im Falle eines korrespondierenden Verlustes, des Versicherungsfalles, eine Entschädigung von dieser Kapitalannahmestelle zu bekommen. Es gibt keine rechtliche Bestimmung des Begriffs Versicherungsschutz. Im Falle von größeren Gefahren kann es sehr wenige Gefahren mit ähnlicher Gefährdung gibt.

Eine Versicherungspolice besteht jedoch, wenn diese mit verhältnismäßig wenigen anderen gleichen Risikotypen in einem verhältnismäßig weniger einheitlichen Tarif kombiniert werden. Teilweise kann die Auftrittswahrscheinlichkeit sehr hoch sein (z.B. bei der Brillen-Schadenversicherung) und die Höhe der Leistungen verhältnismäßig gering unsicher, ohne dass dies die Sachversicherung ausnimmt.

In der Enzyklopädie der Sozialwissenschaften (Bd. 8, 1935, S. 95) wird die Definition der Sicherheit als Folge der Risikobereitschaft eines Einzelschicksals durch BeitrÃ?ge von Vielen ( "Das Wesen der Sicherheit ist die Eliminierung des Pauschalrisikos fÃ?r den Teil der Kombination vieler gleich exponierter Personen, die jeweils zu einem gemeinsamen Beitragsfonds beitragen, der ausreicht, um den Schaden, der einer Person entstanden ist, auszugleichen").

Unter Versicherungen versteht Karl Hax "die planmässige Abdeckung eines im Detail unsicheren Finanzbedarfs, der aber in seiner Gesamtheit auf der Basis eines interökonomischen Risiko-Ausgleichs geschätzt werden kann". Versicherungsbedingung nach Dieter Farny: Versicherungen sind die Abdeckung eines individuell unsicheren, gesamtschätzbaren Mittelbedarfs auf Basis eines kollektiven und zeitlichen Risiko-Gleichgewichts. Das Versicherungskonzept basiert auf dem Prinzip der gemeinschaftlichen Übernahme von Gefahren in einem kollektiven (Pool, Portfolio).

Die Vorteile dieser allgemeinen Unterstützung basieren auf einem mathematischen Prinzip, das durch das Recht der großen Zahl beschrieben wird, nach dem sich die Ist-Ausgabe mit zunehmender Zahl ähnlicher Ereignisse an die erwartete Leistung (d.h. den Mittelwert aller möglicher Ausgaben) anpaßt. Mit zunehmender Zahl von n Risikofaktoren, wie z.B. 1/n{\displaystyle 1/{\sqrt {n}}}}, sinkt die Regelabweichung im idealen Falle des Zentralgrenzsatzes.

Je grösser das kollektive Angebot, desto geringer ist das Produktionsschwankungsrisiko. Diesen risikomindernden Einfluss der gemeinschaftlichen Übernahme von Gefahren in einem Sammelgebiet nennt man Risikotragfähigkeit im Sammelgebiet. Dadurch wird das Versagensrisiko der Risikokompensation, d.h. dass das kollektive Kapital nicht ausreicht, um alle Verluste zu bezahl.

Eine große Gruppe benötigt letztendlich anteilig weniger Eigenkapital als eine kleine Gruppe oder sogar eine Einzelperson für ihr eigenes Selbstrisiko. Niedrigeres Eigenkapital führt aber vor allem zu niedrigeren Finanzaufwendungen, und so führt der Ausgleich von Einzelrisiken im Verbund dazu, dass die Absicherung von Einzelrisiken für alle Teilnehmer kostengünstiger ist, als dies einzeln möglich wäre.

So beträgt der Einzelschutz des Gebäudes gegen Feuer 1.000 pro Jahr, auch wenn das Gebäude nicht brennt (!) (dazu kommt der Durchschnittsschaden durch Feuer von 100 ? pro Jahr). Wenn sich dagegen 100.000 Hauseigentümer zusammenschließen und sich gegenseitig schützen, kommt es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu Waldbränden im Gemeinwesen, im Durchschnitt 100 pro Jahr mit einer Gesamtkostenbelastung von 10.000.000.000 ?.

