Arbeitsvermittlung

Jobvermittlung

Öffentlich-private Arbeitsverwaltungen Die unbezahlte, staatliche Arbeitsvermittlung ist unter den Diensten der Beschäftigungsförderung ein bedeutender Teil der öffentlichen Dienste von allgemeinem Interesse. Es zählt zum Kernbereich der modernen Dienste auf dem Arbeitmarkt. Durch die Förderung von Arbeitssuchenden können aber auch privatwirtschaftliche Arbeitsvermittlungen zur Arbeitssuche beitragen. Wer seinen Beruf wechseln will oder von hoher Arbeitslosenquote gefährdet ist, sollte sich rechtzeitig bei der Arbeitsagentur als Arbeitssuchender anmelden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Arbeitslose verhindert oder wenigstens gekürzt werden können, ist umso größer, je früher Anstrengungen unternommen werden, um sich zu bewerben und einen Arbeitsplatz zu finden. Wer seine Ausbildung oder sein Beschäftigungsverhältnis beendet, ist auch nur annähernd drei Monaten vor Ende der Ausbildung oder des Beschäftigungsverhältnisses dazu angehalten, sich selbst bei der Arbeitsagentur über die Arbeitssuche zu informieren. Der Einsatz in den Arbeitsagenturen oder Arbeitsämtern erfolgt in der Praxis in der Regel zunächst durch die Ermittlung der für den Einsatz notwendigen fachlichen und personellen Eigenschaften, Kompetenzen und Eignungen (Potenzialanalyse).

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitssuchenden wird eine Eingliederungsstrategie entwickelt und in einer Integrationsvereinbarung festgeschrieben. Durch den gemeinsamen Abschluss einer Integrationsvereinbarung wird sichergestellt, dass die Arbeitsagentur oder das Arbeitsamt einzelne Offerten abgibt und mit dem Arbeitssuchenden abstimmt, welche Leistungen von ihm im Zuge des Integrationsprozesses erwünscht sind.

Die Online-Jobbörse der BA bietet interessierten Lehrstellen- und Arbeitssuchenden die Möglichkeit, selbst nach offenen Positionen zu recherchieren und ihr Bewerbungsprofil zu publizieren, wenn sie es wünschen, sogar in anonymer Form. Auf der Suche nach einem Job kommen nicht nur die Arbeitsagenturen oder Arbeitsämter in Betracht. Arbeitssuchende können auch privaten Arbeitsmarktserviceanbietern ihrer Wahl die Arbeitsvermittlung anvertrauen.

Die Einbeziehung privater Arbeitsmarktdienstleister kann zu zusätzlichen Möglichkeiten für neue Arbeitsplätze führen. Privatarbeitsunternehmen erfordern eine Gewerbemeldung und können im Falle einer gelungenen Arbeitsvermittlung auch von Arbeitssuchenden eine Entlohnung einfordern. Bei Arbeitssuchenden ist die Zulage jedoch auf einen Maximalbetrag (2 000 EUR) beschränkt. Nach geltendem Recht ist es für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten oder Gruppen von Personen zulässig, dass die Arbeitnehmer eine Gebühr auf der Grundlage der Entlohnung für die erbrachte Leistung zahlen.

Lediglich der Auftraggeber kann für die Vermittlung von Ausbildungsplätzen eine Vergütung verlangen oder erhalten. Bei der Vermittlung von Arbeitsvermittlungen und Arbeitsämtern werden die Vermittlungsaktivitäten oft durch Integrationsdienste untermauert. Dafür steht eine Reihe von Instrumentarien zur Auswahl (z.B. Finanzierung aus dem Platzierungsbudget und Aktivierungs- und Maßnahmen zur Berufsintegration). Vereinzelt fehlt es an der Qualifizierung von Arbeitssuchenden, für diesen Anwendungsfall gibt es unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Für die Beschäftigung von Menschen, deren Integration schwierig ist, können die Unternehmer ein Eingliederungsgeld aufbringen. Außerdem kann die Arbeitsagentur die Arbeitslosen ermutigen, sich selbständig zu machen. In den meisten Fällen können die Dienstleistungen der Arbeitsämter zur Integration in den Arbeitsmarkt auch von den Arbeitsämtern (SGB II) für erwerbstätige Arbeitssuchende mit Leistungsanspruch angeboten werden.

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