Anerkannte Ausbildungsberufe

Ein anerkannter Ausbildungsberuf

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es circa 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe, die man ergreifen kann. Ihnen allen gemein ist, dass sie auf dem dualen Bildungsweg vermittelt werden. Der Berufsschulunterricht und die Arbeit im Betrieb wirken ineinander und sollen dem Auszubildenden ein ganzheitliches Bild von seiner Arbeit vermitteln. Das duale Ausbildungssystem kennt sowohl wöchentliche Schulbesuche wie auch sogenannte Blockschuleinheiten. Letzteres bedeutet, dass der Azubi mehrfach pro Lehrjahr für einige Wochen am Stück die Schulbank drückt.

Nach einer Blockschuleinheit von beispielsweise sechs Wochen kehrt er oder sie wieder in den Betrieb zurück. Beim gemischten System wird ein bis zwei Tage pro Woche die Schule besucht und den Rest der Arbeitszeit in der Werkstatt, dem Büro oder dem Laden verbracht.

Ausbildung

Alle Jugendlichen, sprich sämtliche Personen unter 18 Jahren müssen, wenn sie sich für eine Ausbildung entscheiden, anerkannte Ausbildungsberufe absolvieren. Das Bundesinstitut für Berufsbildung veröffentlicht jedes Jahr eine Liste anerkannter Berufsfelder. Nur die darin genannten Jobs kommen für Minderjährige in Frage. Durch diese Regelung soll sichergestellt werden, dass die Qualität der unterschiedlichen Ausbildungsberufe auf ungefähr dem gleichen Level ist. Anders als das Schulsystem ist die Berufsausbildung nicht Ländersache. Wer in Bayern Automechaniker lernt, kann sich mit dem Abschlusszeugnis auch in einer Berliner Werkstatt bewerben. Dank dieser Standardisierung dürfen Sie nach dem Ausbildungsende arbeiten, wo immer sie möchten ohne ein Anerkennungsverfahren durchlaufen zu müssen. Welche Berufe in die offizielle Liste aufgenommen werden, bestimmten in Zusammenarbeit das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Damit soll garantiert werden, dass auch neue, an die moderne Technik angepasste Berufsbilder eine Chance haben, in den Reigen der staatlich anerkannten Ausbildungsberufe aufzusteigen.

Anerkannte Ausbildungsberufe
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In der Bundesrepublik Deutschland gibt es circa 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe, die man ergreifen kann.

Die Bandbreite der Anerkannten

Es ist möglich in den Branchen Bau-, IT-, Holz-, Metall- und Elektroberufe sowie im Bereich Wirtschaft und Verwaltung Ausbildungen zu machen. Auch die Segmente Bergleute, Recht und öffentliche Verwaltung, Musikinstrumentenberufe, Chemie, Physik, Biologie, Textil- und Bekleidungsberufe, Medien-, Glas- und Keramikberufe sowie Gesundheit, Körperpflege und Soziales halten eine Vielzahl unterschiedlicher Ausbildungsberufe bereit. Die genannten Themengebiete sind natürlich in viele einzelne Berufe unterteilt, die auch extrem unterschiedlich sein können. Obwohl Raumausstatter und Steinmetze prinzipiell wenig miteinander zu tun haben, gehören sie beide zur Baubranche. Einige der bekanntesten und am häufigsten gewählten Berufe fallen unter die Rubrik Wirtschaft und Verwaltung. Dazu zählt man beispielsweise sämtliche kaufmännischen Ausbildungen. Vom Apothekenhelfer über den Buchhändler bis hin zum Versicherungskaufmann ist dort alles enthalten. Wenn Sie hingegen im Rathaus oder dem Finanzamt als Beamter arbeiten möchten, fällt dies unter den öffentlichen Verwaltungsbereich.

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