Anglist

Englisch-Spezialist

mw-headline" id="Geschichte_des_Studiengangs">Geschichte des Studiengangs[a class="mw-editsection-visualeditor" href="/w/index.php?title=Diplom-Angliste&veaction=edit&echannel Historie des Programms">Diese bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wurde der Universitätsabschluss Diplom-Anglist/in (Dipl. -Angl.)[1] oder Diplom-Wirtschaftsanglist/in[2][3] ab Ende der 1970er Jahre von ausgesuchten Hochschulen nach einer Regellaufzeit von vier bis fünf Jahren als Akademiestudium an Absolventinnen und Absolventen des fächerübergreifenden Diplomstudiengangs dipl. Das Programm bestand aus dem Schwerpunktfach Englische Literatur und/oder Linguistik sowie dem Fach Wirtschaftswissenschaften (entweder Betriebswirtschaft oder Volkswirtschaftslehre).

4 Insofern weicht das von der Ökonomie beeinflusste Diplom-Englistik von den reinen literarischen, sprachlichen und ggf. kulturgeschichtlichen Anglistikstudien in den (ehemaligen) Magister- oder Lehrerausbildungen ab. Die Umstellung der Diplom-Englistik auf andere Arten von Studiengängen durch die Hochschulen erfolgte wie die meisten Diplomstudiengänge im Rahmen des Bachelor-Prozesses längstens bis Ende der 2000er Jahre.

Ebenso haben die meisten Hochschulen auch einen Diplomkurs für Studierende der romanischen oder slawischen Sprachen und Literatur im Zusammenhang mit der Wirtschaft angeboten. So wurde an der Uni Kassel 1979 der Lehrgang Diplom-Anglistik zusammen mit der Diplomanistik ins Leben gerufen, um "als geisteswissenschaftlicher Lehrgang zu einer beruflichen Qualifikation für außerunschulische Tätigkeitsbereiche" zu führen.

5 Eine Kombination der Schwerpunktfächer Englisch, Romanistik, Sozialkunde oder Japanstudien mit Volkswirtschaftslehre ist an der Mannheimer Uni ab 1991 im Zuge des Diplomstudiengangs Dipl. Philharmon. mit ökonomischer Ausbildung möglich[6]. Für das Studienabschlusszeugnis Diplom-Englistik an einer dt. Hochschule ist eine fachspezifische Hochschulzugangsberechtigung erforderlich. In vielen Hochschulen war der Lehrgang zugangsbeschränkt; einige Hochschulen haben eigene Selektionsverfahren durchgeführt, um die sprachliche Eignung der Bewerber zu überprüfen.

Je nach Hochschule lag die Regellaufzeit bei acht bis zehn Semestern. Der Studiengang Anglistik wurde in Grund- und Aufbaulehre unterteilt: Das Grund- und Aufbaulehrgang dauert in der Hauptsache vier Halbjahre und wird mit einem Vordiplom absolviert; das Aufbaulehrgang dauert in der Hauptsache weitere vier bis sechs Halbjahre, beinhaltet eine Abschlussarbeit und wird mit dem Abschluss des Diploms vervollständigt.

Die Grund- und Hauptstudienzeit umfasste den Schwerpunkt Englisch und den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, bei dem die Schüler zu Beginn des Studiums zwischen Betriebs- und Volkswirtschaft entscheiden mussten. 9 Je nach Hochschule wurden die Lehrveranstaltungen modulweise gestaltet und die Schüler konnten so ihren eigenen Studiengang nach der Prüfungsordnung ausrichten oder die Hochschule legte die Reihenfolge der vorzulegenden Prüfungen fest.

Der Abschluss Diplom-Anglist wird seit etwa Ende der 2000er Jahre wie die meisten Diplomabschlüsse in der Praxis in der Praxis in der Regel nicht mehr von den dt. Hochschulen vergeben oder kann seitdem nur von Studierenden erworben werden, die bereits vor der Umwandlung vom Diplom- in Master- und Bachelorstudiengang an ihrer Heimatuniversität im Fach Diplom-Anglistik aufgenommen worden sind.

Seitdem sich die bisherigen Diplomkurse von den heute angebotenen Bachelor- und Magisterstudiengängen in ihrer Struktur abheben, ist ein Magisterstudium in einem interdisziplinären Anglistikstudium das am besten geeignete Gegenstück zu einem Diplom in englischer Sprache und Literatur, das an einer in Deutschland ansässigen Hochschule erworben wurde. Weil das staatliche Hochschulrecht jedoch grundsätzlich vorsieht, dass Hochschulabschlüsse nur in der in der Verleihungs- oder Prüfungsordnung vorgesehenen Weise vergeben werden dürfen, dürfen Diplomlisten (wie auch alle anderen Absolventinnen und Absolventen eines Diplomstudiengangs ) nur den ihnen ursprünglich gewährten Abschluss vergeben, auch wenn ihr Universitätsabschluss einem Masterabschluss am nächsten kommt.

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