Diese Kosten verteilen sich jedoch auf alle hunderttausend Hauseigentümer, der Einzelne nur auf die durchschnittlichen Brandschutzkosten von hundert Euro. Für die Bewaffnung gegen eine beliebige Anzahl von Bränden muss das Unternehmen zusätzliches Eigenkapital zur Verfügung stellen, bei hinreichender Absicherung beläuft sich dies jedoch z. B. nur auf 10.000.000.000 ?. Auch wenn man von besonders hohen Finanzkosten für dieses Vermögen ausgeht, z.B. 20 Prozent, fallen dem Individuum nur Finanzkosten von 20 Euro an.

Das würde bedeuten, dass die Kollektivdeckung jeden Individuum nur 120 statt 1.100 (jahrelanger Durchschnitt) für die Einzelversicherung ausmacht. Mit zunehmender Größe des Kollektivs wird weniger Eigenkapital zur Deckung des Schadensfalls benötigt und je mehr sich der Versicherungspreis dem puren erwarteten Wert des Schadensfalls von 100 Euro annähert.

Mit dieser extremen Wertdifferenz ist es möglich, dass auch wenn die Gestaltung des Verbundes zusätzliche Aufwendungen und einen angemessenen Gewinnaufschlag nach sich zieht, die Krankenkasse trotzdem einen hohen Gewinn für das individuelle wirtschaftliche Subjekt erbringt. Die deutliche Senkung der Versicherungskosten gegen Gefahren ermöglichte in erster Linie den Bau hochwertiger und für die heutige Volkswirtschaft unverzichtbarer Anlagen sowie den Ausbau des Privatvermögens, dessen große Anzahl eine wirksame Kollektivversicherung ermöglichte.

In der Realität können solche Gefährdungen jedoch angesichts der erforderlichen Anzahl von Gefährdungen in der Regel nicht ohne die Notwendigkeit einer zentralen Koordinierung gemeinsam organisiert werden. Deshalb veranstalten Unternehmen (so genannte Versicherer) in einer marktwirtschaftlichen Ordnung solche kollektiven Maßnahmen und stellen sie so der Volkswirtschaft als Dienstleistungserbringer zur Verfügung. Diese nutzen selbst den Risikokompensationseffekt, um systematisch und mit einem für die Renditechancen vertretbaren Unternehmensrisiko auftritt.

Die Versicherung zieht von den Versicherten eine feste Versicherungsprämie ein. Der Versicherungsgeber hat dann den entstandenen Schaden zu erstatten. Zur Deckung erhöhter Verluste, die damit einem hohen Risikopotenzial unterliegen, stellen die Versicherungsunternehmen Eigenmittel zur Verfügung. Im Falle eines niedrigeren Schadens muss der Versicherungsgeber den Schaden aus dem Eigenkapitel erstatten. Sofern die Wertpapier- oder Gewinnaufschläge in den Prämien eine angemessene Vergütung für das Eigenkapitalrisiko darstellen, sind die Finanzmärkte in diesem Falle bereit, das verloren gegangene Kapital zurückzuerstatten, und der Versicherungsgeber kann so das Unternehmen aufrechterhalten.

Oftmals werden die Erträge jedoch nicht ausgezahlt, sondern bleiben beim Versicherungsunternehmen, um die Eigenkapitalausstattung und damit die Bonität des Versicherungsunternehmens zu steigern. Aufgrund des Risiko-Ausgleichseffekts reichen schon kleine Sicherheitsmargen in den Prämien und ein vergleichsweise geringes Eigenmittel aus, damit der Versicherungsgeber das Versicherungsgeschäft mit hinreichender Deckungssicherheit für die Versicherten und einem angemessenen Eigenkapitalgewinn führen kann.

Die Versicherungswirtschaft ist damit die ökonomische Deckung von Beitragsrisiken, die nach dem Wahrscheinlichkeitenprinzip arbeitet; sie wird entweder nach dem Verbandsprinzip als Wechselseitigkeitsversicherung oder nach dem spekulativen Prinzip als Einkommensversicherung geführt. Das versicherbare Risiko ist sehr unterschiedlich. So sind z.B. solche Gefahren, die im Wesentlichen auf dem Handeln von Menschen basieren, wie der ökonomische Unternehmenserfolg, marktpreisliche oder vorsätzliche Verhaltensweisen, nicht absicherbar.

