Apotheker

Drogerien

Letztendlich aus dem antiken Griechenland ?????

?? (apoth?k?). Pharmazie f (Genitivapotheke, mehrere Apotheken). Wieviele ausländische Apotheker werden jedes Jahr mit ihren Diplomen anerkannt?

Betreiben der Pharmazie

Nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 des Apothekengesetzes (ApoG) sind die Apotheker dafür verantwortlich, dass die Menschen angemessen mit Medikamenten und medizintechnischen Geräten versorgt werden, die eine apothekenpflichtige Verwendung erfordern. Die Art und Weise, wie die Apotheker diese ihnen exklusiv aufgezwungene Aufgabenstellung wahrnehmen, bleibt nicht ihnen überlassen, sondern wird im Pharmarecht auf vielfältige Weise vorgeschrieben. In Deutschland darf eine Drogerie nur auf der Grundlage einer Genehmigung nach dem Arzneimittelgesetz geführt werden (§ 1 Abs. 2 ApoG).

Eine Apotheke kann aus höchstens einer Haupt-Apotheke und bis zu drei Niederlassungsapotheken zusammengesetzt sein, die sich in regionaler NÃ??he befinden mÃ?ssen (sog. Kreisgrenzenprinzip). Eine solche Filialgruppe ist ein apothekenrechtliches Apothekenunternehmen, für das nur eine Lizenz vergeben wird, obwohl es mehrere Filialen hat. Dabei wird dem pharmakologischen Verbot des Mehrbesitzes gebührend Rechnung getragen, nach dem ein Apotheker nur eine Apotheke betreiben darf.

Der Apothekenführerschein wird ausgestellt, wenn der Anmelder gewisse personenbezogene Voraussetzungen erfuellt (§ 2 ApoG). Er muss vor allem zugelassener Apotheker sein, da eine in Deutschland ansässige Drogerie nur von einem Apotheker geführt werden darf (sog. Drittbesitzverbot). Mit dem Verbot von Fremd- und Mehrbesitz soll die Pharmazie so weit wie möglich ohne externe Einflüsse funktionieren, damit der Apothekenmanager seine Entscheidung in eigener Verantwortung und ausschliesslich aus pharmazeutischen Gründen fällen kann.

Auch der Apothekenbetreiber muss vertraglich vollständig leistungsfähig sein, über die notwendige Betriebssicherheit verfügen und eine Drogerie unter gesundheitlichen Gesichtspunkten führen können. Außerdem muss der Anmelder beweisen, dass er über angemessene Räumlichkeiten für den Betreib einer Pharmazie verfügen. Konkrete Vorgaben für die Räumlichkeiten und die Einrichtung einer Pharmazie sind in der Pharmazeutischen Betriebsordnung (ApBetrO) ausführlich festgelegt, die in der Regel Vorgaben für den Apothekenbetrieb festlegt.

Sie enthält Vorschriften für die Anordnung und Ausgestaltung der Operationssäle der Pharmazie ( 4 ApBetrO), für deren Ausrüstung mit naturwissenschaftlichen und anderen Hilfsstoffen (5 ApBetrO), für das für den Betreiben der Pharmazie benötigte Personenpersonal (3 ApBetrO) und für den praktischen Einsatz in der täglichen Praxis der Pharmazie (§§ 2a, 6 - 24 ApBetrO).

Eine der Hauptaufgaben einer Pharmazie ist die Bereitstellung von Informationen und Beratungen über Arzneimittel und Medizinprodukte, die einen Apothekendienst erfordern (§§ 17, 20 ApBetrO). Auch die Apothekenverordnung legt hohe Anforderungen an die Arzneimittelherstellung fest ( 6 - 11) und erlegt dem Apothekenbetreiber gewisse Verpflichtungen auf, die den Garantieauftrag garantieren.

Dazu gehört vor allem die Verpflichtung zu einem flächendeckenden Service rund um die Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen, für die die verantwortlichen Stellen je einen Teil der Apotheke festlegen ( 23 ApBetrO), so dass unter Berücksichtigung der Belange der Apothekenverantwortlichen und ihrer Mitarbeiter eine angemessene Versorgung der Bevölkerungen mit Arzneimitteln zu jeder Zeit möglich wird.

Besondere Regelungen gibt es für den Betreib von Klinikapotheken, die sowohl in 14 ApG als auch in den 26 - 33 AppBetrO reguliert sind.

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