Arbeitsamt Förderung

Agentur für Arbeit Promotion

Das Arbeitsamt erbringt unter bestimmten Bedingungen Dienstleistungen. Lohnzuschüsse können sowohl Zuschüsse an Arbeitnehmer als auch Zuschüsse an Arbeitgeber sein. Lies, welche Kosten unterstützt werden!

mw-headline" id="Hamburger_Modell">Hamburger Modell[Quelltext bearbeiten]

Lohnsubventionen können sowohl Subventionen für Angestellte als auch Subventionen für Unternehmer sein. Es gibt auch gemischte Formen, in denen beide Parteien subventioniert werden, wie z.B. das Hamburgische Vorbild. Lohnsubventionen an Unternehmer sollen, wie auch kombinierte Löhne, Arbeiter mit Vermittlungshindernissen ermutigen, einen Arbeitsplatz zu suchen, auch wenn ihre Arbeitsproduktivität geringer ist als die der anderen Arbeiter.

Dieser Fehler wird durch einen Subventionszuschuss an den Auftraggeber ausgleicht. Da sie durch Abgaben oder Sozialversicherungsbeiträge finanziert werden müssen, eignen sie sich nur dann zum Rückgang der Arbeitslosenquote, wenn sie vorwiegend auf einzelne Personengruppen begrenzt ist, wie dies bereits heute bei Integrationssubventionen der fall ist. Es handelt sich bei dem Hamburgischen Vorbild um einen auf höchstens 12 Monaten begrenzten Lohnzuschuss für Langzeiterwerbslose.

Sie wird zu je einem Drittel von der ARGE Hamburg an Mitarbeiter und Unternehmer ausbezahlt. Der Zuschuss beläuft sich auf 265 EUR pro Monat für Unternehmer und erwerbsfähige Begünstigte aus einer im Anstellungsvertrag festgeschriebenen Wochenarbeitszeit von 35 oder mehr Arbeitsstunden (Vollzeit). Für eine Wochenarbeitszeit von bis zu 35 Std. (Teilzeit) je 132,50 E.

Darüber hinaus kann der Mitarbeiter einen Bildungsscheck im Wert von bis zu 2000 [1] einreichen. Für die Förderung muss der Auftraggeber eine Sozialversicherungsträger einrichten, die den örtlichen Gegebenheiten angemessen ist (kein Zuschuss für Lohndumping). Der Zuschuss wird zunächst für ein Halbjahr und anschließend für weitere 4 Monaten in ein festes Arbeitsverhältnis mit Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt.

Die Hamburgische Arbeitsagentur hat am 13. Mai 2002 zusammen mit der Hamburgischen Staatskanzlei für Wirtschaft und Arbeitsmarkt das Hamburgische Model vorgestellt. Mit der Zusammenführung von Sozial- und Arbeitslosenunterstützung zum neuen ALG II wird das Hamburgische Muster nun von einer ARGE der Arbeitsagentur und der Landeshauptstadt Hamburg verwaltet.

Damit können nur hamburgische Bezieher von ALG II unterstützt werden. Anders als das parallel eingeführte und durch die EinfÃ??hrung von Midiobs Ã?berflÃ?ssige Mainschenmodell ist das Hamburgische Einsteigermodell wenig reglementiert und hat eine wesentlich kÃ?rzere Finanzierungsdauer. Ziel ist es, die oft niedrige Produktivitätsrate nach einer langen Periode der Erwerbslosigkeit wiederherzustellen.

Es ist zu hoffen, dass nach einiger Zeit die Fähigkeiten des ehemaligen Erwerbslosen so weit angestiegen sind, dass er einen besseren Arbeitslohn verdienen kann und seine Anstellung für den Auftraggeber trotzdem mehr einbringt. Zugleich sollte dem Unternehmer die Gelegenheit gegeben werden, einen Langzeiterwerbslosen ohne allzu großes wirtschaftliches Restrisiko einzustellen.

Darüber hinaus wird gehofft, dass der finanzielle Leistungsanreiz die teilweise nach langen Zeiten der Erwerbslosigkeit beobachtete "Trägheit" (Gewöhnung an die Arbeitslosigkeit) überwindet. Das hamburgische Leitbild ist wie alle Lohnsubventionen kontrovers. Waehrend "linke" Sprecher die Bezuschussung von Arbeitgebern und hoehere Loehne anstelle von Lohnsubventionen fuer die Beschaeftigten bemaengeln, monopolisieren wirtschaftlich liberale Kritik die Kostendeckung und plaedieren fuer Lohnkuerzungen ohne staatlichen Ausgleichstransfer.

Kontrovers ist auch, bis zu welchem Ausmaß es zu Mitnahmeeffekten kommt (Arbeitsplätze wären sowieso entstanden). Darüber hinaus wird sich zeigen, Inwiefern sich die Qualifikationen der Mitarbeiter so weit erhöhen, dass es nach Ablauf der Förderung zu einer weiteren Beschäftigung kommt, die ohne die Förderung sonst nicht rentabel gewesen wäre. Kontrovers ist auch, bis zu welchem Grad der Mitarbeiter nach Ablauf der Förderung einen erhöhten Lohnausgleich erreichen und damit den Ausstieg aus der Förderung kompensieren kann (vgl. IAB-Pressemitteilung zu den Karrierechancen von Geringverdienern).

Es handelt sich bei dem Madrider Leitbild um eine Variation des Lohnnebenkostenzuschusses, bei dem der Bund einen Sozialversicherungszuschuss und einen Kindergeldzuschuss zahlt. Das Konzept wurde von Florian Gerster, ehemaliger Minister für Wirtschaft und Finanzen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und später Leiter der Bundesagentur für Arbeit, aufgesetzt. Der Test und die Vorstellung waren Gegenstand des vierten Gipfeltreffens der Allianz für Beschäftigung, Berufsbildung und Wettbewerb im Jahr 1999, auf dem die Tarifparteien mit der Regierung vereinbart haben, das Leitbild auf regionaler Ebene zu testen.

Am I. Quartal 2002 wurde das Muster bundesweit erweitert, ein Jahr später endete die Förderung. Der Einsatz von Mini- und Midi-Stellen im Rahmen der so genannten Hartz-Reform, die eine Senkung der Sozialleistungen für Geringverdiener vorsah, machte das Muster überflüssig. Nur etwa 11000 bisher arbeitslos gewordene Menschen hatten von diesem Leistungsangebot Gebrauch gemacht.

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