Arbeitslos

Erwerbslosigkeit

Übersetzung von "Arbeitslosen" ins Englische Das offizielle Deutsch-Englische Collins Online-Wörterbuch. Arbeitslosigkeit und trotzdem glücklich: Wenn du deinen Arbeitsplatz aufgibst und auf dein Gehalt verzichtest. Wir wollten arbeiten", sagt Benjamin bei einer Kaffeetasse. Der heute 31-Jährige ist in Frankreich ansässig. Benjamin gibt diesen Menschen wichtige Hinweise, wie sie in einer Zeit, in der man praktisch erwarten kann, dass man ohne Beschäftigung auskommt.

Er war zweieinhalb Jahre lang in einem Start-up-Unternehmen tätig und musste anfangs sehr viel leisten, wurde aber später in eine Nebentätigkeit übernommen.

Benjamin's arbeitsrechtliche Bedingungen haben sich verschlechtert und er kam zu dem Schluss, dass sein einziges Mittel darin besteht, entlassen zu werden. "Benjamin wurde im Oktober 2014 wegen schweren Fehlverhaltens entlassen und arbeitet seitdem nicht mehr - aber nicht, weil er keinen Arbeitsplatz mehr finden kann, sondern weil er nicht einmal mehr anfängt zu suchen.

Mit einer derzeitigen Arbeitslosenrate von 9,4 Prozentpunkten (in Österreich) fällt es vielen Menschen schwer, ihren Arbeitsplatz zu kündigen, weil sie nicht mehr dazu bereit sind. Benjamin wurde oft als sozialer Parasit beschrieben, aber das macht ihn nicht juckend: "Jetzt habe ich Zeit, allen Menschen zu helfen, egal ob sie nun Kranke sind, sich betrübt fühlen oder auf andere Weise Hilfe benötigen.

Mir wird nie langweilig und ich bin wirklich zufrieden mit meinem gewählten Weg. Doch gerade das macht die Menschen wütend - so dass ein Jüngling wie ich, der nicht lange genug gearbeitet hat, sich entschließt, nicht mehr zu funktionieren und damit zufrieden ist. "Seines Erachtens ist sein eigenes Schicksal keine dekadente Ausbeutung der Steuerzahler: "Ich benötige nicht viel und vielleicht werde ich eines Tages wieder in irgendeiner Weise funktionieren müssen.

Es ist mir nur bewusst, dass ein Privatleben mit weniger Eigentum mich mehr lebendig fühlen lässt, als wenn ich viel Zeit damit verbracht habe. "Benjamin ist mit seiner Sichtweise nicht allein: Der 37-jährige Vincents zum Beispiel verdiente als IT-Projektmanager gut 6.000 EUR im Jahr und damit auch ein radikaler Rückgang seines Rücktritts.

"Vincent hat dann als Dive Instructor in Ägypten gearbeitet, ist aber ein Jahr später nach Hause zurückgekehrt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich seine Sichtweise auf das Zusammenleben völlig verändert. "Heute arbeitet er in seiner Freizeit in einer autarken Öko-Gemeinschaft: "Ich kümmere mich um Permakulturprojekte, renoviere das Dach des Hauses oder baute ein Treibhaus aus Gebäuderesten.

Vincents Leben war eine Zeit lang von seinen Sparguthaben abhängig, aber jetzt stützt er sich auf Arbeitslosengeld und Sparpolitik. "Der Besitz von Geldern hat mich davon abgebracht, wirklich die notwendigen Änderungen vorzunehmen. Ich habe heute praktisch kein Kapital mehr, aber ich bin noch viel zufriedener. "Um die Kosten weiter zu senken, will Van Gogh bald aus seiner Öko-Gemeinschaft ausziehen und in einem LKW leben.

Allerdings entferne ich mich vom Kapital, weil ich mich unmittelbar verengt führe, wenn mein Tun nur auf meine finanziellen Verhältnisse ausgerichtet ist. "Aber die 32-jährige Claire hatte auch politisch motiviert, das Rad des Arbeitslebens zu verlassen: "Während der G8- und G20-Demonstrationen konnte ich einige entscheidende Akzente setzen und mich die Frage stellen, ob mein Beruf überhaupt der rechte für mich war.

Aber sie kam nicht entspannt und begründet zurück: "Als ich den ganzen Streß sah und erkannte, wie nutzlos das alles war, wußte ich gleich, daß es für mich nicht so weit gehen mußte. Nein, außerhalb des Büro kann ich viel mehr mit meinem eigenen Auto machen. "Ich habe mich wieder vitalisiert und mich entschieden, ein ganzes Jahr lang nicht zu trainieren.

Immer wieder fragte ich mich, ob ich wirklich froh sein könnte, einfach nur rumzusitzen, während andere auf der Suche nach einem Arbeitsplatz waren. In der Zwischenzeit werde ich nicht einmal daran denken, in mein bisheriges Zuhause zurück zu kehren. "Selbst die 31-jährige Elisa war mit ihrem Beruf nicht zufrieden, hat aber glücklicherweise einen Kompromiß gefunden: "Ich bin seit acht Jahren im Öffentlichen Dienst tätig, mit Unterbrüchen.

Zwischendurch kommen Teile der Lohnsteuer. Elise leistet nun immer die Mindestanzahl von Tagen, um Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung zu haben, die 70 Prozentpunkte ihres regulären Lohnes beträgt. Als dieser Geldzapfen dann wieder abgedreht wird, geht sie wieder an die Arbeit. "â??Wenn ich den Menschen um mich herum erzÃ?hle, dass ich nur daranarbeite, dass ich bald wieder arbeitslos bin, dann wird nicht sehr Ã?berzeugend reagiert.

"Zum Beispiel denken ihre Erziehungsberechtigten, dass sie ihr Potential vergeudet. Normalerweise sind die Menschen, die hauptberuflich tätig sind, ein wenig Eifersucht auf mich, aber auch ein wenig Eifersucht auf mich. "In der jüngeren Zeit sind verschiedene Varianten des Konzepts "Geld nur für die Arbeit" immer beliebter geworden. Allerdings wird es noch einige Zeit brauchen, bis sich die Zivilgesellschaft von der Auffassung entfernen kann, dass man nur dann ein Anrecht auf Gelder hat, wenn man auch für sie eintritt.

Solange das Geldsystem die ganze Erde beherrscht, werden Benjamin, Vincent, Claire, Elternschaft und andere freie Geister als Parasiten gelten.

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