Das versicherbare Risiko kann jedoch auf wenige Risikoarten reduziert werden, die jedoch keine genauen Grenzwerte haben: Ein Lotto ist in mancher Hinsicht einer Versicherungspolice sehr nahe, nicht zuletzt, weil Versicherungspolicen zunächst einen Lotto- oder Wettscharakter hatten. Mit dem Versicherungsschutz sollen auch die wirtschaftlichen Auswirkungen eines besonderen Vorfalls abgedeckt werden, aber dieser Vorfall ist das angestrebte Verlosungsziel.

Vor einer ordnungsgemäßen Versicherung muss ein Risikopotenzial identifiziert, beurteilt und sein Management bestimmt werden. Die Risikosteuerung ist der ganzheitliche Umgangs mit den Gefahren. Der Versicherungssektor oder der Verpackungsmarkt (als Bezeichnung für alle, die sich mit versicherungspflichtigen Gefahren befassen) beschäftigt sich in erster Linie mit den von einem Versicherungsunternehmen zu versichernden Gefahren.

Lediglich ein Teil aller Gefahren kann von einem Versicherungsunternehmen versichert werden. Andere Risken können auf andere Arten abgesichert werden, wie z.B. das Verlustrisiko von Aktienkursverlusten durch Optionsgeschäfte (z.B. Put-Optionen). Es gibt auch wettbewerbsfähige oder komplementäre Versicherungstechniken, wie z.B. Verbriefungen, die den Finanzmarkt nutzen, um sich finanziell gegen die Risiken abzusichern.

Zahlreiche Risken sind nicht oder nur zum Teil auf andere übertragbar, wie z.B. das unternehmerische Restrisiko, dass ein neues eingeführtes Erzeugnis nicht am Wettbewerb bestehen wird; könnte dieses Restrisiko vollständig weitergegeben werden, so hätte man auch keinen Anspruch auf einen Profit. Weil Profit die Belohnung für die eingegangenen Gefahren ist. Welche sind die geeigneten Werkzeuge, die geeigneten Verfahren im Umgangs mit Gefahren, ist eine Fragestellung, bei deren Beantwortung das Management mitwirkt.

In vielen Fällen ist die Lösung kein Wundermittel, sondern ein Maßnahmenmix (z.B. Reduzierung der Risikofrequenz, Bewältigung der geplanten Lage, wenn Gefahr eintritt, Übernahme eines Teils der wirtschaftlichen Folgen selbst, Versicherung eines Teils). Der kritische Punkt im Risikomanagement ist die Identifizierung von Gefahren, da nicht identifizierte Gefahren nicht wie geplant behandelt werden können.

Die Versicherungsdeckung übernimmt der Versicherungsgeber, der Versicherungsnehmer die Versicherungsdeckung. Weil die Versicherungen per Definition auf dem Risikoausgleich im Kollektiv basieren, sind die Versicherungsunternehmen bestrebt, eine große Anzahl von Versicherungsverhältnissen zu etablieren, die so ähnlich wie möglich sind und sich nur durch die unvermeidbare Eigenart der Einzelrisiken auszeichnen. Somit sind die Versicherungsbeziehungen, deren Risken in einem Sammelverhältnis auszugleichen sind, im Wesentlichen gleich und unterschieden sich nur durch das einzeln gesicherte RIS.

Zu diesem Zweck legen die Versicherungsunternehmen für eine bestimmte Art von Versicherungsverhältnis, die so genannten Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Einheitsbedingungen fest, die eine größtmögliche Vereinheitlichung der auf dieser Grundlage abgeschlossenen Versicherungsverträge gewährleisten. Solche eventuellen Versicherungsbeziehungen, die ein Versicherungsunternehmen bietet, werden von den Versicherungsunternehmen auch als Produkt oder Produkt bezeichne. Weil es sich bei der Versicherungswirtschaft um ein Kollektivgeschäft handelt, "produziert" der Versicherungsgeber nicht individuelle Versicherungsbeziehungen, sondern Kollektivverhältnisse.

Sie standen oder stehen zum Teil noch unter staatlicher Aufsicht der Versicherungsgesellschaft.

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