Altenpflege Bezahlung

Pflegegeld für ältere Menschen

Aber obwohl sie so sehr gefragt ist, wird sie schlecht bezahlt. Vor allem aber wird die lausige Bezahlung kritisiert. Bislang keine umfassenden Kollektivverträge vorhanden. In der Gartenanlage des Münchner Pflegeheims St. Martin setzen sich die Älteren zusammen und tanzen.

Er arbeitet gerne als Facharzt für Altenpflege, auch wenn der Arbeitsplatz belastend sein kann und Nachtschichten beschäftigt sein können. Erfreulich ist, dass der städtische Betreiber von Pflegeheimen relativ gut zahlt. Da fragst du dich schnell: Kannst du dir noch immer alles auszahlen?

Denn aus Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zahlen viele Pflegeeinrichtungen nicht nach dem tariflichen Prinzip. "80% der Altenpflegeheime sind nicht durch Tarifverträge abgedeckt, und das wollen wir durch regelmäßige Tarifzahlungen abändern. "â??Eine Möglichkeit wÃ?re es, dass das Ministerium fÃ?r Recht und Binnenmarkt einen Kollektivvertrag als allgemein verbindlich erklÃ?rt.

Aber zunächst einmal müßte es einen umfassenden Kollektivvertrag geben. Der Kollektivvertrag müßte in der Tat eine wichtige Rolle spielen. Das will der Unternehmerverband der privaten Versorger nicht. Die Krankenschwestern werden heute schon gut entlohnt. "Herbert Mauel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Privatanbieter für Soziale Dienstleistungen, Prof. Dr. Wolfgang Schroeder vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin, ist nicht verwundert, dass die Unternehmer von Privateinrichtungen umfassende Kollektivvereinbarungen verhindern.

Pflegefachkräfte in tariflichen Institutionen erwirtschaften laut Wolfgang Schroeder rund 15 Prozentpunkte mehr als in tariflosen Pflegeeinrichtungen. Die Wissenschaftlerin bemängelt den großen Prozentsatz von Pflegeeinrichtungen in privaten Händen. Nach Angaben der Pflegestatistiken des Bundesamtes für Statistik sind es mehr als 40 Prozentpunkte. 53% sind gemeinnützige Organisationen, darunter die Institutionen der Arbeitserwohlfahrt und der Caritas.

Fast fünf Prozentpunkte sind öffentliche Institutionen. Re-Kommunalisierung der derzeit in Privatbesitz stehenden Anlagen, denn es ist inakzeptabel, dass die Altenpflege zu einem Renditeziel für Anleger wird, aber dies muss eine gemeinsam zu verwirklichende Vorgabe sein. "Wie zum Beispiel im Hause St. Martin des Münchner Klosters. Es wurde ein Kollektivvertrag verhandelt, der den Facharbeitern ein Anfangsgehalt von 3000 EUR garantiert.

Dies sei erreicht worden, ohne dass die Anwohner mehr zahlen müssten, so Geschäftsführender Gesellschafter Siegfried Benker. Zum Beispiel durch die Beschäftigung von weniger Zeitarbeitern und mehr Fachkräften auf Dauer. "Jeder Leiharbeiter kostete mich etwa 15.000 EUR mehr pro Jahr als eine Fachkrankenschwester, die ich nicht durch Leiharbeit habe. "Darüber hinaus würden die Anwohner davon auch dadurch begünstigt, dass sich mehr Facharbeiter permanent um sie kümmerten.

Wie Daniel Reuter, der seit 16 Jahren im Hause St. Martin ist. Doch neben einer ausreichenden Bezahlung will er in der Regel auch mehr Anerkennung von der Allgemeinheit für Sozialberufe.

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